Mittwoch, 30. April 2014

Und trotzdem!



Am Vorabend des 1. Mai werden in vielen Dörfern der Lausitz traditionell Maibäume aufgestellt. Meist ist es ein etwa dreißig Meter langer Stamm, der mit einer Birke gekrönt und mit bunten Bändern geschmückt ist. Die ganze Nacht vom 30. April auf den 1. Mai muss der Baum bewacht werden, denn sollte es jemandem gelingen, den Baum zu fällen, darf sieben Jahre lang kein Maibaum aufgestellt werden. Was für Schmach und Schande! Nun kann man sich ja behelfen, indem man bei Musik, Tanz und Bier die Nacht unter dem Baum durchfeiert. Steht der Baum zur Morgendämmerung immer noch, ist es geschafft! Jetzt können Frühling und Sommer kommen.
Die Birke ist weit verbreitet in der Lausitz. Sie ist widerstandfähig und wächst sogar in Regenrinnen und Mauerritzen. Im Buch „Holz in der Gartenstadt Marga“ vom verlag*wache wolfgang bezeugt ein Foto von Jens Domann die Anpassungsfähigkeit dieses Baumes. Die Samen sind winzig und wo sie einmal Halt gefunden haben, wächst ein Baum, der 30 Meter und höher werden kann. Man könnte seitenlange Abhandlungen über die Verwendung der Blätter, der Rinde etc. verfassen.
Mich beeindruckt ihre Bescheidenheit und die Eleganz ihrer gesamten Erscheinung – nicht nur im Frühjahr und Frühsommer sondern auch wenn die Zweige mit Raureif umhüllt sind oder sich das grüne Kleid in ein goldenes verwandelt hat.
Als ich die Birke entdeckte, die auf dem Foto zu sehen ist, dachte ich spontan: „… und trotzdem!“ Ich weiß nicht, ob es das Schattenspiel auf dem Asphalt war oder das Schwingen ihrer zartgrünen Zweige – ich fahre so oft an dieser Stelle vorbei und erst jetzt sah ich sie. Mir drängte sich der Vergleich zu unserer kulturpädagogischen und künstlerischen Arbeit auf. Wir wurzeln als Menschen, Künstler und Engagierte der kulturellen Bildung in einer kunst- und kulturwidrigen Region. Manches fällt uns schwer (Antragstellung, Abrechnungen), anderes wird uns schwer gemacht, scheint fast unmöglich zu sein … und trotzdem!

... und trotzdem!   YA April 2014
 YA

noch 5 Tage bis „Schüler-LITERATUR-Tage“ in Senftenberg



* * *
Schreibende, Autoren, Schriftsteller bei den ersten
Schüler-LITERATUR-Tagen in Senftenberg
5. bis 7. Mai 2014
* * *

Tino Hoffmann
9 Jahre alt
schrieb folgenden Text für „Mathe, Deutsch & blaue Flecken II“:

Fusi

Anziehen, Zähne putzen, mein Meerschweinchen in die Sporttasche packen und jetzt raus hier. „Eij, jetzt halt doch mal still, Fusi.“ Fusi ist mein Meerschweinchen. In der ersten Stunde fragt mich Mick: „Und, hast du es mit?“

„Ja, ich zeig es dir in der Pause.“ […]

* * *
Tino liest einige seiner Texte am:
Dienstag, 6. Mai 2014, zur Buchpremiere „Mathe, Deutsch & blaue Flecken II“
15:30 Uhr in der Schulbibliothek der Walther-Rathenau-Grundschule
Am Mittwoch, 7. Mai 2014, schreibt er neue Geschichten bei der offenen Schreibwerkstatt
14:00 Uhr Sternzelt des NLZ „Ich schreibe!“

Dienstag, 29. April 2014

noch 6 Tage bis „Schüler-LITERATUR-Tage“ in Senftenberg



* * *
Schreibende, Autoren, Schriftsteller bei den ersten
Schüler-LITERATUR-Tagen in Senftenberg
5. bis 7. Mai 2014
* * *

Dr. Klaus Böhnisch
80 Jahre alt
schrieb folgenden Text und veröffentlichte ihn im Buch „Lebenskürzlich“:

Den Kindern zur Nacht
wünsch’ ich den morgigen Tag
und Träume,
bunte, vergnügliche,
ohne Qual.

* * *
Klaus Böhnisch liest einige seiner Texte am:
Montag, 5. Mai 2014 zur „4-Generationen-Lesung ~ junges Glück, altes Glück?“
15:00 Uhr im Kultur- und Freizeitzentrum Pegasus
Dienstag, 6. Mai 2014 zur Buchpremiere „Mathe, Deutsch & blaue Flecken II“
15:30 Uhr in der Schulbibliothek der Walther-Rathenau-Grundschule

Montag, 28. April 2014

noch 7 Tage bis "Schüler-LITERATUR-Tage" in Senftenberg



* * *
Schreibende, Autoren, Schriftsteller bei den ersten
Schüler-LITERATUR-Tagen in Senftenberg
5. bis 7. Mai 2014
* * *


Hanna Siering 
9 Jahre alt 
schrieb folgenden Text in der Frühlingswerkstatt: 

Ich bin Sahra.
Hast du eine richtig liebe Freundin? So eine, der du alles erzählen kannst? eine richtig feste und gute Freundin? Also ich habe eine, die sich gelohnt hat, sie kennenzulernen. Sie ist mir besonders wertvoll. Ein Freundschaftsarmband habe ich ihr auch geschenkt. Sie ist zwar ein bisschen älter als ich, doch Liebe oder Freundschaft kennt kein Alter. Wir wollen zusammenbleiben, das ist das Wichtigste!
Unsere Freundschaft hält sicher noch ewig!
(Für immer …) 

* * *
Hanna liest einige ihrer Texte am: 
Montag, 5. Mai 2014 zur „4-Generationen-Lesung ~ junges Glück, altes Glück?“
15:00 Uhr im Kultur- und Freizeitzentrum Pegasus 
Dienstag, 6. Mai 2014 zur Buchpremiere „Mathe, Deutsch & blaue Flecken II“
15:30 Uhr in der Schulbibliothek der Walther-Rathenau-Grundschule

Wochenthema 28. April bis 4. Mai 2014

Das Wochenthema wird seit der 14. Kalenderwoche 2009 veröffentlicht.
Wir wünschen euch in der 18. KW 2014 gutes Gelingen bei der literarischen, künstlerischen Umsetzung des Themas:
 
ausgegrenzt

Gedichte, Geschichten, Fotos, Grafiken etc. könnt ihr senden an:
nlz-ich-schreibe[at]gmx.de

Samstag, 26. April 2014

Osterferien im „Ich schreibe!“ – Bunte Arbeitsblätter, fehlende Scheine



Ein Resümee von Wolfgang Wache

Es waren schöne zwei Osterferientage im NLZ.

„Ich habe gemeinsam mit anderen Werkstattteilnehmern wunderbare Geschichten geschrieben.“, sagte Hanna und klammerte ihr farbiges Blatt an die Wäscheleine neben die anderen Texte. „Das mit der Kiste ist cool.“, meinte Laura, die sich mit dem Ausdenken und Schreiben von Geschichten schwer tut, aber viel Freude an dem Fantasiespiel mit der Holzkiste hat.

Ich bin kein Neuling auf dem Gebiet der kulturellen Bildungsarbeit, sondern ein „alter Hase“, der genau weiß, worauf es bei den künstlerischen Werkstätten ankommt; engagiere mich seit Jahrzehnten für Kunst, Kultur und kulturelle Bildung.

Niemand stellte in den vergangenen beiden Tagen die Frage: Was kostet es? Die Eltern brauchten für die Teilnahme ihrer Kinder an dieser interessanten Werkstatt kein Geld bezahlen. Ich sehe es als Schriftsteller auch als meine Aufgabe, nachkommende Generationen für Literatur zu begeistern und zum Lesen und Verstehen von Gedichten und Geschichten zu befähigen. Gemeinsam mit der Lyrikerin und Pädagogin Yana Arlt mache ich dies alles ohne Bezahlung. So etwas gibt es noch. Wenn auch nicht freiwillig. In der Landespolitik wird viel von kultureller Bildungsarbeit gesprochen. Wege zur Finanzierung der kulturpädagogisch tätigen Kräfte sind im gesamten Land steinig oder gar unpassierbar. So gibt es im Land Brandenburg zwei Künstler, die ihr tägliches persönliches Leben mit geringen Sozialleistungen bestreiten und dabei jeden Tag einen sehr wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildungsarbeit leisten. Manchmal hören wir zwei Initiatoren und „Macher“ des Literaturzentrums die Frage: Wer bezahlt sie denn? Schließlich kann sich niemand vorstellen, dass man auch nur einen Finger rührt ohne dafür Gehalt, Honorar, Diäten oder dergleichen erhält. Aber beschämende Tatsache ist, dass niemand Geld für kulturelle Bildungsarbeit hat. Einen kostenpflichtigen Kurs für die Anleitung zum Schreiben von Gedichten und Geschichten bezahlt niemand in dieser Region. Marktwirtschaftlich gesehen, besteht für künstlerische und kulturpädagogische Angebote keine Nachfrage. Hinzu kommt, dass man Teilnehmer zählen und Stunden, in denen jemand anwesend war, abrechnen kann – den pädagogischen, gesellschaftlichen, künstlerischen oder Lebens-Wert jedoch nicht.
Wie viel ist Ihnen eine Geschichte von Hanna wert? Welche politische und wirtschaftliche Bedeutung hat es, dass Elisa ein Bild von ihrer Familie gezeichnet hat? Wie viel würden Sie bezahlen für ein Heft, in dem zwölf Schreibende aufschrieben und –malten, was für sie „Nicht mit Gold zu bezahlen“ ist? Welcher Stundenlohn ist für mich „angemessen“, wenn ich bei Kindern und Jugendlichen die Freude und Begeisterung an der Beschäftigung mit literarischen und künstlerischen Prozessen wecke?


Nächste Termine: 5. bis 7.Mai 2014 erste Schüler-LITERATUR-Tage in Senftenberg
Zur Eröffnung am Montag, 5. Mai 2014 lesen Schreibende von 4 Generationen ab 15:00 Uhr ihre Texte zum Thema "Junges Glück, altes Glück?" im Kultur- und Freizeitzentrum Pegasus
Detailliertes Programm demnächst auf nlz-ich-schreibe.blogspot.de


Von dem schönen Wunschbild einer Mitbestimmung der Bürger oder „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn …“



„Der Senftenberger Bürgerfonds In Kürze
Der Senftenberger Bürgerfonds bedeutet im Grunde, dass Ihnen als Bürger die Möglichkeit eingeräumt wird, in einem finanziell vorgegebenen Rahmen, Ihr Umfeld bzw. Ihren Bezirk direkt vor Ort mitzugestalten. Denn Sie kennen Ihr Umfeld am besten. Sie wissen wo eventuell eine Bank oder ein Papierkorb fehlt, welcher Verein für seine Projekte Unterstützung benötigt oder wo eventuell etwas verschönert werden könnte.
Um solche kleinen Ideen zu verwirklichen und den Bürgern eine direktere Beteiligung an der Gestaltung Ihrer Stadt zu ermöglichen, wurde im Jahre 2012 der Bürgerfonds eingeführt. Es wurden neun Bezirke gebildet, welchen jeweils Beträge zwischen 1.000 – 3.500 € zur Verfügung gestellt wurden. Mit Hilfe der gewählten Bezirksvorstände und den von den Bürgern eingebrachten und gewählten Vorschlägen, konnten so schon im ersten Jahr einige schöne Projekte verwirklicht werden.  Welche Projekte dies sind, wie das Jahr 2012 verlaufen ist und wie es weiter geht, erfahren Sie in dieser Rubrik.“
Quelle: http://www.senftenberg.de/B%C3%BCrger/B%C3%BCrgerhaushalt-Senftenberg/B%C3%BCrgerfonds
Ich habe mir erlaubt, im vorangegangenen Text einige Unterstreichungen vorzunehmen.
Nun folgt, aus dem gestrigen Posteingang eine:
* * * E-Mail vom 25. April 2014 von Buergerhaushalt@senftenberg.de * * *
Stellungnahme zum Anliegen: "Nr.24/BF14 - Brieske - Aufzeichnungs- und Abspielgeräte für dokumentarische Ton- und Filmaufzeichnungen für die Ortschronisten Brieske-Marga“
Zu Ihrem Anliegen.
[Eingereicht am 02.01.2014] Historisches gefilmt - gesprochen - gezeigt
Zur Forschungs-, Archivierungs- und Präsentationsarbeit einer Ortschronistengruppe gehören z.B. auch das Digitalisieren von historischen Fotos und Filmen, die visuelle und auditive Aufnahme von Zeitzeugenberichten, die Gestaltung von Ausstellungen, das Vorführen von Film- und Tonaufnahmen. Im Laufe des Jahres 2014 werden die Ortschronisten Brieske-Marga individuelle Gespräche mit Marganern führen, die per Filmkamera aufgezeichnet werden. Diese Lebensberichte werden sorgsam archiviert und aufbereitet und bilden somit ein historisches Gedächtnis, das bei öffentlichen Präsentationen die Schriftstücke und Fotografien ergänzen soll. Zur jährlichen Kunstaktion »Grubenlampe«, die sich inhaltlich der (Bergbau-)Geschichte der Region widmet, sollen Filmaufnahmen aus dem Jahr 1961 gezeigt werden. Benötigt werden z.B. Datenträger, Beamer, Leinwand, Soundsystem (incl. Boxen), Bildschirm u.ä → Mit diesem Wortlaut hatten wir unseren Vorschlag im Januar eingereicht.
Anliegennummer
ist die folgende Stellungnahme erfolgt:
Prüfung der Notwendigkeit der Zuwendung ist erforderlich. Die Ortschronisten sind kein eigenständiger (eingetragener) Verein, sondern sind eine Gruppe innerhalb des NLZ "Ich Schreibe" - Es ist zu prüfen wie das Vereinsvermögen verwaltet wird und der Verbleib der Geräte ist zu regeln.
* * *
→ Noch einmal zur Erklärung: Für den Ortsteil Brieske (Dorf und Gartenstadt Marga) stehen 2.300,00 Euro zur Verfügung, in diesem Jahr wurden 10 Vorschläge eingereicht, über die am 5. Mai 2014 abgestimmt wird.

Ich überlasse es dem werten Blogleser sich mit seiner Phantasie und Intelligenz verschiedene Szenarien auszumalen oder eben nur eins und eins zusammenzuzählen...

JA
 

Freitag, 25. April 2014

Zwei Tage Werkstattatmosphäre im Literaturzentrum „Ich schreibe!“



Wolfgang Wache und Yana Arlt packen auf einer Frühlingswiese gemeinsam mit Hanna, Sara, Celina, Elias, Sophia, Laura und Elisa eine große Kiste aus. Für den Vorbeikommenden ist nichts zu sehen aber für die jungen Schreibenden ist es die erste Lektion der Werkstatt. „Es geht darum, die Fantasie und Vorstellungskraft zu schulen. Sie ist die Basis für Geschichten.“, so Wolfgang Wache. Susann Vogel ist Autorin und Vereinsmitglied, sie hat schon mehrere Werkstätten und Aktionen mitgeplant und durchgeführt. Warum die Arbeitsblätter an diesem Morgen verschiedenfarbig sein sollen, erklärt sich ihr nicht auf Anhieb aber sie weiß, dass nichts an einer Werkstatt der Schriftsteller Wache und Arlt zufällig ist. Die Reaktion der Kinder auf die Farbigkeit, die sich zuerst unter einer weißen und schwarzen Pappe versteckt, bestätigt, dass es genau die richtige Idee war. Am Ende des zweiten Tages werden die roten, gelben, blauen und grünen Blätter auf einer Leine festgeklammert sein und die Kulisse für die erste Leseprobe zur 4-Generationen-Lesung bilden. Vier Generationen bei gemeinsamen Veranstaltungen zusammenführen, das funktioniert. Als Klaus Böhnisch seinen frisch entstandenen Text vorliest, kommentiert Celina: „Wow!“. Bernd Lunghard greift das Thema Farben auf und stellt ein eigenes Gedicht vor. Auch bei diesen Reimen gibt es keinerlei Verständnisprobleme zwischen den Generationen. Das gemeinsame Arbeiten, die Teerunden um zehn, die Gespräche im Stuhlkreis, bei allen Aktionen harmonieren die jungen mit den erfahrenen Schreibenden, sie lernen voneinander, respektieren den anderen. Hanna ist 9 Jahre alt und erzählt in einer ihrer Geschichten von Verlust und Trauer, Wolfgang Wache ist 64 Jahre alt und erinnert sich an seine Kinderträume, bei der Schokolade sind sich alle einig, dass die helle am besten schmeckt.
Der Leitfaden für die zwei Schreibtage ist das Thema „Glück“. „Es ist ein so großer Begriff.“, meint Susann Vogel und die 25 Jährige entdeckt, dass es „… ein Pott Kaffee, handgemahlen und –gefiltert, zur Werkstattrunde … Freundschaft und ansteckender Mut“ sein kann und ist. Auch bei der 10-jährigen Celina, dem 80-jährigen Klaus Böhnisch und dem 9-jährigen Elias stehen „Familie oder Freunde“ ganz oben auf der Liste. Es wird eine farbige Lesung am 5. Mai 2014 um 15:00 Uhr im Kultur- und Freizeitzentrum Pegasus. Yana Arlt freut sich auf diesen Nachmittag: „Diese Gedanken und Geschichten dürfen nicht in der Schublade verschwinden und ich hoffe, dass viele Gäste zu der Lesung kommen werden.“

Jeder hatte mit Schreib- und Zeichen-/Malstiften ein Blatt zur Überschrift "Nicht mit Gold zu bezahlen" gestaltet. Zum Abschluss der Werkstatttage gab es für jeden Teilnehmer das eigene Blatt und Kopien von den Blättern der anderen Teilnehmer. Damit nichts verloren geht, gestalteten wir daraus ein Heft.

 JA

Das Literaturzentrum „Ich schreibe!“ lädt ein



Wolfgang Wache und Yana Arlt organisierten ein vielfältiges Programm für die ersten
 

Schüler-LITERATUR-Tage 
vom 5. bis 7. Mai 2014 in Senftenberg.

 Montag um 15:00 Uhr Eröffnung der Schüler-LITERATUR-Tage mit „4-Generationen-Lesung ~ junges Glück, altes Glück?“ im Kultur- und Freizeitzentrum Pegasus.
Dienstag um 15:30 Uhr Buchpremiere „Mathe, Deutsch & blaue Flecken II“ mit Lesung der Autoren. Ab 18:00 Uhr stellt Thomas Bachmann, ein Schriftsteller aus Leipzig, seine Gedichte und Kurzgeschichten in der Bibliothek Senftenberg vor.
Am Mittwoch sind Geschichtenliebhaber ab 14:00 Uhr zur Offenen Schreibwerkstatt im Sternzelt des Literaturzentrums eingeladen, um gemeinsam zum Thema „Was mich glücklich macht.“ Texte zu verfassen.
  
~ Detaillierte Informationen folgen in der kommenden Woche. ~





Mittwoch, 23. April 2014

Frühlingswerkstatt - Tag 1

Zur Frühlingswerkstatt gibt es eine Premiere, erstmals treffen sich junge Schreibende mit erfahrenen Autoren und Schriftstellern. Am ersten Tag entstanden Geschichten für die "4-Generationen-Lesung ~ junges Glück, altes Glück?", die am 5. Mai 2014 zur Eröffnung der ersten Schüler-LITERATUR-Tage vorgestellt werden.





Osterfrühstück der Regionalen Autoren Senftenberg



Gleich am Dienstag nach den Osterfeiertagen trafen sich die Regionalen Autoren Senftenberg, um die nächsten Termine zu besprechen. Osterbrot und krapprote Eier stärkten den Körper, die Gespräche und die Entwicklung neuer Ideen motivierten Geist und Seele.

YA


Dienstag, 22. April 2014

Wochenthema 21. bis 27. April 2014

Das Wochenthema wird seit der 14. Kalenderwoche 2009 veröffentlicht.
Wir wünschen euch in der 17. KW 2014 gutes Gelingen bei der literarischen, künstlerischen Umsetzung des Themas:
 
nicht mit Geld zu bezahlen

Gedichte, Geschichten, Fotos, Grafiken etc. könnt ihr senden an:
nlz-ich-schreibe[at]gmx.de

Samstag, 19. April 2014

Ostern war's



Ostern ( war’s )

Kein Sonnenstrahl das Wasser berührte,
als es mit übermütigen, stillen Schritten
Heil und Schönheit brachte
Im trägen Schlummer vergißt sich schnell das Feierliche,
das unangemessen früh zum Fluß läuft
und die Birkenruten schneidet
und- Steine von Gräbern rollt
Dass der Tod nicht endet, läßt nachlässig werden,
läßt im federwarmen Glauben,
dies sei der Schluß
Doch ist es nur schlafrunkende Dummheit des Späten

Doch hör den Ruf
Von Amseln und Mädchen,
wenn die Siegesgewißheit
auf der Schwelle zum eigenen
die Kehle, lechzend nach Tönen, glühen läßt
und neue Feuer entzündet
- noch wärmend, sorgend bis zum Mai

( Ostern war’s )


Yana Arlt aus "Ostern war's" Text von Zweitausenddrei


Donnerstag, 17. April 2014

NLZettel März + April ist da!



NLZettel künftig persönlich zugesandt bekommen?
Kein Problem!
An nlz-ich-schreibe[at]gmx.de eine E-Mail mit der Nachricht: Bitte mit folgender Adresse in den NLZettel-Verteiler aufnehmen ______@____ 

Inhalt
aktualisierte Terminübersicht 2014
Schüler-LITERATUR-Tage 5. bis 7.Mai 2014
          * PROGRAMM
2. Stammtisch „Ich schreibe!“ 
          * Nachlese
Interaktive Lesung zum 
100. Todestag von Christian Morgenstern 
          * Nachlese
Literatur zum Hören, Fühlen und Mitmachen 
          * Artikel von Renate Hensel
Lyrik 
          * Susann
5 Jahre Wochenthema 
          * alle Themen im Überblick
Etwas zum Schmunzeln 
          * Bernd Lunghard
Und jetzt -

 
Wir wünschen ein frohes Osterfest!

Mittwoch, 16. April 2014

Blumengruß per Post?

Genau so hat mich heute früh unser Briefkasten begrüßt - ein Kavalier mit einer weißen Tulpe zwischen den Lippen ... ¡Olé!
Jetzt steht die Blüte neben meinem Laptop und duftet!
JA

Dienstag, 15. April 2014

zu-erledigen-Liste

Werter Blogleser,
mit Kopf und Bauch ist ja so mancher schon in den Osterfeiertagen oder Osterferien. Wir haben uns für die aktuelle und die nächste Woche viel vorgenommen, denn die Schüler-LITERATUR-Tage vom 5. bis 7. Mai 2014 stehen vor der Tür.
Heute endlich geht "Mathe, Deutsch & blaue Flecken II" in den Druck.
Buchpremiere am 6. Mai 2014 um 15:30 Uhr in der Schulbibliothek der Walther-Rathenau-Grundschule Senftenberg


Der NLZettel März-April 2014 bekommt noch den letzten Schliff und geht als Ostergruß auf Reisen.

Gleich nach den Feiertagen laden wir am Dienstag zu einem kleinen Osterfrühstück ins NLZ ein.

Am Mittwoch, 23. April und Donnerstag, 24. April 2014 treffen wir uns von 8:00 bis 12:00 Uhr zur Frühlingswerkstatt im Literaturzentrum. Es entstehen Texte zum Thema "Was ist Glück?", die am 5.Mai ab 15:00 Uhr bei der 4-Generationen-Lesung vorgestellt werden. An den zwei Werkstatttagen werden auch diese Lesung und die Buchpremiere von "Mathe, Deutsch & blaue Flecken II" vorbereitet.


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Bald sind
OSTERFERIEN !
Bundesland Brandenburg 16.4. bis 27.4.2014

Mittwoch, 23. April 2014 &
                 Donnerstag, 24. April 2014
an beiden Tagen von 8:00 bis 12:00 Uhr
Schreiben und Malen & Zeichnen von Geschichten im NLZ „Ich schreibe!“

Wir erkunden, ob es auf der Wiese vor dem Literaturzentrum
„Ich schreibe!“ vierblättrigen Klee gibt oder ob dort nur ein paar bunte Ostereier liegen, die der Hase verloren hat.
Was macht mich glücklich?
Vielleicht macht mich glücklich, wenn ich endlich einmal genügend Zeit und Ruhe zum Aufschreiben meiner Geschichten habe …

Wir wollen gemeinsam die Lesung „Junges Glück, altes Glück?“ für den 5. Mai 2014 vorbereiten. Diese Lesung findet zur Eröffnung der Schüler-LITERATUR-Tage um 15:00 Uhr im Pegasus statt! Bitte Termin schon in den Kalender eintragen!

- - - - - - - - -Rückmeldung bitte bis 15.4.2014 - - - - - - - - - - - - - - -

Ich melde  _______________________________________
                               Vor- und Nachname

für das Ferienangebot: Schreiben in den Osterferien
im Nachwuchs-Literatur-Zentrum „Ich schreibe!“ an.

Ich gestatte die Veröffentlichung von Fotos.
Ich gestatte die Veröffentlichung von Texten.
er/ sie wird um 8:00 Uhr gebracht
er/ sie kommt allein ins NLZ 
er/ sie darf um 12:00 Uhr allein nach Hause gehen
er/ sie wird um 12:00 Uhr von ____________ abgeholt

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die Angaben für Mittwoch und Donnerstag. 


____________   __________________   _______________
Datum                   Unterschrift                       Telefon
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Mittwochabend sind wir mit dabei, wenn in der Stadtbibliothek Senftenberg die diesjährige Aktion "Senftenberg liest" eröffnet wird.


Ich freue mich, wenn wir uns bei der ein oder anderen Veranstaltung begegnen!

JA

Montag, 14. April 2014

Wochenthema 14. bis 20. April 2014



Das Wochenthema wird seit der 14. Kalenderwoche 2009 veröffentlicht.
Wir wünschen euch in der 16. KW 2014 gutes Gelingen bei der literarischen, künstlerischen Umsetzung des Themas:

Aufwind

Gedichte, Geschichten, Fotos, Grafiken etc. könnt ihr senden an:
nlz-ich-schreibe[at]gmx.de

Samstag, 12. April 2014

Gruß aus der Poetensprechstunde



Einmal im Monat* stehen die NLZ-Türen am Samstagvormittag offen, um sich Rat und Hilfe zum Gedichteschreiben zu holen. Natürlich sind Schreibende; Lesende; Leute, die für künstlerische und kulturpädagogische Projekte Mitstreiter suchen; Literaturbegeisterte; Kunstinteressierte ... jederzeit im Literaturzentrum "Ich schreibe!" willkommen - dieser eine Samstag im Monat bleibt jedoch ganz der Lyrik/ der Poesie vorbehalten.

Für alle Dichter folgt hier ein Zitat, das zur Auseinandersetzung einlädt:

 „[…] Wenn du Schriftsteller bist, so schreibe jeden Tag etwas nieder, und wenn du auch nur den zehnten Teil davon aufbewahrst. Kommt dann deine produktive Periode, so wirst du, was du zu sagen hast, mit doppelter Leichtigkeit und Anmut sagen, du wirst dann wie der Klavierspieler sein, der eines Tages zu phantasieren beginnt und merkt, dass es auf den Tasten fortan kein Hindernis mehr für ihn gibt.“
Christian Morgenstern


* meist der 2. Samstag des Monats

Donnerstag, 10. April 2014

Geschichtenwechsel

Werter Blogleser,
nun wird es aber mehr als knapp. Gestern hat Florian noch eine tolle Geschichte geschrieben, die wir in das Buch "Mathe, Deutsch & blaue Flecken II" aufnehmen werden. Und heute hat sich ergeben, dass wir eine andere Geschichte doch noch auswechseln werden. Stimmt dann noch der bisherige Aufbau? Natürlich nicht. Jetzt muss noch einmal geschoben werden, damit der innere rote Faden straff bleibt. Plötzlich zweifelt man an dem gesamten Buch ... die typischen kalten Füße vor der Druckfreigabe.
Am Dienstag sind die Einladungen für die Eröffnungsveranstaltung der ersten Schüler-LITERATUR-Tage raus gegangen. Susann hat von uns allen die schönste Handschrift und nun hoffentlich keine Sehnenscheidenentzündung.

Schreibkurs im Literaturzentrum "Ich schreibe!" 9. April 2014
JA

Mittwoch, 9. April 2014

"Soll i aus meim Hause raus?"*

Werter Blogleser,
so kann's gehn, wenn man sich auf ein künstlerisches Projekt mit Yana Arlt und/ oder Wolfgang Wache einlässt, die Texte und Szenen lassen einen nicht so schnell los und wirken tage- oder gar wochenlang nach.
Am vergangenen Montag nun erhielt ich von Susann, die mit mir eine Woche zuvor das Leseprogramm zum 100. Todestag von Christian Morgenstern gestaltete, ein kleines Geschenk.
"Gespräch einer Hausschnecke mit sich selbst" war der Text, der als letztes vor dem interaktiven Leseteil mit dem Publikum vorgetragen wurde.
Mehr erkläre ich nicht und lasse das Bild sprechen, das ich heute Morgen machte.


YA
* Anfangszeile des Gedichtes "Gespräch einer Hausschnecke mit sich selbst" von Christian Morgenstern

Dienstag, 8. April 2014

Lyrikplakat 1

Wenn dieses Bild (aufgenommen am 8. April 2014)






auf meinen Text zum Wochenthema der 14. Kalenderwoche 2014 trifft, dann ergibt dies das erste Lyrikplakat:
http://www.verlag-wache.de/aktuelles

YA

Montag, 7. April 2014

Wochenthema 7. bis 13. April 2014



Das Wochenthema wird seit der 14. Kalenderwoche 2009 veröffentlicht.
Wir wünschen euch in der 15. KW 2014 gutes Gelingen bei der literarischen, künstlerischen Umsetzung des Themas:

um Rückmeldung wird gebeten

Gedichte, Geschichten, Fotos, Grafiken etc. könnt ihr senden an:
nlz-ich-schreibe[at]gmx.de

Samstag, 5. April 2014

Was vom Protest übrig bleibt

oder
Schulstundenausfall über den sich niemand freut.


Gründe gibt es verschiedene, wenn es heißt, dass Unterrichtsstunden ausfallen. Im Fall einer Schule in Senftenberg ist es die Häufung von Langzeiterkrankungen von Lehrern. Sechs Prozent der Stunden sind ausgefallen und machen eine gründliche Vorbereitung auf die Abiturprüfungen fast unmöglich.
Wie kann man dem vorbeugen? Helfen Proteste mit kreativ gestalteten Spruchbändern?
"Das Rädchen, das am lautesten quietscht, bekommt am meisten Öl.", hörte ich mal vor langer Zeit von jemandem und seitdem geht mir der Spruch nicht mehr aus dem Kopf.
Ich frage nach Ursache und (Langzeit-)Wirkung.
Ich frage nach Lösungen.
Für die gesamte Bildungslandschaft in Senftenberg, dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz, dem Land Brandenburg, Deutschlands. Dazu gehört auch die Stellung der kulturellen Bildung!
Es müsste ein Quietschen sein, das durch Mark und Bein geht; ein Quietschen, das man nicht ignorieren kann; ein Quietschen, das so ohrenbetäubend und andauernd ist, dass es einen schlecht oder gar nicht mehr schlafen lässt. Lasst es endlich aufhören! Schafft Öl herbei! - würde man den Bürgermeister, den Landrat, den Ministerpräsidenten, die Kanzlerin schreien hören. Ein Bild, wie es Edvard Munch nicht besser malen könnte. Kurzzeitige Proteste bringen leider wenig. In der Dauerhaftigkeit liegt vielleicht der Schlüssel und sie müsste einhergehen mit Unerschrockenheit und einer Prise bitterem Humor. Es soll nur nicht zu köstlich schmecken. Es soll in den Ohren dröhnen, sich bis in den Magen ziehen und pelzig auf der Zunge liegen. Wenn man sich um etwas nicht kümmert, dann rostet, zerfällt, verdorrt es. Kurzzeitig ist die Kürzung oder die Einstellung des Pflegeaufwands positiv für die Bilanz, lässt den Haushalt gut aussehen und dann?
Geld- NOT
Büldunks-NOT
Das war auch eine der Botschaften, die die Schüler, Eltern und Lehrer auf ihre Transparente geschrieben hatten. 

JA


Donnerstag, 3. April 2014

Immer in Bewegung



Werter Blogleser,
kaum ist eine Veranstaltung mit Erfolg „über die Bühne gegangen“, schon wirft die nächste große Aktion ihre Schatten voraus.
Wir arbeiten am letzten Schliff für das Buch „Mathe, Deutsch & blaue Flecken“ Band 2, denn am 6. Mai 2014 wird diese Publikation ab 15:30 Uhr in der Schulbibliothek der Walther-Rathenau-Grundschule Senftenberg der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieser Termin ist etwas ganz Besonderes. Vom 5. bis 7. Mai 2014 finden die ersten Schüler-LITERATUR-Tage in Senftenberg statt. Drei Tage rund um das geschriebene Wort. Es geht ums Schreiben, Lesen, Lesen lassen und Zuhören; um gegenseitigen Austausch und Inspiration.
In den kommenden Wochen werde ich dich immer wieder mal hinter die Kulissen schauen lassen. Auf diesem Blog kannst du erleben, wie die „4-Generationen-Lesung“ Gestalt annimmt oder welche Autoren bei der Buchpremiere von „Mathe, Deutsch & blaue Flecken“ dabei sind und ob Sara ihre Geschichte über die Katze Muse für das Buch noch fertig bekommen wird.

5. bis 7. Mai 2014
Schüler-LITERATUR-Tage
in Senftenberg

Die Plakate hängen schon in einigen Schaukästen der Stadt. Vielen Dank der Stadtverwaltung für diese Unterstützung!


JA

Dienstag, 1. April 2014

Kalenderblatt April 2014



Werter Blogleser,
ich lade dich ein, mit mir zusammen Senftenberg zu entdecken.
Im April ist vielleicht interessanter, von wo aus die Aufnahme gemacht worden ist. Wenn du vom Bahnhof aus die Bahnhofstraße auf der linken Straßenseite in Richtung Altstadt spazierst, dann streifst du bestimmt den Standpunkt. Der Blick auf die evangelische Peter-Paul-Kirche passt in diesem Monat zum Osterfest, das eines der höchsten Feiertage für Christen ist. Der Ostergottesdienst ist der erste, der wieder in der großen Kirche gefeiert wird - in den Wintermonaten finden die Gottesdienste in der Wendischen Kirche statt, die auch Bürgerhaus ist und viel energieeffizienter zu beheizen ist.
Yana Arlt 

Link zur Kalenderblatt-PDF ~  

Christian Morgenstern - aktuell wie eh und je!



Werter Blogleser,
an dieser Stelle DANK, DANK, DANK!
An Kathrin Lachmann, dass ich für die literarische Reminiszenz an Christian Morgenstern ihre Buchhandlung nutzen konnte. Liebevoll war eine Morgenstern-Ecke vorbereitet worden. Das hat mich fast umgehauen. Vor und nach eigenen Programmen stehe ich immer etwas neben mir, bin konzentriert, aufgeregt, angespannt und konnte deshalb nicht einmal die Buch-Plätzchen probieren.
An Susann Vogel, die sich auf das Experiment Morgenstern-Programm eingelassen hat. Jemand, der bei den Vorbereitungen mitdenkt, mittut, den Ideen und Vorstellungen vertraut – das ist Gold wert!
An Wolfgang Wache, der mit der Kamera dabei war und auch sonst durch Präsenz und mir manchmal einfach nur mit einem Zwinkern bei jedem Projekt den Rücken stärkt.
An das zahlreiche und gut vorbereitete Publikum! Die Atmosphäre dieses Abends packe ich in mein Schatzkästchen für trübe Tage.
An Christian Morgenstern für die großartigen Gedanken in Gedicht-, Tagebuch-, Aphorismus-, …form.
An Margarete Morgenstern, die das literarische Erbe ihres Mannes pflegte, ordnete, aufbereitete. „Sie trug sein ganzes Werk auswendig in sich.“ (Johannes Lenz „Erinnern für die Zukunft“).
YA


Foto: Wolfgang Wache


Foto: Wolfgang Wache

Foto: Tenglers Buchhandlung

Literatur zum Hören, Fühlen und Mitmachen Literarische Interaktion zum 100. Todestag von Christian Morgenstern in der Buchhandlung Tengler in Senftenberg



--- Artikel von Renate Hensel --- 
--- Vielen Dank für diese Zeilen! ---
Zu einem kleinen, feinen literarischen Salon verwandelte sich am Montagabend die Buchhandlung Tengler in Senftenberg. Die Senftenberger Literatin Yana Arlt lud zusammen mit Susan Vogel, beide vom NLZ (Nachwuchs-Lieratur-Zentrum), zur Ehrung des Lyrikers Christian Morgenstern (1871-1914) zu einer interaktiven Lesung anlässlich seines 100. Todestages ein. Das Besondere, die Gäste waren zum Vortragen ihrer Lieblingstexte des Schriftstellers aufgerufen und waren aktiv dabei.

Yana Arlt, mit Schlips, Hosenanzug und Schiebermütze äußerlich verwandelt in den Autor,

ließ seine Gedichte und Texte gefühlvoll und ideenreich miterleben, trug eigene, dem Lyriker gewidmete Worte vor. So auch Susan Vogel. Was die beiden auch spielerisch, begleitet mit Instrumenten, gestalteten, wurde zu einem literarischen Erlebnis. „Die heimlichen Rosen“ des Dichters standen verlockend im Raum und wanderten gar nicht heimlich als schöne Erinnerung in die Hände der anwesenden Frauen. Überraschend: Wie trägt man das Gedicht „Fisches Nachtgesang“ vor, das nur mit Zeichen den Rhythmus angibt? Wie wird das „Gespräch einer Hausschnecke mit sich selbst“ zu einem Schneckengespräch? Sollte man dann noch die selbst gebackene Schnecken verkosten? Und wer hätte gedacht, dass der Dichter Verse über einen Fluss macht, der „Die Elster“ heißt?

„Ich bin wie zu Hause“, bekennt Yana Arlt gegenüber ihrem Lieblingslyriker, „weil ich mich verstanden fühle.“

Viel zu entdecken bezüglich der philosophischen und höchst aktuellen Gedanken des Poeten gab es an diesem Abend, zu dem auch die zwölfjährige Schülerin Josie van den Daele aus Hoyerswerda angereist war. Sie hatte sich auf den Vortrag des Gedichtes „Wenn es Winter wird“, welches in vielen Schulbüchern zu finden ist, vorbereitet. Dass auch die anwesenden Männer beim Vortragen dabei waren, gab dem Abend eine besonders harmonische Note. rhs1

---  Fotos, die Rainer Vogel und Tenglers Buchhandlung 
     zur Verfügung gestellt haben --- 
--- Vielen Dank für diese Aufnahmen! ---

Foto: Rainer Vogel

Foto: Rainer Vogel

Foto: Tenglers Buchhandlung