Montag, 18. Februar 2019

27. + 28. April Seenlandtage/ neue Ausstellungen in MARGA / Rückblick 2018

Seit 2015 gibt es die "Seenlandtage" als Saisonauftakt im Lausitzer Seenland.
Auch der Verein Nachwuchs-Literatur-Zentrum "Ich schreibe!" mit den Vereinsräumen in Brieske* ist Mitglied im Tourismusverband Lausitzer Seenland und gestaltet jedes Jahr etwas Besonderes für den Termin im April.


"junge Kunst in MARGA"
Abgabe der Werke bis 21. März 2019
zur detaillierten Ausschreibung

* Begegnungsstätte & Galerie MARGA
Platz des Friedens 2 / 01968 Senftenberg OT Brieske-Marga


* Rückblick 2018 *

Ein weiterer literarisch und bildkünstlerisch aktiver Senftenberger ist Bernd Lunghard. 2018 präsentierte er in der Begegnungsstätte & Galerie MARGA erstmals seine Akte, die unserer Meinung nach viel zu lange in der Zeichenmappe versteckt waren.
Mit der Vernissage "Sitzend Und Stehend" beginnt ein bunter MARGA-Kultursommer 2018.








Sonntag, 17. Februar 2019

Lyrik von NANETTE KUBUSCH

manchmal
möchte
ich
meine Gedanken
ausschalten
alles
vergessen
und
einfach
genießen.
Nicht
an den
Schmerz
denken,
den
Du
mir
zufügst
ohne es
zu wissen.


aus: Autorenkreis Kornblume "Almanach 2017"
(bestellen: nlz-ich-schreibe@gmx.de)
 
"Almanach 2019" ist derzeit in Arbeit / Buchpremiere zum Lausitzer Lyrikfestival im September


Nanette Kubusch
Lesung "Vier Jahreszeiten" des
"Autorenkreis Kornblume"

Nanette Kubusch
Lausitzer Lyrikfestival
Begegnungsstätte & Galerie MARGA


Samstag, 16. Februar 2019

Lyrik von BERND LUNGHARD

56332 Dieblich
Farbenfreude

Es schminkte und tuschte in Dieblich
’ne Dame weit mehr sich als ieblich.
„Mein farbiger Falter“,
sprach schmunzelnd ihr Alter,
„vergiss deine siebzich! Ich lieb dich!“


28876 Oyten
Örtliche Betoybung

Die Ehe versprach in Oyten
der Fritze gleich mehreren Broyten.
Die kriegten dies spitz,
weswegen sie Fritz
hoyt vor allen Loyten verbloyten.


"Neue Postleitzahlen-Limericks" 
aus: Bernd Lunghard "Auf der Rolltreppe"
(bestellen: nlz-ich-schreibe@gmx.de)



Bernd Lunghard
Autorentreff "Regionalautoren Senftenberg"
Begegnungsstätte & Galerie MARGA
Bernd Lunghard
"Auf der Rolltreppe" frisch aus der Druckerei
Bernd Lunghard
Tag der Literatur
Dr.-Otto-Rindt-Oberschule

Freitag, 15. Februar 2019

Lyrik von WOLFGANG WACHE

Antreiben

Ihre Finger
gepaart
mit seinen Fingern
erschließen körperliche
Beschaffenheiten

Pore um Pore

Atem
ihr Atem

ein
Wesen
treibt ein Wesen zum
Handlungsbedarf
der
demaskierten
Leiber

es brennt
im Gesicht
es brennt
auf der Haut
es brennt
im ganzen Körper

sie verlodern in sich
entfalten sich

und spüren
da ist etwas
da war etwas
das bist du
das bin ich
das sind wir

seine Finger
gepaart
mit ihren
berühren
Pore für Pore

treiben

treiben
in sich
hinein
aus sich
hinaus

sie
treiben
es gemeinsam an
das
was
da
antreibt

sie treiben es
stehend
liegend
sie lassen sich fallen

sie vertrauen
ihrer gemeinsamen
Triebkraft

Weckerklingeln

vor dem Bett
liegen
allein seine Shorts

Text aus: Wolfgang Wache "Es zerreißt mich" (bestellen: nlz-ich-schreibe@gmx.de)


Wolfgang Wache
Leseperformance ".Menschen.punkte."
Begegnungsstätte & Galerie MARGA

Wolfgang Wache
"Literarisches Schaffen in Senftenberg
~ Früher, Heute, Morgen"
Wolfgang Wache
"Literarisches Schaffen in Senftenberg
~ Früher, Heute, Morgen"

27. April Start in den MARGA-Kultursommer / Rückblick 2017

27. April 2019 / 14 Uhr
Begegnungsstätte & Galerie MARGA

° Eröffnung der Kinder- und Jugendgalerie mit Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur, Plastik, Installation, Video von jungen Talenten
Bewerbungsschluss: 21. März 2019

° Neue Ausstellung "Brieske-Dorf"


* RÜCKBLICK 2017 *

In einem Jahr hat sich viel geändert/ weiterentwickelt in der Begegnungsstätte & Galerie MARGA. Im April 2017 begrüßten wir die Besucher mit neugebautem Eingangsbereich. Dort kann man besondere Produkte der Region kaufen, in den Regionalpublikationen "Geschichte und Geschichten der Gartenstadt Marga", "Holz in der Gartenstadt Marga" mit Fotos von Zäunen, Bäumen, Baumhäusern, Fachwerk ... , "Gartenstadt Marga - Fotografische Ansichten und Lyrische Einblicke" von Wolfgang Wache und Yana Arlt, "Das schwarze Gold ist verbrannt" und anderen blättern.
Die Rückseiten der Schaufensterwände sind Ausstellungsflächen, die nun regionalen Künstlern die Gelegenheit bieten, ihre Werke zu zeigen. Der Senftenberger Maler Bernd Winkler stellte als Erster aus.

mehr Fotos



  Bücher bestellen: nlz-ich-schreibe@gmx.de





Donnerstag, 14. Februar 2019

Prosa von YANA ARLT

Sein liebstes Motiv ist das rote Sofa im ersten Obergeschoss. Diese Etage besteht nur aus dem Treppenabsatz und dem einen Raum. Die Ottomane steht mit der halben Rückenlehne und der Seitenlehne auf vier gedrechselten Beinen in der hintersten Zimmerecke. Durch Fenster in allen drei Wänden fließt Sonnen- und Mondlicht. Der ausgeblichene Bezugsstoff lässt weitere Gebrauchsspuren erahnen. Vielleicht, wenn man die Skizzenblätter zusammenschieben würde und die aufgeschlagenen Bücher... Er schuf dutzende von Kohlezeichnungen, führte Erinnerungen in Bleistift und Pastellkreide aus. Die Blätter, die nicht eingerahmt im Erdgeschoss hängen, sammeln sich in Mappen.

Sein liebstes Motiv ist das rote Sofa.

Ihr Körper erinnert sich an den Verlauf der Form, ihre Haut an den Samt. Rücken und Beine. Geschwungen. Umschlungen. Das Harte gegen das Fließende.

Auf keinem Bogen Papier, keiner Leinwand ist das rote Sofa zu sehen.

Text aus der Leseperformance .Menschen.punkte.

Yana Arlt
Lausitzer Lyrikfestival / Lyrikgala
Leseperformance .Menschen.punkte.
Yana Arlt
Lausitzer Lyrikfestival
Begegnungsstätte & Galerie MARGA

Yana Arlt
Buchpremiere "Lyrik*LandArt*Labyrinth"
bestellen: nlz-ich-schreibe@gmx.de

27. APRIL: Auftakt MARGA-Kultursommer / Rückblick 2016


Der Saisonauftakt ist für uns immer etwas Besonderes.

In diesem Jahr rufen wir kunstschaffende Kinder und Jugendliche auf, ihre Werke für die Kinder- und Jugendgalerie einzureichen. Diese Ausstellung wird am 27. April 2019 in der Begegnungsstätte & Galerie MARGA eröffnet.
zur Ausschreibung

* RÜCKBLICK Saisonauftakt 2016 *

Buch bestellen:
nlz-ich-schreibe@gmx.de
Kurz nach dem Einzug der Ortschronisten Brieske-Marga Anfang 2016 in das ehemalige Kaufhaus am Marktplatz der Gartenstadt präsentierten wir bereits eine neue Ausstellung. Die Tafeln zum Leben und Arbeiten in Brieske wurden durch Rollups mit Fotografien von Heinz Herzog ergänzt.
Zudem stellten Lausitzer Autoren die Anthologie "Das schwarze Gold ist verbrannt" vor.



Udo Tiffert
las seinen Text "Wandel und Festhalten"
aus der Publikation "Das schwarze Gold ist verbrannt"

Mehr über die Seenlandtage 27. + 28. April 2019

Mittwoch, 13. Februar 2019

Lyrik von STEFAN RESCHKE

Laborliebe


Pipettenspitzenblaue Augen
ergreifen mich wie Nickel Histidin,
als wollten sie Gedanken saugen,
so wie die SpeedVacs Flüssigkeiten zieh’n.


Die zarten Blicke kann ich spüren
fast so wie Latexhandschuh’ auf der Haut.
Im Magen scheint ein Fisch zu rühren,
der dort ganz langsam einen Trichter baut.


Dein Lächeln startet in dem Zuge
in meinem Kopf, als wär’s elektrisiert,
gleich die Gedankenzentrifuge,
die mir meine Gedanken pelletiert.


Befreit vom rationellen Denken,
bleibt nur ein Wunsch im Überstand besteh’n,
und dieser will mich zu dir lenken,
so wie im Feld Ionen wandern geh’n.


Mein Herz schlägt laut, wie Eppis knallen,
die ploppend öffnen, wenn man sie erhitzt,
als wir uns in die Arme fallen
und du ganz zärtlich deine Lippen spitzt.



Gedicht aus dem Lyrikband
Stefan Reschke "Gedichte zum Abhängen"
Buch bestellen: nlz-ich-schreibe@gmx.de


Stefan Reschke
Lausitzer Lyrikfestival

Stefan Reschke
Buchpremiere "Gedichte zum Abhängen"
Theaterschiff Potsdam


SAMSTAG: Vorlesewettbewerb Regionalentscheid OSL

Sehr geehrter Herr Wache,

bereits zum 60. Mal führt der Börsenverein des deutschen Buchhandels einen Vorlesewettbewerb durch und wir haben wieder die schöne Aufgabe, als Veranstalter des Regionalentscheids des Landkreises Oberspreewald-Lausitz aufzutreten.
Ich würde mich sehr freuen, Sie in diesem Jahr als Mitglied der Jury begrüßen zu dürfen. Unsere Veranstaltung findet

am Samstag, 16. Februar 2019, 13:00 Uhr
im Rathaus der Stadt Senftenberg

statt.

[...]

Kerstin Bischoff
Leiterin Stadtbibliothek


Dienstag, 12. Februar 2019

Prosa von ALEXANDER KIENSCH

Sie ist immer viel freundlicher als die anderen Kassierer und Kassiererinnen. Sie hat immer ein strahlendes Lächeln parat, für jeden, ob der Opa, der ewig nach seinem letzten Kleingeld kramt und dann doch mit Karte zahlt, oder der fette Typ mit dem Kampfhund-Tattoo auf der Wade, der mit dröhnender Stimme einen Witz über Ausländer erzählt. Jeder erhält ein strahlendes Lächeln, kleine Grübchen auf den sommersprossigen Wangen, blitzende dunkelgrüne Augen. Vielleicht ist es auch diese Augenfarbe, die mich erwischt hat. Aber egal, woran es liegt, ich kriege sie nicht mehr aus dem Kopf.

Auszug aus der Geschichte "Die falschen Worte"
veröffentlicht in: Alexander Kiensch "Kompott"  
(bestellen: nlz-ich-schreibe@gmx.de)



Alexander Kiensch
Buchpremiere "Kompott"
Stadtbibliothek Senftenberg
Alexander Kiensch
Lausitzer Lyrikfestival

Alexander Kiensch
Lausitzer Lyrikfestival
in der Gartenstadt Marga
Alexander Kiensch
Lausitzer Lyrikfestival
Autorenausflug per Boot durchs Lausitzer Seenland

HEUTE: Kurs "Ich schreibe!"


Auf diesem Kalenderblatt zeigt das Foto den Blick aus unserem Kursraum in Richtung "Reppist". Diesen Ort nahe Senftenberg, der 1974 in die Kreisstadt eingemeindet wurde, gibt es schon lange nicht mehr. Als sich der Braunkohlentagebau ausweitete, musste 1986 der Ort den Baggern weichen. Eines der wenigen verbliebenen Häuser ist das damalige Kulturhaus.

In den vergangenen Jahren waren wir mit jungen Autoren immer wieder auf dem "Reppister Aussichtspunkt". Hier entstand z.B. Monikas Geschichte einer Baggerschaufel, eine junge Eiche erzählte Annett ihre Erlebnisse. Andere Nachwuchsschreiber ließen den Bagger, den Wind, die Lerche, die Glocke ... zu Wort kommen. Gemeinsam mit jungen Malern gestalteten wir eine Performance, die auf einem Videoband gespeichert uns heute manchmal daran erinnert, was für tolle Erlebnisse als "Familie der Schreibenden" wir in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten organisierten und durchführten.

Hier eine Aufnahme aus dem Schreibcamp 2004.
Wie die Teilnehmer sind auch die Bäume
in der Zwischenzeit gewachsen.


 

Montag, 11. Februar 2019

Wochenthema 11. bis 17. Februar 2019

Gedichte, Geschichten, Glossen, Essays, Grafiken, Aquarelle, Fotografien ... zum Thema der  
7. Kalenderwoche 2019
bitte an: nlz-ich-schreibe@gmx.de


   Weil i di mog     


Lied von "Relax"

Lyrik von UDO TIFFERT


Bratkartoffeln


Speck in Streifen, Kartoffeln in Scheiben, Salz
Majoran, Zwiebel kleingeschnitten, Pfeffer
Paprika, Gurke, Kinder bei Oma und Opa.
Halbes Bier für eine ganze Stunde, alle Möbel
drücken sich an die Wand. Sie schaltet das Rauschen
der Dunstabzugshaube ab, sie will hören, will riechen
das jugendliche, das frohe, das laute, das große und
das bunte von damals, als sie auf die Straße trat:
Was wird er sagen, was, er muß etwas sagen... Er
sagte das richtige, das naheliegende... abschmecken,
nachsalzen, noch Pfeffer?... nun scharrt es im Türschloß,
schüttelt er den Regenschirm statt im Bad im Flur aus,
pellt sich aus der nassen Jacke.
Häng die nicht auf, laß sie fallen, lacht die Frau,
ihren Kopf schräg gestellt, bricht der Mann seine
Entschuldigung ab, fassen vier Hände vier Augen zu.
Ich mag, wie du an dieser Stelle hier am Hals riechst,
sagt er. Hast dich beeilt, sie nickt dabei, lacht erneut.
Die Hitze des Herdes schwärzt die Zwiebelstücken.

Udo Tiffert
LAUSITZER LYRIKFESTIVAL

mehr über Udo Tiffert erfahren

Else Lasker-Schüler

* 11. Februar 1869 ~ 150. Geburtstag

+ 22. Januar 1945

Bild: Else Lasker-Schüler


Hingabe

Ich sehe mir die Bilderreihen der Wolken an,
Bis sie zerfließen und enthüllen ihre blaue Bahn. 

Ich schwebe einsamlich die Welten all hinan,
Entzifferte die Sternoglyphen und die Mondeszeichen um den Mann. 

Und fragte selbst mich scheu, ob oder wann
Ich einst geboren wurde und gestorben dann? 

Mit einem Kleid aus Zweifel war ich angetan,
Das greises Leid geweiht für mich am Zeitrad spann. 

Und jedes Bild, das ich von dieser Welt gewann,
Verlor ich doppelt, und auch das was ich ersann.

Bildquelle: www.deutsche-liebeslyrik.de

Samstag, 9. Februar 2019

Gruß aus der Poetensprechstunde* FEBRUAR

Einmal im Monat stehen die NLZ-Türen am Samstagvormittag offen, um sich Rat und Hilfe zum Gedichteschreiben zu holen. Natürlich sind Schreibende; Lesende; Leute, die für künstlerische und kulturpädagogische Projekte Mitstreiter suchen; Literaturbegeisterte; Kunstinteressierte ... jederzeit im Literaturzentrum "Ich schreibe!" willkommen - dieser eine Samstag im Monat bleibt jedoch ganz der Lyrik/ der Poesie vorbehalten.
Für alle Dichter folgt hier ein Beitrag, der zur Auseinandersetzung einlädt. Gern kann man uns zu den Zitaten auch eigene Meinungen und Kommentare schicken, die wir nach Genehmigung des Verfassers auch an dieser Stelle veröffentlichen.

Am Ende sterben Zivilisationen, 
weil sie ihren Politikern zuhören
und nicht ihren Dichtern.

Jonas Mekas


* Poetensprechstunde jeden 2. Samstag des Monats von 10 - 11 Uhr in den Räumen des Literaturzentrums "Ich schreibe!" in Senftenberg / Terminverschiebungen werden auf dem Blog bekanntgegeben.

Freitag, 8. Februar 2019

"Erfolgsgeschichte" wird weitergeschrieben

Alles "alter Käse" von 2005?
Nein, die Idee eines Forums für kulturell-künstlerische Aktivitäten, Förderung des Schreibens, Finanzierungsschwierigkeiten ... sind immer noch aktuell für die Vereinsarbeit im Lausitzer Revier im Süden Brandenburgs!

Artikel von 2005

Immer noch aktuell sind diese Passagen:

Als nach der Wende viele kulturelle Selbstverständlichkeiten wegbrachen, hielt ein Mann an seiner Idee fest, jungen Leuten ein Forum für kulturell-künstlerische Aktivitäten zu bieten und die wunderbarste Selbstverwirklichung, das Schreiben, zu befördern. Wolfgang Wache, ehemals künstlerischer Leiter des Kulturhauses Brieske, ließ sich nicht beirren, „alles, was gut war” zu retten. “Von manchem musste man sich aber auch verabschieden.”

Die Senftenbergerin Jana Arlt, gelernte Erzieherin, welche sich der Lyrik, kreativer Gestaltung und alter Handwerkskünste verschrieben hat, ist aus dem umfangreichen Erlebnisprogramm des Vereins nicht wegzudenken, …

Auf der übersichtlichen und mit aufschlussreichen Fotos gestalteten Homepage des Vereins erhält der Interessent einen sehr informativen Einblick in das Programm mit den dauerhaften Angeboten, zu denen natürlich als Schwerpunkt die Förderung des Schreibens und Lesens gehört.

Dass in dem Auf- und Ab von Finanzierungsschwierigkeiten die Lust zum Weitermachen und zu Neuem ungebrochen ist, konnten diejenigen erfahren, die sich am 6. Mai um 16 Uhr zum Autorenstammtisch trafen, vom roten „Dichterblut“ schlürften und sich beflügeln ließen, mitzuträumen [...] „Am Sonnabend um 10 Uhr beim Literaturfrühstück geht es weiter, da wird über manches geredet, was wir jetzt noch nicht wissen“, sagt Wolfgang Wache mit verschmitztem Blick. So gesehen, kann man dem [Verein] nur wünschen, […] dass es seine Erfolgsgeschichte weiter schreibt mit Menschen, die nicht nur für sich, sondern auch für andere etwas kulturell bewegen wollen.

Eva Strittmatter

* 8. Februar 1930


Anbeginn


Mein Leben setzt sich zusammen:
Ein Tag wie dieser. Ein anderer Tag.
Glut und Asche und Flammen.
Nichts gibt es, was ich beklag.

Früher habe ich so gefühlt:
Irgendwas Großes wird sein.
Inzwischen bin ich abgekühlt:
Es geht auch klein bei klein.

Was soll schon Großes kommen?
Man steht auf, man legt sich hin.
Auseinandergenommen,
Verlieren die Dinge den Sinn.

Doch manchmal sind solche Stunden
Von Freiheit vermischt mit Wind.
Da bin ich ungebunden
Und möglich wie als Kind.

Und alles ist noch innen
In mir und unverletzt.
Und ich fühle: gleich wird es beginnen,
Das
Wunder kommt hier und jetzt.

Was es sein soll? Ich kann es nicht sagen
Und ich weiß auch:
das gibt es gar nicht.
Aber plötzlich ist hinter den Tagen
Noch Zukunft ohne Pflicht.

Und frei von Furcht und Hoffen
Und also frei von Zeit.
Und alle Wege sind offen.
Und alle Wege gehn weit.

Und alles kann ich noch werden,
Was ich nicht geworden bin.
Und zwischen Himmeln und Erden
Ist wieder
Anbeginn.

Eva Strittmatters Gedichte HÖREN  
(Lutz Görner 200-teilige Reihe "Lyrik für Alle")

Donnerstag, 7. Februar 2019

Nachmieter für Vereinsräume gesucht




Einblick in die jetzigen Vereinsräume:


 




Bald werden sich die Räume wieder füllen

Für viele ist es schwer, sich vorzustellen, wie lebhaft es in der Begegnungsstätte & Galerie MARGA zugehen kann. Die beiden Räume können mit geringem Aufwand umgestaltet werden. Bis zu 50 Gäste können Platz nehmen und einer Lesung, einem Vortrag, einer Darstellung auf der Kleinkunstbühne folgen.
Am 27. April starten wir in den Kultursommer 2019!

Hier einige Stellmöglichkeiten:

Gesprächsrunde
mit Sitzreihen für Publikum

"offene" Gesprächsrunde im Bühnenraum
Sitzreihen für das Publikum befinden sich
vor der Bühne

Diese Stellmöglichkeit bietet Platz
für 50 Personen.

Hier finden 18 Personen Platz.
Auf die Leinwand können Präsentationen
oder Hintergrundbilder projiziert werden.