Donnerstag, 2. Oktober 2014

Mit vollem Programm in den Oktober



Werter Blogleser,
gestern starteten wir mit einem vollen Programm in den Oktober.
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Gleich morgens trafen sich die Ortschronisten Brieske-Marga in der neu entstandenen „Begegnungsstätte für Ortsgeschichte und kulturelle Bildung“. Da saßen wir nun und konnten selbst noch gar nicht richtig glauben, dass wir das alles vollbracht haben – die Erstellung der Thementafeln, das Ausstellungskonzept, die Gestaltung der Räume. Sicher ist noch nicht alles so, wie wir es gern hätten; es fehlen noch Tische und Stühle; Tafeln müssen überarbeitet, neu gedruckt, neu eingerahmt werden; ein Teil der Außentreppe ist brüchig… aber seit dem Ausräumen der Ausstellungsräume in der alten Schule 2008 ist es das erste Mal, dass sich die Ortschronisten wieder zuhause fühlen. Zwei Veranstaltungen gab es bereits in den neuen Räumen: den Tag des offenen Denkmals und Wolfgang Waches Projektfinissage „Kornblumen gießt man nicht“ (siehe entsprechende Blogbeiträge). Ein langer beschwerlicher Weg liegt hinter uns. Man könnte sich also für ein paar Momente zurück lehnen und genießen. Aber weit gefehlt. Noch in diesem Jahr gibt es zwei weitere Termine!
Freitag, 28. November 2014
17:00 Uhr
Kunstaktion „Grubenlampe“ II
Samstag, 20. Dezember 2014
14:00 bis 16:00 Uhr
„Advent anno dazumal“
Zum Schmücken eines Baumes suchen wir „alten“ Baumschmuck.
In den nächsten Tagen starten wir den Aufruf, uns persönliche Weihnachtserinnerungen zu schicken. Diese Texte und Fotos werden an diesem Adventsnachmittag vorgelesen und gezeigt.
 


Kaum waren wir im NLZ, hieß es: umschalten auf „Bücherkinder“.
Die neuen Schreibgruppenmitglieder gaben sozusagen ihren Einstand. Zum ersten Mal hörten wir je einen Text von Sara und Max. Zu Beginn gab es einige Irritationen. „Müssen wir ein Gedicht schreiben?“ „Müssen sich Gedichte reimen?“ „Kann ich auch über meine Schule schreiben?“ Natürlich hat jemand, der noch nie bei uns war viele und genau solche Fragen aber schon kamen die Antworten von rechts und links – die „alten Hasen“ gaben Hinweise und Tipps.
nächste Kursstunden: 8. und 15. Oktober
Montag, 20. Oktober + Dienstag, 21. Oktober 2014
jeweils 8:00 bis 12:00 Uhr
Herbstwerkstatt „Verse auf bunten Blättern“



Am Abend besuchte ich eine Veranstaltung im Rahmen der „Interkulturellen Woche“ in Senftenberg. Das Thema war: Masken – Verstecken, Theater oder Wechsel in eine andere Daseinsform?
Leider fiel der theoretische Teil sehr schmal aus; ich hatte gehofft, mehr über die Bedeutung von Masken in verschiedenen Kulturen zu erfahren. Ich weiß, dass das ein umfangreiches Thema ist und sicher am besten von einem Ethnologen vermittelt wird, aber ein bisschen über den Tellerrand schauen und andere Lebenswelten entdecken, ist immer bereichernd. Für mich war natürlich am spannendsten, wie sich die Teilnehmer während des kreativen Teils des Abends bewegen, wie sie mit dem Rohling und den Materialien vor sich umgehen, welche Farben und welches Beiwerk sie aussuchen. Welche Konstellationen ergeben sich innerhalb der Gruppe? Wie reagiert man aufeinander und miteinander? Legte man die fertigen Masken auf den Tisch und stellte man die Gestalter als Gruppe neben den Tisch, könnte man das Werk dem jeweiligen Macher zuordnen? Oskar Wilde meinte einmal: „Eine Maske verrät uns mehr als ein Gesicht.“ Mein Interesse ist geweckt und in einer meiner nächsten Leseperformances wird vielleicht/ sicher eine oder mehrere Maske(n) auftauchen.
Da auf dem folgenden Foto, das Renate Hensel gemacht und mir freundlicherweise zugesendet hat, alle eine (ihre) Maske tragen, erlaube ich mir eine Veröffentlichung an dieser Stelle.




 JA