Dienstag, 12. Juli 2016

Freiheit ~ hat schlussendlich immer etwas mit Geld zu tun

Werter Blogleser,

in meinem aktuellen Wochenthemaankündigungstext habe ich mich mit dem Begriff Freiheit befasst. Darin meine ich: "Eines scheint mir jedoch fast unbestreitbar, Freiheit wird es immer nur partiell und/ oder temporär und nur für einige geben." Besonders in unserer künstlerischen Arbeit, in der Vereinsarbeit und der Verlagsarbeit merken wir, wie schnell die Freiheit an einem leeren Portmonnaie und einem niedrigen Kontostand scheitert. Künstler sind - wie seit Jahrhunderten - immer noch Bettler. Bis auf wenige Ausnahmen wird das Schreiben, das bildkünstlerische Gestalten, das Tanzen und andere schöpferische Betätigungen als Hobby abgestempelt. Als wir vor vielen Jahren ein intensives Gespräch mit einem Lokalpolitiker führten, in dem wir um Hilfe und Unterstützung für unsere Kulturelle Bildungsarbeit baten, fragte uns dieser nach den Berufen, die wir einst gelernt hatten. Ergo: man soll etwas "Ordentliches" machen, sich endlich um eine anständige sozialversicherungspflichtige Tätigkeit bemühen, seine Steuern zahlen, Rentenpunkte sammeln und könne dann am Feierabend, Wochenende oder im Urlaub ein bisschen Kunst und Kultur machen. Vielleicht tue ich diesem Mann Unrecht aber genau mit diesen Gedanken verließ ich das schicke neu eingerichtete Büro des Landtagsabgeordneten im weißen Hemd mit Krawatte. Seit dieser Begegnung hat sich immer noch nichts verändert. Wir kämpfen um jeden Cent, jeden Euro; um Anerkennung und Respekt. Wird sich das für Künstler je ändern?

entdeckt auf einem Ampelmast in Senftenberg
Vielleicht ein Gedanke: Bedingungsloses Grundeinkommen statt Hartz IV
Für so manchen Künstler wäre das eine echte Alternative - auch zu
den drohenden Sanktionen des Jobcenters, wenn man sich nicht
an die "Eingliederungsvereinbarung" hält, in der die "fortgesetzte
Bewerbungstätigkeit zur Beendigung der Hilfebedürftigkeit"
festgeschrieben steht.


Montag, 11. Juli 2016

Wochenthema 11. bis 17. Juli 2016

Das Wochenthema wird seit der 14. Kalenderwoche 2009 veröffentlicht.
Wir wünschen euch in der 28. KW 2016 gutes Gelingen bei der literarischen, künstlerischen Umsetzung des Wochenthemas: 

Was kommt danach?*

* aus: „Der eine fragt: Was kommt danach? Der andre fragt nur: Ist es recht? Und also unterscheidet sich der Freie von dem Knecht.“ Theodor Storm

Gedichte, Geschichten, Fotos, Grafiken etc. könnt ihr senden an:  
nlz-ich-schreibe[at]gmx.de

Samstag, 9. Juli 2016

Gruß aus der Poetensprechstunde JULI*

Einmal im Monat stehen die NLZ-Türen am Samstagvormittag offen, um sich Rat und Hilfe zum Gedichteschreiben zu holen. Natürlich sind Schreibende; Lesende; Leute, die für künstlerische und kulturpädagogische Projekte Mitstreiter suchen; Literaturbegeisterte; Kunstinteressierte ... jederzeit im Literaturzentrum "Ich schreibe!" willkommen - dieser eine Samstag im Monat bleibt jedoch ganz der Lyrik/ der Poesie vorbehalten.
Für alle Dichter folgt hier ein Beitrag, der zur Auseinandersetzung einlädt. Gern kann man uns zu den Zitaten auch eigene Meinungen und Kommentare schicken, die wir nach Genehmigung des Verfassers auch an dieser Stelle veröffentlichen.



Andre schaffen, damit sie das Leben sich sichern; dem Dichter muß es gesichert sein, eh' er zu schaffen vermag.



Christian Friedrich Hebbel




* 2. Samstag im Monat 10:00 bis 11:00 Uhr im NLZ -  
Terminverschiebungen werden auf dem Blog angekündigt. 

Freitag, 8. Juli 2016

Hindernisse überwinden

Werter Blogleser,
wir sind alle auf die ein oder andere Art Brückenbauer.
Brücken dienen als Verbindungsweg, der Hindernisse überwindet - ein Fluss, eine Eisenbahnstrecke, eine Straße/ eine Autobahn, eine Schlucht aber auch Verschiedensprachigkeit, unterschiedliche Kulturkreise, Missverständnisse, Vorurteile, Wut ... Manchesmal bieten sich einem eine Furt, eine Schranke oder ein Tunnel an, um das zu überwinden, was uns den Weg "abschneidet" - vielleicht ist es ein Zeichen, möglicherweise gehen wir den falschen Weg. Oder entscheiden wir uns dazu, große Umwege zu beschreiten, um unseren ursprünglichen Weg fortsetzen zu können und an unser Ziel zu gelangen. Was wird uns auf dem Umweg begegnen, werden wir trotzdem rechtzeitig ankommen. Meist suchen wir den kürzesten Weg, um von A nach B zu kommen, neue Straßen werden quer durch Naturräume planiert, um die Verbindung zu optimieren - wir wollen es gern direkt, gerade, schnell, es soll laufen wie geschmiert, es soll rollen. Wie gut, dass es Menschen gibt, die mit ihrem Geschick, ihrem Fachwissen und Gespür für Stein, Holz, Metall, Kunststoff, Naturfaser- oder Stahlseil und Beton Brücken bauen. Für uns. Damit wir keine Umwege fahren und laufen müssen. Wie wichtig eine Brücke auf unserem täglichen Weg geworden ist, erkennen wir oft erst, wenn sie nicht mehr da ist. Wie selbstverständlich wir Morgen für Morgen den Fluss überqueren ohne auch nur einmal inne zu halten. Aber vielleicht bedarf es der Brücken, die wir täglich zu anderen Menschen aufbauen auch der Pflege und Achtsamkeit. Vielleicht können auch bei diesen Brücken die Trägerseile rosten, das Holz vermodern, der Stein porös werden. Was geschieht, wenn keiner mehr die Verantwortung zum Bau und zum Erhalt trägt.

Ich freue mich, dass du, werter Blogleser, immer mal wieder den Weg zu uns einschlägst. Wo auch immer du diese elektronische Brücke beschritten hast, sie macht die Entfernung zu einem überwindbaren Hindernis.


Die "Pieck-Brücke" (2. Bild von oben) wird nach mehrmonatiger Bauzeit am kommenden Samstag für den Verkehr wiedereröffnet. Für viele Senftenberger bedeutet diese Brückenverbindung über die Bahngleise eine erhebliche Erleichterung und Verkürzung der Wegstrecke z.B. zu verschiedenen Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten. 


JA

Donnerstag, 7. Juli 2016

Sind Sie sicher, dass Sie durch diese Tür gehen wollen?





Sommerbegegnung 2016 vom 3. bis 8. August in Brieske-Marga



Werkstattimpressionen der vergangenen Sommer










* * * *




Einladung ins große Atelier Gartenstadt Marga
3. bis 6. August 2016

3. August um 10:00 Uhr Treff im Platz des Friedens 2, Senftenberg OT Brieske-Marga
Auftakt mit geführtem Spaziergang durch Marga, individuelle künstlerische Arbeit, gemeinsamer Tagesabschluss um 16:00 Uhr

4. August um 10:00 Uhr Treff im Platz des Friedens 2, Senftenberg OT Brieske-Marga
individuelle künstlerische Arbeit, gemeinsamer Tagesabschluss um 16:00 Uhr

5. August um 10:00 Uhr Treff im Platz des Friedens 2, Senftenberg OT Brieske-Marga
individuelle künstlerische Arbeit, gemeinsamer Tagesabschluss um 16:00 Uhr

6. August um 10:00 Uhr Treff im Platz des Friedens 2, Senftenberg OT Brieske-Marga
gemeinsame Erarbeitung der Eröffnungsperformance für das Lausitzer Lyrikfestival 2016, Werkstattabschluss um 16:00 Uhr







Mittwoch, 6. Juli 2016

Öffnungszeiten Begegnung & Galerie MARGA 27.KW 2016

Mittwoch, 06. Juli 2016          10 - 12 & 14 - 16 Uhr
                           10 Uhr Start der Familienführung mit Raz
                           14 Uhr Start des geführten Spaziergangs
Donnerstag, 07. Juli 2016                  14 - 16 Uhr
Freitag, 08. Juli 2016              10 - 12 Uhr
Samstag, 09. Juli 2016           10 - 12 Uhr



Mittwoch ~ 10:00 Uhr Treff aller Ortschronisten zum monatlichen Austausch


verlag*wache wolfgang
ISBN 978-3-94024-25-8
Softcover 20,5 cm x 20,5 cm
52 Seiten schwarz/weiß

Diese Publikation kann man auch als Schmuckband im
Hardcover 30 x 30 cm und Farbdruck bestellen.


Straßenbaumbepflanzung, Hausbäume, Taubenschläge, Birken in Mauerritzen, Hausverkleidungen, Eingangstüren, Zäune, Schnitzwerke, Wagenräder, Bänke, Stalltüren, Fensterläden, Treppengeländer, Treppen, Vogelhäuschen ... Wo bei anderen Bauten schon längst Kunststoffe und Metalle die Oberhand gewonnen haben, ist in der Gartenstadt Marga vielerorts noch das lebendige Material HOLZ zu finden. Die Impressionen von 14 Fotografen sind in diesem Buch veröffentlicht. Im kommenden Jahr soll es nun endlich die Ausstellung "Holz in der Gartenstadt Marga" geben. In der Begegnungsstätte und Galerie MARGA ist nun auch genügend Platz, um die Aufnahmen zu präsentieren.




Montag, 4. Juli 2016

Lyriksplitter

Zum 101. Geburtstag von
Christine Lavant
* 4. Juli 1915




Wochenthema 4. bis 10. Juli 2016

Das Wochenthema wird seit der 14. Kalenderwoche 2009 veröffentlicht.
Wir wünschen euch in der 27. KW 2016 gutes Gelingen bei der literarischen, künstlerischen Umsetzung des Wochenthemas: 
 
unabhängig*

* Heute vor 240 Jahren, am 4. Juli 1776, erfolgte die "Unabhängigkeits-Erklärung der Vereinigten Staaten/ Einstimmige Erklärung der dreizehn Vereinigten Staaten von Nord-Amerika".

Gedichte, Geschichten, Fotos, Grafiken etc. könnt ihr senden an:  
nlz-ich-schreibe[at]gmx.de

Samstag, 2. Juli 2016

JULI - Termine



Senftenberg OT Brieske-Marga
Begegnung + Galerie MARGA
6. Juli 2016
10:00 Uhr Familienführung in der Gartenstadt Marga
14:00 Uhr Führung in der Gartenstadt Marga

Senftenberg OT Brieske-Marga
Begegnung + Galerie MARGA
13. Juli 2016
10:00 Uhr Familienführung in der Gartenstadt Marga
14:00 Uhr Führung in der Gartenstadt Marga

Senftenberg OT Brieske-Marga
Begegnung + Galerie MARGA
15. Juli 2016
10:00 Uhr Sagen der Lausitz

Senftenberg OT Brieske-Marga
Begegnung + Galerie MARGA
20. Juli 2016
10:00 Uhr Familienführung in der Gartenstadt Marga
14:00 Uhr Führung in der Gartenstadt Marga

Senftenberg OT Brieske-Marga
Begegnung + Galerie MARGA
27. Juli 2016
10:00 Uhr Familienführung in der Gartenstadt Marga
14:00 Uhr Führung in der Gartenstadt Marga

Senftenberg OT Brieske-Marga
Begegnung + Galerie MARGA
28. Juli 2016
19:00 Uhr Kunsttreff
Pro Ars Lausitz und Literaturzentrum "Ich schreibe!" laden Interessierte herzlich zum Austausch ein.



Yana Arlt ~ LandArt in der Lausitz ~ Labyrinth aus Steinen am Senftenberger See



Gernot Candolini veröffentlichte eine Aufnahme des Steinlabyrinths
2015 in seinem Buch "Labyrinth, Inspiration zur Lebensreise".

Tanz durch das Labyrinth aus Strandsand vor der Martin-Luther-Kirche Brieske


Freitag, 1. Juli 2016

Juli: In den Alleen zirpt der kühle Schatten

Vierzig Gedichte, die jeweils im Juli entstanden, gruppieren sich in die Kapitel "Sommerquilt", "wir hören es kaum", "Die Erinnerungen sind Waisen", "mein unentschlossenes Heil" und "Wind über meine Gedichte".




Der Klee summt

In der Sonne sitzt
die Trägheit
Unser Morgen dauert
bis ein Uhr mittags
Müde stehst du auf
und brätst uns Spiegeleier

Yana Arlt aus „In den Alleen zirpt der kühle Schatten“




Yana Arlt
"In den Alleen zirpt der kühle Schatten"
ISBN 978-3-940294-83-8
verlag*wache wolfgang
Softcover 14,85 x 10,5 cm
72 Seiten

Das Jahr von März bis Februar komplett