~ Wolfgang Wache ~
Mit jedem Material, das seinen Weg in unser Atelier findet, rückt das Lausitzer Labyrinth ein Stück weiter aus der Vorstellung in die Wirklichkeit.
Die ersten Platten liegen bereit, die Farben warten geduldig in ihren Gläsern, und in der Luft schwingt bereits dieses leise Knistern, das entsteht, wenn ein Projekt beginnt, Form anzunehmen.
Bald werden Linien gesetzt, Flächen entstehen, Texte sich in Bilder verwandeln.
Bald wird aus Holz und Farbe ein Raum wachsen, der Geschichten trägt — unsere, eure, die der Lausitz.
Und während wir die ersten Schritte tun, wächst im Hintergrund schon das Begleitbuch mit: Fotos, Notizen, kleine Beobachtungen, die später erzählen werden, wie alles begann.
Noch ist es still im Atelier, noch ruht alles unter einer dünnen Schicht Erwartung.
Aber nicht mehr lange.
Der Frühling bringt Licht, Wärme und den Moment, in dem der erste Pinselstrich fällt.
~ Yana Arlt ~
Habt
ihr schon einmal ein Labyrinth beschritten? Es ist EIN Weg, der
verschlungen zur Mitte führt - im Gegensatz zum Irrgarten, bei dem es
darum geht, den Weg in die Mitte zu finden. Wir haben diese uralte Form
gewählt, um auf Platten die Geschichte und Geschichten der Lausitz zu
erzählen, die dann als Labyrinth - als Wandelgang durch die Zeitepochen
der Lausitz - aufgebaut werden, aber auch als einzelne Bild- und
Texttafeln aufgestellt werden können.
Die
Ideenfindung hat eine ganze Weile gebraucht und noch müssen wir uns mit
der konkreten künstlerischen Arbeit auf den Platten gedulden. Auf den
ersten "Skizzen" seht ihr eine Brikettfabrik, eine "Schwarze Küche", die
Mittagsfrau, den Torbogen zum Margahof, die Entstehung des
Senftenberger Sees.... Was meint ihr, welche Motive, welche Zeitepoche,
welche Geschichten müssen noch auf die Platten?
