Alle Infos findet ihr HIER
Leben passiert.
Und das Dazwischen
heilt das Meer.
~ ~ ~
Irgendwann steige ich
aus diesem ganzen Drama aus
und werde
Leuchtturmwärter
Textquelle: Küstenglück
~ soweit sind die beiden gar nicht gekommen... Leseratte Raz und Bücherwurm Vermiculus hatten vor dem 1. Advent mit Ostereiern, Geburtstagsstrauß, Halloweenkürbis und Silvesterrakete echt zu tun.
Die Eule Sophia war noch diejenige mit dem meisten Durchblick.
Aber, alle Missverständnisse konnten ausgeräumt werden, niemand wurde verletzt und am Ende gab es die Eröffnung der zauberhaft dekorierten Adventsstube.
Mal schauen, ob der Nikolaus in der vergangenen Nacht etwas für die drei Bücherregalbewohner mitgebracht hat...
~ den neusten Lyrikband von Michael Georg Bregel in der Post! Es ist das vom Autor signierte Exemplar 166.
So, ich bin dann mal für einige Zeit nicht ansprechbar ...
Vielen Dank an den Herausgeber der Lyrikreihe "Lyrik Edition NEUN" Steffen Marciniak!
Der schreibt übrigens auch selbst Verse und war z.B. beim Lausitzer Lyrikfestival 2023 zu Gast.
![]() |
| Steffen Marciniak (hinten sitzend) Michael Georg Bregel (lesend) |
![]() |
| Steffen Marciniak beim 11. Lausitzer Lyrikfestival lesend aus seinem Band "Prinzenverstecke" Lyrik Edition NEUN / 9 |
~ an der Ostsee
Am Morgen nach dem Tag, an dem ich das Labyrinth legte, ging ich noch hindurch... am frühen Nachmittag war es zur Hälfte weggespült... am späten Nachmittag war von den Bögen des Kretischen, begehbaren Labyrinths nichts mehr zu sehen...
Die Vergänglichkeit ist genau das, was ich an der LandArt so mag!
Ich war eine Stunde ganz versunken in die Arbeit, die heftigen Windböen peitschten ins Gesicht, ich war durchgeschwitzt, meine Hände habe ich vor Kälte kaum noch gespürt, der Rücken schmerzte vom stetigen Bücken, zum Glück regnete es nicht... in diesen Stunden denke ich nur noch an das fertige Werk und zweifle, dass ich es jemals zu Ende bringen kann. Und dann ist der letzte Kreis geschlossen, der letzte Stein, das letzte Muschelstück gelegt...
Yana Arlt
Das
Geheimnis des Glücks ist, statt der Geburtstage die Höhepunkte des
Lebens zu zählen.
Jedes Haus sollte ein Zimmer haben, um
darin zu schimpfen.
Gesichtsfalten sind die Pfade, wo das
Lächeln spazieren ging.
Mark
Twain,
eigentlich Samuel Langhorne Clemens 30. November 1835 - 21. April
1910
Genau
genommen, leben sehr wenige Menschen in der Gegenwart. Die meisten
bereiten sich vor, demnächst zu leben.
Phantasie ist die
Gabe, unsichtbare Dinge zu sehen.
Jonathan
Swift
30. November 1667 - 19. Oktober 1745
Auf
der Durchreise
Ich
habe dich auf der Durchreise kennengelernt
und ich hätte dir
ausgesprochen gerne
deine Kirschen entkernt
denn es kommt nicht
häufig vor,
daß andre meine Vorlieben verstehn
und ich
wünschte mir,
ich könnte bei dir ans Eingemachte gehen
Und
ich kriegte von dir einfach nicht genug
du rochst so gut
nach
Bundesbahn-Erfrischungstuch
und wir sprachen über dies
und wir
sprachen über das
wir warn ein explosives Krisengebiet
auf dem
Weltatlas
Und wir fragten uns,
ob die Industrienationen
nicht was machen sollten
und dann wurde uns klar:
Reden war
nicht das, was wir machen wollten
verlegen ließen wir uns
gehen,
ich ließ dich und du ließ't mich
aber irgendwie trafen
dann doch
noch unsre Wege sich
Ich habe dich auf der
Durchreise kennengelernt
und ich hätte dir ausgesprochen
gerne
deine Kirschen entkernt
Und jetzt sitz ich hier
und
weiß beim besten Willen nicht mehr,
was ich machen soll,
denn
ich bin längst ganz woanders
und ich weiß nicht,
ob ich noch
darüber lachen soll
dieses Leben, das ich führe,
ist ein
nicht zu überbietender Skandal
und es hat nur ein Gesetz:
Gar
nichts kommt ein zweites Mal.
Ich habe dich auf der Durchreise
kennengelernt
und ich hätte dir ausgesprochen gerne
deine
Kirschen entkernt
Heinz Rudolf Kunze
30. November 1956
in
den
kelpwäldern
zwischen
den
schwojenden gerten
unter den
ahnungen von
licht das
sich
hoch oben am
flächenhorizont
bricht
wie
sterngeburten
grasen als
wäre hunger nur
ein wirbel
im
gedankenstrom
des schwarmgehirns
einer
schule
schlummernder
seepferde
Michael
Georg Bregel 30. November 1971
Um
groß zu sein, sei ganz: verstelle
und verleugne nichts, was
dein.
Sei ganz in allem.
Und leg dein ganzes Sein
in dein
geringstes Tun.
Dann glänzt in jedem See der Mond
Denn er
steht hoch.
Fernando Pessoa
13. Juni 1888 – 30. November 1935
Einen
guten Rat gebe ich immer weiter.
Es ist das einzige, was man damit
machen kann.
"Sterben ist ein großer Preis für eine
rote Rose," rief die Nachtigall, "und das Leben ist allen
teuer. Es ist so schön, im grünen Walde zu sitzen und zu sehen, wie
die Sonne im goldenen Wagen herauffährt und wie der Mond kommt mit
seiner Perlenkutsche. Süß sind die Glockenblumen, die im Tale
versteckt sind, und das Heidekraut, das auf dem Hügel blüht. Aber
Liebe ist mehr als Leben, und was ist das Herz eines Vogels im
Vergleich mit dem Herzen eines Menschen!
aus „Die Nachtigall
und die Rose“
Oscar
Fingal O’Flahertie Wills Wilde 16. Oktober 1854 - 30.
November 1900
Mehr als mich wirst
du die Erinnerung lieben,
wenn das lebendige Bild hinter den
Schleier entweicht,
wenn nur der schwebende Hauch verwehender
Worte geblieben,
wenn dich der letzte Sinn versunkener Blicke
erreicht.
Dann werd ich ganz dein alterndes Leben
umschließen,
Einsamster unter den Menschen, daß nie deine Seele
verdirbt.
All meine inneren Quellen, die heut noch verborgen dir
fließen,
münden gestillt in dein Herz, und alles Leiden stirbt.
Ite Liebenthal
(eigentlich Ida Liebenthal; 15. Januar 1886 - 30. November
1941
Bitte beachten Sie, dass für die Veranstaltungen, für die der Verein Informationen und Einladungen erhält, der "Ich schreibe!" e.V. kein Mitveranstalter ist. Wir möchten in der Rubrik "aus unserem POSTEINGANG" auf interessante interdisziplinäre, internationale, interreligiöse Formate aufmerksam machen. Die Verantwortung für Organisation und Inhalt obliegt dem jeweiligen Veranstalter!
ich möchte Sie und Euch auf den nächsten Termin des Cottbuser Literatursalons „Sowohl als auch aufmerksam“ im Advent aufmerksam machen. Seien Sie herzlich willkommen!
Der Literatursalon „Sowohl als auch“ lädt am Dienstag, 17. Dezember zur deutsch-tschechischen Lesung ein. Im Mittelpunkt steht Jaroslav Rudiš mit seinem Buch „Weihnachten in Prag“, tschechisch „Vánoce v Praze“. Bekannt wurde Rudiš durch seine „Gebrauchsanweisungen für Zugreisen“ oder „Zug um Zug durch Europa. Von Nachtzügen, Speisewagen und den schönsten Bahnhöfen“.
Es lesen Wolfgang Domeyer (deutsch), Jaroslav Rudiš-Fan und Eisenbahner und Diana Schuster-Šewcowa, sorbische Journalistin und Bohemistin (tschechisch).
Im Buch zieht der Ich-Erzähler durch die Metropole an der Moldau. Es schneit, es ist kalt – und Rudiš kehrt in Wirtshäuser ein. Bei frisch gezapftem Bier trifft er einsame Gestalten. Sogar das Christkind kommt in diese Kneipe und stiehlt sich mit der Straßenbahn wieder davon.
Eine Straßenbahn fährt auch durch die Cottbuser Bahnhofstraße, direkt am Eck51 vorbei, in dem die Lesung am 17. Dezember stattfindet. Beginn ist 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
viele Grüße
Stefanie Krautz
Auch abseits der Literatur gibt es Eck51 eine Reihe schöne Veranstaltungen, auch zum Tanzen und Musikhören: www.eck51.de
* * * * * * * * * * *
Buchvorstellung unter:
Zum 110. Jubiläum der Einweihung der Evangelischen Kirche der Bergarbeiterkolonie und Gartenstadt Marga präsentieren wir stimmungsvolle Fotoaufnahmen des Inneren und des Gebäudes im Wandel der Jahreszeiten.