Dienstag, 12. Mai 2026

Grüße zum Weltweiten Labyrinthtag aus Großsteinberg und Zürich

Bettine

Lieber Wolfgang, anbei ein Gruß von uns aus Großsteinberg. Wir sind verbunden. Herzlich!


 

Also Yana, auch der L-Tag ist schon wieder Geschichte.

Wir waren ca 10-12 Interessierte, Alte, Junge, Kinder, zufällig Vorbeikommende, Männer, Frauen etc. Daraus ergab sich ein einfaches Geschehen mit Einleitung von mir, die eine Fackel entzündete, den Worten Barbara Bianchis um 13 Uhr, dem Durchgang durchs Labyrinth mit dem Friedenslied, von Lydia und Michael musikalisch begleitet, dem Fliegenlassen von aufblasbaren Friedenstauben (siehe Fotos) und Schlusspunkt und noch etwas Beisammensein.

Ich leite Dir in einer2. Mail die Fotos weiter - wie versprochen.

Und wie wars denn bei Dir / Euch ?

mit liebem Gruss aus dem Süden in den Nordosten

Cornelia, Alt Labyrinthe 


 

Hallo Cornelia,
 
das sieht nach guter Stimmung bei euch aus - das Wetter war ja aber auch wirklich sehr passend dazu.
 
Ich hatte gegen elf Uhr begonnen, die Linien des Labyrinths auf der Fläche vor der Martin-Luther-Kirche zu zeichnen, der Sand war durchgesiebt, die kleinen Gießkannen standen zum Ausstreuen des Sandes bereit, ich hatte Zuckerspender mitgenommen, falls Kinder vorbei kommen und mitmachen wollen. Dann kam auch schon Annett von unserer "Trommelgruppe Ziegenfell" und half mir beim Ausbringen des Sandes... schon bei dieser Arbeit ist es immer wieder interessant, wie Vorbeikommende auf das Labyrinth reagieren, welche Gespräche sich ergeben oder ob sie schnell vorbeieilen, bei dieser ungewöhnlichen Aktivität auf dem sonst ungenutzten Platz. Interessiert sind meist die Touristen des Lausitzer Seenlandes, leider selten die Einheimischen, auch kein Ortsvorsteher, Bürgermeister, Politiker o.a. kam vorbei. Wir hatten viele Einladungen verschickt, denn es geht ja beim World Labyrinth Day um das respektvolle und friedliche Miteinander. Ja, ich kenne die Absagenphrasen zur Genüge - wenn denn überhaupt eine Antwort kommt. Aber die, die da waren, bei denen hat das Labyrinth, der Gang hindurch etwas bewegt - Annett hat die Zungentrommel dazu gespielt und so waren wir ganz in diesem besonderen Raum voll Klang und Ruhe, ganz nah bei sich ein jeder. Manchmal denke ich, das ist es wovor sich die Menschen "fürchten" - die Antwort auf die Frage nach dem Selbst. Die Turmuhr gibt uns die Zeit an, die Vibrationen der Trommel umfließen uns, der Straßenlärm rückt weit weg, die Schritte knirschen auf dem Schotter zwischen den Sandlinien. In der Mitte kann man einer Muschelschale eine Perle entnehmen und sie nach dem Verlassen des Labyrinths auf ein Band fädeln und um den Hals oder das Handgelenk tragen ~ als Erinnerung an diese Momente des 2.Mai 2026, an dem auf der ganzen Welt Menschen sich im Friedensgedanken (durch den Ariadnefaden ;-) verbinden
 
Das Foto (ohne untere Bild- und Textleiste) habe ich gerade nach New York geschickt, damit auch der winzige Ort Brieske in der Lausitz in der Fotoshow des Weltlabyrinthtages 2026 dabei ist.
 
Vielen Dank für deine Post 💚
Yana
 

 
 

Montag, 11. Mai 2026

Inspirieren lassen ~ Magiematik


0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144, 233, 377, 610, 987, 1597, 2584, 4181, 6765, 10946, 17711, 28657, 46368, 75025, 121393, 196418, 317811, 514229, 832040, 1346269, 2178309, 3524578, 5702887, 9227465, 14930352, 24157817, 39088169, 63245986, 102334155, 165580141, 267914296, 433494437, 701408733, 1134903170, 1836311903, 2971215073, 4807526976, 7778742049 ~

1,618033988749894848204586834365638117720309179805762862135448622705260462818902449707207204
18939113748475408807538689175212663386222353693179318006076672635443338908659593958290563832
26613199282902678806752087668925017116962070322210432162695486262963136144381497587012203408
05887954454749246185695364
~


3,1415926535 8979323846 2643383279 5028841971 6939937510 5820974944 5923078164 0628620899 8628034825 3421170679 ~

φ = (a + b) / a = a / b ≈ 1.618.

10 + 5 + 20+26 = 61/7

Ist es nicht wun-der-schööööön :-)
Ich bin begeistert und wandle zählend, rechnend und messend durch den Mai.


Yana Arlt

Anne Kristin Euba

Der goldene Schnitt
teilt Zukunft und Vergangenheit -
genau am Punkt des Jetzt.

Der goldene Schnitt
teilt Kopf und Bauch -
genau am Punkt des Herzens.

Der goldene Schnitt
teilt Liebe und Loslassen -
genau am Punkt der Weisheit.

Die Dunkelheit des Lebens:
Sie ist durchschnitten.
Mit dieser einzigen goldenen Linie:
Der Hoffnung.


Textquelle "Der goldene Schnitt": Pinterest

 

Ob sich der Künstler Jürgen von Woyski
beim Herausmeißeln aus dem Sandstein
vom Goldenen Schnitt/ von der Goldener Spirale
inspirieren ließ?

 

 

 

aus unserem POSTEINGANG: 13. Mai / 19 Uhr / Dresden / Premiere "Die Geste 5"

Bitte beachten Sie, dass für die Veranstaltungen, für die der Verein Informationen und Einladungen erhält, der "Ich schreibe!" e.V. kein Mitveranstalter ist. Wir möchten in der Rubrik "aus unserem POSTEINGANG" auf interessante interdisziplinäre, internationale, interreligiöse Formate aufmerksam machen. Die Verantwortung für Organisation und Inhalt obliegt dem jeweiligen Veranstalter! 
 

  

Liebe Welt!


Herzliche Einladung zur Premiere der 5. Ausgabe Die Geste am 13.Mai, 19.00 Uhr in die veränderbar. 

19.30 Uhr Lesung mit Volker Sielaff, Jayne-Ann Igel und Johanna Schwedes

dazu eine Ausstellung der Originalkalligrafien von Silvio Colditz, anschließend wird die Bar natürlich noch geöffnet bleiben.

 

Kommt vorbei und habt einen schönen Abend! Der Eintritt ist frei, dank der 
Unter-stützung der Stadt Dresden!






Als Druckausgabe der kalligrafischen Bibliothek der Poesie ist Die Geste eine einzigartiges Bookzine in dem alle abgedruckten Gedichte zusätzlich kalligrafisch interpretiert werden. Die aktuelle Ausgabe umfasst 108 Seiten im Format DIN A4 mit 49 kalligrafisch interpretierten Gedichten von 30 Autor*innen, Preis: 15 €, ISSN 2751-8841 Herausgegeben und kalligrafiert von silvio colditz. 

Mehr unter www.diegeste.blogspot.com oder www.artderkultur.de  aktuelle Kalligrafien findet ihr vor allem auf www.instagram.com/die_geste_/


Jayne-Ann Igel geb. 1954 in Leipzig, lebt seit 1995 in Dresden. Sie absolvierte eine Lehre im Bereich Wissenschaftliche Bibliotheken in Leipzig. Seit 1988 ist sie freiberufliche Schriftstellerin, ab den 1990er Jahren auch als Lektorin und Herausgeberin tätig. zuletzt: wolken hinterm rollo, Gutleut­Verlag, 2024.

Johanna Schwedes, geboren in Frankfurt am Main, studierte literarisches Schreiben in Leipzig, lebt und arbeitet in Leipzig. Veröffentlichungen: Den Mond unterm Arm, Reinecke & Voß, Leipzig, 2010 und Der Asphalt klingelt, ich geh ran, erschienen ebenda, sowie in Zeitschriften und Anthologien.

Volker Sielaff lebt als Schriftsteller und Publizist in Dresden. Er erhielt 2007 den Lessing-Förderpreis, 2015 die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung für sein literarisches Werk und 2022 das London Stipendium des Deutschen Literaturfonds. Bei AZUR erschien 2026 Fragen an den Yeti.

*****

silvio colditz, *1978 in Stollberg. Kalligraf, Dichter und Herausgeber der kalligrafischen Literaturzeitschrift Die Geste. Lebt in Dresden. Gründete 2006 Der Maulkorb - Blätter für Literatur und Kunst. Betreibt die kalligrafische Bibliothek der Poesie. 2022 erschien sich selbst aufs Spiel setzen, 3 crows publishhing



 

Sonntag, 10. Mai 2026

Mit besten Wünschen

 Renate Hensel

 


 

Wer sein ganzes Leben lang

etwas „verrückt“ war,

braucht auch im Alter

nicht normal zu werden.

 

Textquelle: Pinterest 



 

 

 

 

Samstag, 9. Mai 2026

Gruß zum Wochenende ~ 19kw26

 


 

Kumpel hat seinen Briefkastenschlüssel

verloren, Hausverwaltung hat ihm

einen neuen geschickt, per Post.

Liegt jetzt im Briefkasten.


Textquelle: Ich hör nur Mimimimi

 

Freitag, 8. Mai 2026

DAS WAR: Yana Arlt Lesung zur Finissage der Ausstellung "Ein jegliches hat seine Zeit"

Vielen Dank an Janet Roick für diese Impressionen des Abends.


 

Dank an Ulrike und Annett für das gemeinsame Musizieren.

Dank an Wolfgang für das Lesen eines meiner Wachschen Lieblingstexte.

Dank an das Trauercafe für die Gastfreundschaft.

 

Im September 2026 stellt Wolfgang Wache seine künstlerischen Werke in diesen Räumen aus.

 

 

Montag, 4. Mai 2026

Inspirieren lassen ~ Von nun an getrennte Wege

Er ist weg.
Viereinhalb Monate waren wir zusammen.
Sind überallhin gemeinsam gegangen. Wir waren unterwegs, haben einiges erlebt. Das gemeinsame Weihnachtsfest war schon etwas Besonderes und auch Ostern war eine schöne Zeit zusammen. Suchen und Finden – das war unser Ding. Er hat mich begleitet beim Abholen der Ausstellungstafeln bei der Paketstation und dann beim Aufhängen im Cafe „Lichtblick“. Meine eigene LandArt-Ausstellung. Fünf Tafeln mit Bildern und Texten – ich glaube, er hat meine Naturkunst gemocht; er ist ja selbst jemand, der gern draußen unterwegs ist. Er hat mich dazu gebracht, mehr darauf zu achten, was ich zu mir nehme. Wir reden hier nicht nur von Kaffee, Alkohol, Schokolade..., sondern auch von dem was andere schreiben, sagen, zeigen. „An apple a day keeps the doctor away“ - der Spruch könnte sein Lebensmotto sein und ich plünderte im Supermarkt die Stiege mit den rotbäckigen „Die Anderen“, preisgünstiger, ohne Folienverpackung und sehr wohlschmeckend! Da saßen wir also und schnurbselten Äpfel. Mit leuchtenden Augen habe ich meiner Familie, meinen Freunden und auch vielen, die es vielleicht gar nicht interessiert hat, von ihm erzählt und ihn vorgestellt. Die Geschichte unserer ersten Begegnung ~ wie oft ich die wohl erzählt habe. Ob Kino- oder Tanzabend – er kam mit. Nach der Fastenzeit, gleich nach den Osterfeiertagen beim ersten Milchkaffee im Café war er mit dabei. Also gut, das mit dem lebenslangen Verzicht auf Kaffee das bekomme ich nicht hin, 7 Wochen von Aschermittwoch bis Ostersonntagmorgen waren lang genug. Ob er einen Blick in meine Notate geworfen hat, weiß ich nicht und auch nicht, was er überhaupt zu meinen Versen zu sagen hätte. Aber er hat gelächelt, als ich stolz die über 400 abgeschriebenen und ausgedruckten Seiten der Notate 2025 in den Händen hielt. Er verstand, wie wichtig mir das ist, wie bedeutungsvoll, denn er registrierte jede Stunde, die ich am PC mit dem Abschreiben verbrachte. Fragen kann ich ihn nicht mehr, ob er Gedichte mag, ob er meine Gedichte mag.
Er ist weg.
Der Tag unserer Trennung war schneller heran gerückt als es mir lieb war.
Der 2. Mai kam ja nicht überraschend und es war lange ausgemacht, dass wir ab diesem Samstag im Mai getrennte Wege gehen werden.
Jetzt ist er weg.
Und es ist seltsam.
Und es ist gut.
Vielleicht bekomme ich eine Nachricht von dort, wo er jetzt ist. Von allen Orten, an denen er jetzt sein wird. Ich würde mich über ein Bild von ihm wirklich freuen. Wir hatten ja eine sehr intensive Zeit miteinander.

Yana Arlt


Auch getrennte Wege
gehen weiter