Alexandra "Der Traum vom Fliegen" (Originalversion des Liedes von 1968)
In der Ausstellung "Atelierfundstücke" ist (fast) alles vertreten, was der Künstler Wolfgang Wache zu bieten hat: Linolschnitt, Federzeichnung, Kohlezeichnung, Lyrik, Kartoffeldruck, Aquarellmalerei. Zur Eröffnung hat er sogar das dreidimensionale Werk "Bahnhofsvorsteher" mitgebracht und sich getraut, den surrealen Text, zu dem das Werk entstand, vorzutragen. Diese Art zu schreiben macht Wolfgang besonders viel Spaß, an den Leser oder Hörer stellt es besondere Ansprüche. Aber das Publikum verstand, lachte hier und da und ließ sich einfach mitnehmen in die surrealen Welten des Autors Wolfgang Wache.
Konkreter wurde es dann bei den Worten zu einzelnen Bildern. Seine Liebe zur Clownerie, seine Freude an bildkünstlerischen Experimenten, Motive der Gartenstadt Marga und immer wieder die kleinen Momente des Alltags - in Bild und Vers, diese Vielfalt wird durch die geschickte Werksauswahl richtig in Szene gesetzt.
Zu sehen sind die Werke bis Dezember 2026 im Trauercafe "Lichtblick", in Senftenberg.
Da sind sie, die typischen Rufe der
Wildgänse, wenn sie in V-Formation über den Himmel ziehen. Ein
Reiher erhebt sich fast lautlos, als ich auf dem Radweg am See an ihm
vorüberfahre. Vier Schwäne ziehen über das Graublau des
Septembermorgens. Erwartungsfroh breite ich die Zeltplane auf dem
taufeuchten Gras aus – in fünf Stunden werden wir sehr traurig und
entkräftet die vom Wind verbogenen Zeltstangen ins MARGA-Atelier
ausladen. Wieder einmal hat uns das Wetter in diesem Sommer alle
Pläne vom Tisch geweht. Sehen Raz und Vermiculus auch traurig aus,
schaut mich Sofia vorwurfsvoll an? Unsinn, die Figuren sind nur
aneinandergenähte Stoffstücken, die Köpfe gefüllt mit Watte, die
Augen aus Plast aufgeklebt. Ich deute etwas hinein. Ich projiziere
meine eigene Unzufriedenheit in den Faltenwurf des grauen und braunen
Stoffs, in das Vornüberfallen des Kopfteils, als ich die Leseratte
auf die Trinkflasche ziehe. Ich selbst gebe den Figuren Leben mit der
Bewegung meiner Hand, meiner Finger und meiner Stimme. Nun bleibt
nichts mehr zu tun. Der Samstag war anders geplant. Man bereitet
nicht etwas vor, man plant und probt nicht für einen Abbruch. Was
fange ich jetzt an mit der Leere? Wie stoppe ich das
Gedankenkarrussel in der Zeit, in der sich die Zeiger auf 14Uhr30
drehen, auf 15 Uhr, auf 16 Uhr... jetzt hätten wir... wir würden
jetzt... Die Zeit und Kraft, die wir hineingesteckt haben in die
Vorbereitung dieser Veranstaltung... aber diese „Investition“
berechtigt uns zu nix. Eine Geburtsurkunde ist kein Bon, den man für
1 x Glück, 3 Scheiben Erfolg, 2 Flaschen Erfüllung, 100g Frieden, 6
Packungen Liebe einlösen kann. Niemand kann seine Fehler,
Misserfolge, Enttäuschungen des Lebens in Rechnung stellen. Im
Atelier neben der zusammengerollten Zeltplane, den verbogenen
Stangenelementen, den ungenutzten Bücherkisten und den
unausgepackten Bühnenelementen zu sitzen, den Zetteln in der Hand,
deren Text kein Kind zu hören bekam, das zieht mächtig runter. Und
doch ist da auch Erleichterung – nur die Zeltstange ist verbogen,
nur die Plane ist zerrissen – allen Menschen, die den Versuch
unternahmen, dem Wind zu trotzen, geht es gut. Ich suche nach dem
richtigen Resumee, einer aufbauenden Konsequenz für das weitere
Engagement. Das Stück ist geschrieben. Die Figuren stehen
einsatzbereit auf dem Tisch... ich schaue sie an und ja, da ist ein
leichtes Nicken der Eule zu sehen und ein Grinsen der Leseratte, der
Bücherwurm hat mir zugezwinkert – ja, ganz bestimmt. Auf manche
Dinge können wir uns nicht vorbereiten. Manches geschieht ohne
unsere Billigung und begegnet uns ohne unser Einverständnis. Was
machen wir nun daraus?
Am Sonntag habe ich ein längeres Gedicht
geschrieben, mir einen fabelhaften Film angesehen, war im See
schwimmen, habe wunderbare Gespräche geführt, habe einen liebevoll
zubereiteten Kaffee genossen, habe dem Regen gelauscht und bestätige
– heute, am Montagmorgen - die Worte von Marilyn Monroe „Alles
passiert aus einem Grund. Menschen ändern sich, damit du lernst,
loszulassen. Dinge gehen schief, damit du zu schätzen weißt, wenn
es gut läuft. Du glaubst einer Lüge, damit du lernst, nur dir
selbst zu vertrauen und manchmal bricht etwas Gutes auseinander,
damit etwas Schöneres zusammenkommen kann.“
Yana Arlt
planetgeschichte/ Instagram
Ich
kann immer noch nicht glauben,
dass wir Menschen einen
Planeten
voller Bäume, Früchte, Wasser, Tiere
und
Sonnenschein geschenkt
bekommen haben
und daraus
Schulden,
Kapitalismus, Kriege und
Künstliche Intelligenz gemacht haben.
Schreib mir, was DICH inspiriert.
👈 Nutze gern das Formular.
Eine schöne Woche euch allen! Bleibt / werdet gesund und kreativ!
Präsentationen der Gartenstadt Hellerau, der Gartenstadt Laubusch und der Gartenstadt Wiednitz/ Heye in unseren Ausstellungsräumen der Gartenstadt Marga waren eine gute Ergänzung unter dem diesjährigen Thema "Netzwerke: Denkmale & Infrastruktur".
Die Partner aus Margas "kleiner Schwester" Wiednitz waren gleichmal persönlich angereist. Seit vielen Jahren arbeiten Thomas Mansfeld und Karl-Heinz Weigel an der Bewahrung der Geschichte der Brikettfabrik Heye. Der Architekt Georg Heinsius von Meyenburg, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Gartenstadt Marga entwarf, hinterließ seine Handschrift auch in Wiednitz. Sehr gut zu sehen ist das an den Gasthäusern der beiden Orte.
Während des Sonntagnachmittags gab es nicht nur Gespräche mit Geschichtsinteressierten Gästen sondern es wurden auch neue Ideen für weitere gemeinsame Vorhaben gesponnen.
Gern erinnerten wir uns bei einigen Filmaufnahmen und Fotos an den Besuch der AutorInnen des Lausitzer Lyrikfestivals 2021 in Wiednitz und an den LandArt-Workshop in Heide/ Heye im Jahr 2022.
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| Präsentationstafeln der Gartenstadt Hellerau |
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| Die "Küche" wird zum Infopunkt über die Interessengemeinschaft Heide / HEYE |
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| Thomas Mansfeld (li.) im Gespräch mit Gästen des Tages des offenen Denkmals |
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| Karl-Heinz Weigel (Mitte) ist auch mit 81 Jahren begeisterter Gesprächspartner, wenn es um die Geschichte von Wiednitz Heide / Heye geht. |
Auch in der Martin-Luther-Kirche hatten die Besucher viele Fragen an Ulrike und Annett.
Um 17 Uhr gab es ein gemeinsames, zauberhaft improvisiertes Konzert, das das sakrale Gebäude zum "Klangraum Kirche" machte. Gern möchten wir dieses Format im kommenden Jahr weiterführen. Jeder Klangraum ist anders und im wahrsten Sinne des Wortes EINMALIG!
Der Moment, wenn du merkst,
dass der letzte Zug
vor zehn Minuten
ein Fehler war.
Textquelle Lustige Sprüche über Solitär: Internet
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| Wenke Richter hat 24 Mal dieses herbstliche Motiv aus Kaffee und Fineliner gemalt - für jedes Buch ein individuelles Blatt. In der Edition ist ebenfalls ein Haiku von Wenke veröffentlicht. |
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| Yana Arlt hat 24 Linoldrucke ihres Labyrinths gefertigt. Auch sie las beim Spaziergang das an diesem Festivalwochenende entstandene Haiku. |
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| Bernd Lunghard liest sein Haiku aus der Edition SEPTEMBERWINDE |
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| Detlef Raupachs Haiku gab der Edition den Titel "Septemberwinde". |