Vor einer Woche schrieb ich meinen ersten "Freitagstext" anno 2026 im NLZ.
Oft genug gelingt es uns nicht, wenigstens eine oder zwei Stunden in der Woche kreativ zu sein und an unseren eigenen Ideen zu arbeiten. Da sind Buchhaltung und Aktionsplanung, Öffentlichkeitsarbeit und Workshops, Beiträge zu Ausschreibungen durchsehen und Korrespondenzen zu erledigen etc. Diese wichtigen Arbeiten bereiten uns Freude, sie sind zeitintensiv und fordern all unsere Kräfte, denn die Texte eines jungen Schreibenden zu lesen und ihm Tipps zusammenzustellen, ist nicht in einer Stunde getan; eine Idee für den Kreativen Donnerstag zu entwickeln und die Materialien zu organisieren und vorzubereiten, das dauert seine Zeit; Anschreiben und Pressemeldungen zu verfassen und sie zu verschicken, das nimmt einige Stunden in Anspruch... Doch dann gibt es diese Stunde am Freitag, in der man sich vom PC loseist, das Schreibbuch und den Bleistift zur Hand nimmt, sich von all den Ereignissen der Woche, dem leiser werdenden Trubel auf dem Margahof inspirieren lässt, sich all das "Musst du noch" und "Darfst du nicht vergessen" abstreift und dann ist sie da: die erste Zeile. Sie gibt den Ton an, der sich in Schallwellen über das weiße Papier ausbreitet, wie eine Glocke angeschlagen wird ~
Yana Arlt
Einige dieser Freitagstexte - meist aus den Winter- und späten Herbstwochen, weil die Frühlings- und Sommerwochen und Wochenenden gefüllt sind mit Aktionen - findest du in den Publikationen des "
Autorenkreis Kornblume".
10 Texte meiner Freitagslyrik gibt es z.B. im "Almanach 2021" und ich vermute, dass sich einige bis zur neuen Ausgabe der Buchreihe im Jahr 2027 ansammeln werden.
Aufmerksame Leser unseres Blogs wissen, dass es viele weitere Aktionen gibt, die auf besonderen Wegen "zu uns" kamen und sich über die Jahre etabliert haben.
Viele Jahre gab es das "Wochenthema", das sich 2022 in "Inspirieren lassen" wandelte.
Es gibt den Aufruf zur "Kreativen Stunde vor Sonnenaufgang" am letzten Dienstag des Monats um 4 Uhr früh ~ 27. Januar 2026, 24. Februar 2026, 31. März 2026 ~
Es gibt den Aufruf für Beiträge für die "Türchen ins neue Jahr" (immer vom 25 Dezember bis 6. Januar auf dem NLZ-Blog) und für den NLZettel SPEZIAL zum "Welttag der Poesie" (21. März). Bis zum 1. März 2026 können Texte und Bildpoesie zum Thema "Laternenlyrik" eingesendet werden.
Eine Aktion, die noch läuft, widmet sich dem Schriftzug des Lausitzer Lyrikfestivals auf unseren Plakaten. Wir zeigen, wodurch Wenke Richter zu den Buchstaben L Y R I K inspiriert wurde und freuen uns auf Haiku zu den 3 Konsonanten und den 2 Vokalen.
Es gibt Themen für "Lyrikzin" Ausgaben, wie z.B. Lyrikzin 8 "DichterInnen schreiben fiktive Liebesbriefe und Gedichte über die Liebe", Lyrikzin 9 "Bildpoesie", Lyrikzin 7 "S~E~E" und Lyrikzin 10 "Liedtexte", die in den vergangenen Jahren erschienen sind.
Schaut gern auf unseren NLZ-Blog, auf die Website des "Ich schreibe!" und in den NLZettel, dort erfahrt ihr mehr über Aufrufe, Mitmachangebote, Workshops, Pleinairs u.a.