Gerade werden die Bilder gerahmt und die Textposter sind in der Druckerei in Arbeit . . .
Hier gibt es schonmal das Plakat!
Infos vom Künstler Wolfgang Wache gibt es HIER
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Weitere Infos über den "Ich schreibe!" e.V.
http://www.nlz-ich-schreibe.de/?page_id=2
Sehr geehrte Redaktion,
zu dem von mir heute gesprochenen Text möchte ich als Vorsitzender des Nachwuchs-Literatur-Zentrums "Ich schreibe!" e.V. einige wichtige Erläuterungen ergänzen – und zugleich meinen herzlichen Dank dafür, dass Radio Cottbus wesentlich dazu beiträgt, dass Vereinsarbeit in der Lausitz sichtbar wird. Diese Wertschätzung stärkt uns und ist ein bedeutender Beitrag zur kulturellen Selbstbehauptung unserer Region.
Unsere Vereinsarbeit verfolgt das Ziel, kulturelle Bildung in der Breite zu fördern. Die Kunstwerkstätten unseres Vereins befinden sich in Brieske, in der Gartenstadt Marga, auf dem Margahof. Diese Werkstätten sind offene Räume – keine Kurse, keine Unterrichtsformate. Jeder Mensch kann sie nutzen und sich in die verschiedenen Kunstprojekte einbringen. Entscheidend ist der Wunsch, kreativ tätig zu werden und gemeinsam mit anderen künstlerische oder literarische Prozesse zu gestalten.
Jana Arlt und ich begleiten diese Arbeit als Lyrikerin und Lyriker, Künstlerinnen und Künstler, die selbst mit großer Leidenschaft und – ja – einer gewissen Besessenheit an ihren Projekten arbeiten. Gleichzeitig ist es wichtig zu betonen, dass neben uns viele weitere Literaten und Künstlerinnen und Künstler als beratende Anleiter tätig sind. Sie bringen ihre eigenen Handschriften, Erfahrungen und künstlerischen Perspektiven ein und machen die Werkstätten zu einem vielfältigen, lebendigen Ort des Austauschs. Diese kollektive künstlerische Kompetenz ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit.
Zu unserer Arbeit gehören auch literarische Ausschreibungen, etwa für die Lyrikzeitschrift "Lyrikzin" oder den Band "Mathe, Deutsch & blaue Flecken". Ebenso entwickeln wir Formate wie unser Puppenspiel mit der Leseratte Raz, unserem Bücherwurm Vermiculus und der Leseeule Sophia, mit dem wir versuchen, die junge Generation spielerisch und fantasievoll an Lyrik und Literatur heranzuführen.
All diese Aktivitäten – Werkstätten, Lesungen, Performances, Ausstellungen, Arbeitsgruppen und jährliche Aktionen – bilden gemeinsam den kreativen Wald, durch den der gesprochene Text führt. Sie sind Ausdruck einer offenen, lebendigen Kulturarbeit, die wir in der Lausitz weiter stärken möchten. In einer Region im Wandel ist Kultur nicht nur ein schöner Zusatz, sondern ein identitätsstiftender Kern. Sie schafft Zusammenhalt, Selbstbewusstsein und Zukunftskraft.
Für diese kulturfördernde Arbeit freuen wir uns über jede Spende. Sie hilft uns, weiterhin frei zugängliche Kunst- und Bildungsräume zu gestalten und Menschen jeden Alters für Kreativität zu begeistern.
Mit
freundlichen Grüßen
Wolfgang Wache
Vorsitzender
Nachwuchs-Literatur-Zentrum "Ich schreibe!" e.V.
Brieske, 11. August 2026
Wenn Leseratte Raz im Bücherregal
grunst!
Ist das dann schon Dichtkunst?
Die Leseratte Raz spaziert durch Brieske-Dorf und lernt viele neue Freunde kennen. Das Schaf, die Kuh, das Schwein und die Ziege erzählen ihm, wie das Leben auf dem Dorf ist. Nun will Raz gemeinsam mit seinen Freunden Bücherwurm Vermiculus und schlaue Eule Sofia eine große Ballade dichten. Kann das gut gehen?
Da stehen wir also … im Dunklen …
im Schatten … kollektiv.
Sind hier hinauf getapselt, auf die
Anhöhe, die früher einmal bewaldet war. Dann wurde ein Großteil
der Bäume gerodet. Militär braucht Sichtfreiheit. Schießfreiheit?
Einsicht. Aussicht. Durchsicht. Sandgrube. Mülldeponie. Trümmerberg.
Es gibt vielleicht einige von den Hunderten, die stehen auf 164 m ü.
NN … wir sind etwas darunter. Ich habe keinen Höhenmesser dabei.
Aber ein Taschenmesser mit Flaschenöffner. Prost. Die Flaschenböden
klirren aneinander. Ein Vorübergehender witzelt: „Na, welche Band
spielt denn heute hier?“ Ich gebe mir keine Mühe, eine
schlagfertige Antwort zu finden. Nur der Song „Here comes the sun“
geht mir jetzt nicht mehr aus dem Kopf. Na dankeschön. Vielleicht
klimpert irgendwo doch jemand auf der Klampfe – Jubel und Applaus
setzen ein. „There goes the sun“. Steht knapp über dem Horizont,
der mit Heißluftballons dekoriert ist. Alles geht sehr langsam und
doch rasend schnell. Es ist hell. Es ist dämmrig. Es ist dunkel. Es
ist hell. Ein letztes Aufleuchten. Es ist dunkel. Es ist finster.
Finster mit einem Dutzend Verglühspuren am Himmel. Ich konnte sie
sehen – von meiner Hängematte im Garten aus. Über dem wilden
Wein. Zwischen Flieder und Maulbeerbaumkrone. Dann wären mir fast
die Augenlider zugefallen. „Geh ins Bett“, flüstert mir jemand
ins Ohr, „es war ein langer Tag.“ Ein ganz normaler Dienstag im
August. Einer, der ganz anders endete als ich ihn zu Beginn geplant
hätte. Er wurde zu 90% anders als am Morgen mit Kaffee auf der
Gartenbank vermutet. Prost! Prost, auf solche Tage! Mit einem
Sonnensichellächeln im Bett liegen und noch einmal die Wünsche
vorüber schnuppen lassen. Eins ~ Zwei ~ Drei ~ Vier ~ Fünfffff ~ Sechssssss
Yana Arlt
Ich
hab von der Sonnenfinsternis nichts gesehen.
Der Mond war voll im
Weg.
Textquelle: DEBESTE
Unser Angebot für junge DichterInnen - bitte nehmt mit uns Kontakt auf, wir können individuelle Anpassungen vornehmen, z.B. bei der Uhrzeit des Beginns.
Veranstaltungsort:
MARGA-Atelier
Platz des Friedens 2
01968 Brieske
Busverbindung ÖPNV von Senftenberg nach Brieske:
Buslinie 622 von Senftenberg/Busbahnhof in Richtung Lauchhammer, bis Haltestelle "Brieske Ost, Markt"