Samstag, 10. Juni 2017

Gruß aus der Poetensprechstunde* JUNI

Einmal im Monat stehen die NLZ-Türen am Samstagvormittag offen, um sich Rat und Hilfe zum Gedichteschreiben zu holen. Natürlich sind Schreibende; Lesende; Leute, die für künstlerische und kulturpädagogische Projekte Mitstreiter suchen; Literaturbegeisterte; Kunstinteressierte ... jederzeit im Literaturzentrum "Ich schreibe!" willkommen - dieser eine Samstag im Monat bleibt jedoch ganz der Lyrik/ der Poesie vorbehalten.
Für alle Dichter folgt hier ein Beitrag, der zur Auseinandersetzung einlädt. Gern kann man uns zu den Zitaten auch eigene Meinungen und Kommentare schicken, die wir nach Genehmigung des Verfassers auch an dieser Stelle veröffentlichen.

Lyriker sind Hungerkünstler. Und Hunger führt bekanntlich zu Phantasmagorien.

Gerd W. Heyse


* Poetensprechstunde jeden 2. Samstag des Monats von 10 - 11 Uhr in den Räumen des Literaturzentrums "Ich schreibe!" in Senftenberg / Terminverschiebungen werden auf dem Blog bekanntgegeben.

Freitag, 9. Juni 2017

10 Jahre ~ Ein persönlicher Rückblick von Alexander Kiensch


Foto: Wolfgang Wache, Vereinsvorsitzender, begrüßt das Vereins- und
Vorstandsmitglied Alexander Kiensch zur Feier anlässlich des
10-jährigen Bestehens
des Nachwuchs-Literatur-Zentrum "Ich schreibe!" e.V.



Zehn Jahre
Alexander Kiensch

Zehn Jahre
sind vergangen

verliebt, gelernt, verlassen
geweint, gelacht
gefeiert
verloren
gelitten, Angst gehabt
bestanden
gewagt, gehofft, geträumt
wieder und wieder geliebt
abgeschlossen
bereut und Fehler gemacht
so viele Fehler gemacht
die Zeit genossen
und sie wie im Flug verstreichen lassen
ganze Nächte durchgemacht
getrunken und geredet
vor dem erhellenden Horizont
Mich viel zu oft gefragt: Wozu
Chancen verpasst
Chancen ergriffen
Hoffnungen enttäuscht
Hoffnungen erfüllt
Menschen, die mir viel bedeuten,
wehgetan
Menschen kennen gelernt
die ich nie mehr missen möchte
mich verändert

einfach ein Leben gelebt
zehn flüchtige Jahre lang

Wie, um Gottes Willen, konnte das geschehen?

Donnerstag, 8. Juni 2017

Zu Gast in der Reihe "Grubenlampe" - Kerstin Becker

Samstag, 10. Juni 2017
19:00 Uhr

KERSTIN BECKER

mit ihren Versen in der
Begegnungsstätte & Galerie MARGA
Platz des Friedens 2, 01968 Senftenberg OT Brieske-Marga


Kerstin Becker
beim Lausitzer Lyrikfestival 2014

Kerstin Becker liest auf dem Hof des
ehemaligen Gutes "Viktoriahof".
Lausitzer Lyrikfestival 2015

HIER geht es zur Homepage der Autorin.

Mittwoch, 7. Juni 2017

Kerstin Becker liest am kommenden Samstag ihre "schonungslos direkte Lyrik"

Werter Blogleser,

"Diese Poesie spricht vom Kreatürlichen. ... Sie tut es ungeschönt und stark, durch eine sinnliche, klangintensive Sprache, deren schonungslose Direktheit nicht nur aufwühlt, sondern mitunter auch schmerzt", formuliert Ilma Rakusa und meint die Gedichte der Dresdner Lyrikerin und Kinderbuchautorin Kerstin Becker. Die schonungslose Direktheit bezieht Kerstin Becker aus ihrem persönlichen Lebenslauf, denn wer Friedhofsgärtnerin, Schriftsetzerin und Erntehelferin war, der eignet sich einen Blick auf das Wesentliche des Lebens an. Ihre Bücher tragen die Titel „Biestmilch“ und „Fasernackte Verse“, denen schon auf den Einband geschrieben steht wie kompromisslos die Lyrikerin mit sich und ihren Nächsten umgeht.
Wir laden dich zu dieser Lesung einer außergewöhnlichen Lyrikerin herzlich ein. Kerstin Becker war bereits mehrfach beim Lausitzer Lyrikfestival zu Gast und hat mit ihrer Sprache, ihren Sprachbildern eine exklusive Atmosphäre geschaffen.
Bitte leite diesen Veranstaltungstipp auch an Bekannte, Freunde, Interessierte weiter.
Gern reservieren wir dir auch Karten für unsere Veranstaltungen! Tel.:03573-147663 / E-Mai: nlz-ich-schreibe@gmx.de

Begegnungsstätte & Galerie MARGA
Samstag, 10. Juni 2017
19 Uhr
Kerstin Becker mit ihrer Lyrik 
zu Gast in der Reihe "Grubenlampe"






Nächste Veranstaltungen in der Begegnungsstätte & Galerie MARGA,
Platz des Friedens 2, 01968 Senftenberg OT Brieske-Marga:
7. Juni
16 Uhr liest in der Reihe "Literarische Wanderbaustelle" Wolfgang Wache eine Auswahl seiner Texte
14. Juni
16 Uhr liest in der Reihe "Literarische Wanderbaustelle" Yana Arlt eine Auswahl ihrer Texte
18. Juni
14 - 17 Uhr beim Kunstraum MARGA ist im Juni Clown HUSCH zu Gast und verZAUBERt große und kleine, junge und reife Kinder

Dienstag, 6. Juni 2017

Glücksmoment


Erste frische Gartenerdbeeren ~ mmmmhhh!
Foto: JA

Wochenthema 5. bis 11. Juni 2017

Das Wochenthema wird seit der 14. Kalenderwoche 2009 veröffentlicht.
Wir wünschen euch in der 23. KW 2017 gutes Gelingen bei der literarischen, künstlerischen Umsetzung des Wochenthemas: 

KLEMMEN
 
 
Gedichte, Geschichten, Fotos, Grafiken etc. könnt ihr senden an:  
nlz-ich-schreibe[at]gmx.de

Montag, 5. Juni 2017

Schon vorbei ~ aber längst noch nicht zu Ende!


Die richtigen Leute waren zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort! Vielen Dank ALLEN für die großartigen Stunden mitten in der Gartenstadt Marga. Es gab wohlgesetzte Worte und freundliche Glückwünsche, es gab Geschenke und Bekenntnisse; für unsere Talente und Ambitionen gab es am Abend auch noch den Wachstums- und Entwicklungsfördernden Regenguss, der an unsere Fenster klopfte wie ein Freund auf die Schulter zur Aufmunterung und Ermutigung.













Viele Momente (und Gäste) gibt es auf keinem Foto, sie bleiben nur als Bilder in unserer Erinnerung gespeichert.


Samstag, 3. Juni 2017

2007 ~ 2017 // 2015 // 2016

Der Nachwuchs-Literatur-Zentrum "Ich schreibe!" erlebte einige Ortswechsel und probierte so manche Spielstätte. Ob in Klassenräumen oder in Bibliotheken, in Cafes oder auf Campingplätzen, auf der Hintertreppe oder im verfallenden Zechenhaus, im Plattenbau oder in einer alten Molkerei, im Schloss oder im ehemaligen Kaufhaus ... jeder Ort hat seine eigene Atmosphäre und kann den offenen Geist inspirieren. Herausforderungen ergeben sich dabei natürlich auch. Letztendlich bleibt entscheidend wie man mit den Gegebenheiten umgeht, wie man sich selbst einbringt, ob man darauf wartet, dass es irgendwie besser wird oder ob man mitgestaltet. Vielleicht ist es das Los des Künstlers nie an einem Ort allzu heimisch zu sein/ werden zu können. Und wenn doch, dann wird er diesen Ort immer wieder neu sehen und neu gestalten. Ein Haus, ein Raum ist eine Bühne - wandelbar.

2015 begann die "Lausitzer Literatursammlung" mit zwei Regalen.
Fast ausschließlich aus dem privaten Fundus von
Wolfgang Wache und Jana Arlt zusammengestellt, fand sich
aber bereits der ein oder andere Lausitzer Autor, der seine
eigenen Publikationen zur Verfügung stellte. Uns erreichten
auch Spenden aus Privatbibliotheken.
Im Platz des Friedens 2 wird sich nun eine Bibliothekarin
ehrenamtlich der Katalogisierung widmen. Ein großer Wunsch
bleibt die literaturwissenschaftliche Aufarbeitung, Betreuung
und Nutzung des Fundus'.

Seit dem Umzug der Ortschronisten Brieske-Marga 2016
hat sich viel im ehemaligen Kaufhaus getan.
Diese und andere Kraftanstrengungen der letzten Jahre
haben sich für uns bereits gelohnt. Die Besucher der
Ausstellungen und Veranstaltungen bestätigen und bezeugen
es. Heute, am 3. Juni 2017 feiern wir deshalb vor allem UNS
und danken jedem, der ein Teil dieses Weges war!


Freitag, 2. Juni 2017

2007 ~ 2017 // 2013 // 2014

Wolfgang Wache ist immer darauf aus, sich mit kreativen Menschen auszutauschen und zu vernetzen. Oft lassen es die Strukturen, die z.B. durch die Förderpolitik geschaffen werden, nicht zu. Jeder Künstler ist einzigartig aber durch den Kampf um die wenigen Gelder wird eine Wettbewerbssituation geschaffen, in der jeder noch "besser" oder "ausgefuchster", "schneller" oder "marktschreierischer" sein muss. Gemeinsam könnten unglaubliche Ideen umgesetzt werden, so aber kämpft jeder für sich und nennt den anderen seinen "Konkurenten".

Im Lausitzer Boden wachsen sehr genügsame Pflanzen und
mancher Exot. 2013 lud Wolfgang Wache Dichter aus ganz
Deutschland nach Brieske-Marga zum ersten Lyrikfest ein.
Zu manchen besteht bis heute Kontakt und es ergaben sich
sogar gemeinsame Projekte.
Mit Benedikt Dyrlich (ganz rechts) besteht eine Zusammenarbeit
in Vorbereitung und Durchführung des diesjährigen
39. internationalen Festes der sorbischen Poesie.
Am 13. August 2017 sind deutsch- und sorbischsprachige
Dichter in der Begegnungsstätte & Galerie MARGA zu Gast.

2014 - Oft trägt pädagogische Arbeit erst nach Jahren Früchte
und manch einer erfährt nie welchen entscheidenden Einfluss
er auf die Entwicklung eines jungen Menschen hatte.
Zur Finissage "Kornblumen gießt man nicht" saßen viele
junge Autoren im Publikum und erlebten ihren Mentor und Förderer
Wolfgang Wache einmal als Bühnenkünstler.


Donnerstag, 1. Juni 2017

2007 ~ 2017 // 2011 // 2012

Immer wieder suchen wir für unsere Projekte Partner, Förderer und Unterstützer. Aber es ist nicht immer einfach "mit uns", denn wir haben einen hohen Anspruch vor allem an uns selbst. Die Zusammenarbeit mit kreativen Menschen stellt so manchen vor große Herausforderungen. Was heute noch unbedingt notwendig ist, kann morgen schon vollkommen verworfen werden.

2011 - Leicht war es nicht, vom Konzept der "Poeteninsel"
zu überzeugen. In einem ehemaligen Klassenraum entstanden
durch mobile Trennwände Rückzugs-, Verweil- und Leseorte.
Mit den "Autorenrahmen" präsentierten sich die Wortkünstler
einmal auf eine ganz andere Art und Weise.

Mit dem Kultur- und Freizeitzentrum "Pegasus"
haben wir gute Partner an der Seite - z.B. als wir 2012 das
Außengelände mit der Open-Air-Bühne für unser
Vereins- und Verlagsfest "Armer Poet" nutzten.