Mittwoch, 30. September 2026

Danke, September

Der letzte Tag eines ereignisreichen, bedeutsamen Monats!

 

 

Passend zum letzten Tag des 9. Monats 2026: 

 

Neun heikle Fragen

1. Wenn dir nur noch ein Tag zu leben bliebe, würdest du es jemandem sagen? Wem?

2. Wenn dir jemand eine Schachtel mit allem gäbe, was du verloren hast, wonach würdest du zuerst suchen?

3. Wie alt wärst du, wenn du nicht wüsstest, wie alt du bist?

4. Wenn du jetzt überall auf der Welt hinreisen könntest, würdest du zu einem Ort oder zu einem Menschen reisen?

5. Wenn du könntest, würdest du schlimme Erinnerungen auslöschen oder deine schönste noch einmal erleben?

6. Welches „Was wäre, wenn ...“ quält dich am meisten?

7. Wenn du für immer leben könntest, würdest du es tun?

8. Wenn du einen Raum mit allen Menschen betreten würdest, die du in deinem Leben kennengelernt hast, nach wem würdest du zuerst suchen?

9. Hast du dich selbst schon einmal vermisst?
Oder den Menschen, der du warst, bevor das Leben alles veränderte?


Textquelle: erfolgslieferant

 

Dienstag, 29. September 2026

In 2 Monaten ist Erster Advent ♣ 29. September ~ 29. November

In Vorbereitung dieses Posts habe ich festgestellt: Wenn in 2 Monaten die Adventszeit beginnt, dann schau ich doch gleichmal beim Andere Zeiten e.V. nach, ob ich schon den "Anderen Advent" bestellen kann. Dieser besondere Adventskalender, der eigentlich ein Advents- und Weihnachtskalender ist, begleitet mich seit vielen Jahren zwischen dem Vorabend des Ersten Advents und dem Dreikönigstag - in diesem Kalender also vom 28. November 2026 bis zum 6. Januar 2027. 

Natürlich bestelle ich auch für Familie und Freunde mit UND: Es gibt in diesem Jahr auch wieder EINE Person in meinem näheren aber nicht engsten Umfeld, die ein Exemplar geschenkt bekommt. Mal war es eine Nachbarin, mal war es der Postbote, mal war es eine Verkäuferin ... Was da der Verein jedes Jahr, seit 32 Jahren, zusammenstellt ist sehr inspirierend, erhellend, erstaunlich. Es ist auch zu einer Art Tradition geworden, dass ich 3 oder 4 ausgesuchte Texte zu unserem Vereinsjahresabschluss mit Kartoffelpufferbacken am 21. Dezember vorlese.

Am Vortag des Ersten Advents, am 28. November 2026, gibt es in Brieske wieder den Weihnachtsmarkt im Konzertgarten der "Kaiserkrone". Ob es zu diesem Markt ein neues Puppenspiel mit Leseratte Raz gibt oder einen Literarischen Laternenspaziergang durch die Gartenstadt Marga oder etwas ganz anderes, das wissen wir noch nicht genau. 

 

HIER gibt es Informationen zum Kalender "Der Andere Advent 2026/2027" 

 

Lesespaziergang mit Laternen
durch die winterliche Gartenstadt Marga
2. Dezember 2023

  

Puppenspiel mit Leseratte Raz
"Leseratte Raz macht Dekokuddelmuddel zum Fest"
30. November 2024

 
Puppenspiel mit Leseratte Raz
"Leseratte Raz und das Geheimniss der Wunschkugeln"
29. November 2025

  

Montag, 28. September 2026

Inspirieren lassen ~ Kino

 

Nun sitze ich im Kinosessel. Sitze ein bisschen verunsichert. Ein für mich sehr bedeutsamer Film bekam eine Fortsetzung an die Seite gestellt. Eigentlich ist es ganz gleich, was ich in den kommenden zwei Stunden auf der Leinwand sehen werde. Ich bin hier – nach diesem langen Weg bin ich hier. Ich habe keine Ahnung, wie die Abläufe in einem normalen Kino sind – wann war ich das letzte Mal.... Überhaupt bin ich nicht wirklich ein Kinogänger und gleich gar nicht in ein normales Kino. Bei den Filmen in der Kufa in Hoyerswerda ist das was ganz Anderes und das „Kino unterm Sternenzelt“, organisiert durch den Senftenberger Kranich e.V. - na, das ist ja etwas ganz Besonderes... steht ja auch im Untertitel „Der besondere Film“. Im besten Fall können die 3 Filmabende, jährlich im August und September sogar unter freiem Himmel, eben unter dem Sternenzelt, im Hof des Bürgerhauses „Wendische Kirche“ stattfinden. Was habe ich da schon für wunderbare Filme gesehen! Und zum Filmabend „Chocolat“ standen wir sogar in der Küche und kochten für die Kinogäste in einem großen Topf „guatemaltekischen Liebestrank“, ein Schokoladenrezept mit Chili. Ewig ist das her. Ich erinnere mich an die Pausen, die entstanden, weil die zweite Filmrolle eingesetzt werden musste. Noch heute gibt es eine Pause, obwohl die Filme längst von DVDs abgespielt werden. Ich erinnere mich an einen besonderen Filmabend in der „Marie 23“ in Cottbus... immer sind es auch die Menschen, mit denen ich die Filme gesehen habe, der besondere Ort, der Weg dorthin, die Atmosphäre vor der Leinwand. Nun sitze ich also auf dem roten Velour der Extra Kinowelt. Irgendwie war das anders geplant. Aber irgendwie ist das auch in Ordnung, dass ich hier nun allein sitze. Hinter mir schnurbst jemand Nachos... seit wann gibt es Nachos im Kino? Ich hoffe inständig, dass der Snack noch vor Beginn des Films aufgegessen ist. Plötzlich geht es los... mit der Werbung... kein absteigender Dreiklanggong, kein Vorhang, der sich bedeutungsvoll aufschiebt, irgendwann wird das Saallicht gedimmt. Oh man, ich war echt lange nicht mehr im Kino. Aber nun bin ich hier. Es kann losgehen. Zum Glück kann ich mich bei all den Eindrücken, die auf mich einprasseln, gar nicht mehr an den Trailer erinnern. Nur der erste Film ist mir bis ins Detail vor Augen und ich versuche zu verorten, wo dieser Streifen nun ansetzt. Es gibt minimale Unstimmigkeiten aber die verzeihe ich. Ich lache, heule, zucke zusammen... ich rieche die Speisen, die auf dem Tisch stehen, ich spüre die Berührungen, den Verlust, die Freude... Es gibt ruhige Szenen nonverbaler Kommunikation oder wenigen Worten... überhaupt ist alles viel ruhiger, mit einem berührenden Gespür für Details in der Kleidung, den Frisuren, den Interieurs. Die Figuren und die Darsteller sind älter geworden... reifer? … weiser? … ruhiger? Ich bleibe sitzen bis fast zur letzten Note der Abspannmusik. Herauskatapultiert in die Wirklichkeit aber immer noch etwas Filmzauber in den Haaren. Mit all diesen Empfindungen sitze ich dann am Feuer im Garten... Vollmondnacht... Wir schneiden Champinons, pflücken Tomaten, halten die Eisenpfanne über das offene Feuer, es brutzelt, zischt, duftet, schmeckt.
Wo warst du vor unserem Treffen?
Im Kino.

Yana Arlt


Unter dem Begriff guatemaltekischer Liebestrank versteht man in der kulinarischen Welt eine scharfe, heiße Schokolade mit Cayennepfeffer.

Dieses traditionelle Getränk basiert auf den alten Traditionen der Maya, die Kakao nicht als süße Nascherei, sondern als bitteres, anregendes und rituelles Stärkungsmittel tranken. Die Kombination aus der anregenden Wirkung von Kakao und der Durchblutung fördernden Schärfe von Chili gilt seit Jahrhunderten als natürliches Aphrodisiakum.

Rezept für den Liebestrank (2 Personen)

Das Getränk lässt sich in etwa
20 Minuten einfach zu Hause zubereiten:
100 g Bitterschokolade (mindestens 70 % Kakaoanteil)
½ Liter Milch (oder eine pflanzliche Alternative)
1 Prise Cayennepfeffer (je nach gewünschter Schärfe)
1 Vanilleschote (das ausgekratzte Mark)
2 EL Honig oder Rohrzucker zum Süßen
Optional: Ein Schuss dunkler Rum aus Guatemala für zusätzliche Wärme.
Zubereitung: Die Milch zusammen mit dem Vanillemark und dem Cayennepfeffer langsam erwärmen. Die Bitterschokolade in kleine Stücke brechen und in der heißen (nicht kochenden) Milch unter ständigem Rühren schmelzen lassen. Zum Schluss mit Honig süßen und heiß servieren.

Textquelle: Internet


 

 

 

aus unserem POSTEINGANG: 3. Oktober / 15 Uhr / Burg (Spreewald) / Tanzprojekt Mina Witkojc ein performativer Spaziergang in Burg (Spreewald)

Bitte beachten Sie, dass für die Veranstaltungen, für die der Verein Informationen und Einladungen erhält, der "Ich schreibe!" e.V. kein Mitveranstalter ist. Wir möchten in der Rubrik "aus unserem POSTEINGANG" auf interessante interdisziplinäre, internationale, interreligiöse Formate aufmerksam machen. Die Verantwortung für Organisation und Inhalt obliegt dem jeweiligen Veranstalter! 

 

 

Betreff: Mina-Witkojc-Stammtisch/Stawne blido kołowokoło Mina Witkojc

Liebe alle, lube wšykne,

Ihr und Sie seid herzlich eingeladen zum nächsten Mina-Witkojc-Stammtisch der etwas anderen Art. Der wird sein am 3. Oktober 2026, um 15 Uhr am Spreewaldbahnhof in Burg (Am Bahnhof 1).

Dort findet auf Initiative des Amtes Burg und der Heimatstube ein performativer Spaziergang (von 15:00 bis 16:00 Uhr) im Rahmen des Tanzprojektes Mina Witkojc statt.

"In dieser Performance begeben sich zwei Tänzerinnen aus zwei Generationen auf die Spuren von Mina Witkojc. Sie lassen an mehreren Orten in Burg/Spreewald durch einen performativen Spaziergang Mina Witkojc in all ihren Facetten zum Leben erwecken. Mina die Dichterin, die Aktivistin, die Journalistin, die Sorbin. Welche Verbindungen lassen sich in die heutige Zeit ziehen? Kommen sie mit auf einen poetisch bewegten Spaziergang durch den Geburtsort von Mina Witkojc."

Der Spaziergang (kostenlos) beginnt am alten Bahnhof in Burg, führt weiter in den Kurpark und endet hinten im Kurpark. Danach wird evtl. noch zu einem (Nach-) Gespräch ins Haus der Begegnung eingeladen.

Wir denken, diese Veranstaltung passt wunderbar zu unserem Stammtisch. Gern können wir uns nach dem Spaziergang dem Gespräch im Haus der Begegnung (wenn dazu eingeladen wird) anschließen oder wir suchen uns spontan ein Café.

Nähere Informationen zur Tanzveranstaltung unter folgendem Link:

https://www.burgimspreewald.de/de/sommer/erleben/veranstaltungen/artikel-tanzprojekt_mina_witkojc_ein_performativer_spaziergang_in_burg_spreewald_.html


Herzliche Grüße, Wutšobnje strowi

Stefanie Krautz und Antje Wagner

 

Screenshot: Golde-Grunske

 





Samstag, 26. September 2026

Gruß zum Wochenende 39kw26


 

Echte Männer benutzen keinen Regenschirm.

Echte Männer werden nass,

verfluchen das Mistwetter,

erkälten sich

und sterben.


Textquelle: Pinterest

 

 

Freitag, 25. September 2026

Glücksmoment(e)

 Meine kleine persönliche Feier des Herbstanfangs:


 

Und dann gab es gestern ein Kommen und Gehen im MARGA-Atelier... Möchtest du einen Kaffee oder einen Tee? Wir haben Kuchen von der Bäckerei in Hosena (übrigens gibt es die Mohnschnecken [siehe Foto] nur am Mittwoch, das passte wunderbar mit der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche zusammen) - ganz frisch heute in Hosena gekauft und super lecker! Eine Vase für die Blumen? Na klar... hier irgendwo... setz dich doch... 

Hm, hab kein Foto gemacht von dem Blumenstrauß, den ich mir von der Fachfrau auf dem Markt Senftenberg zusammenstellen ließ... ein Strauß wie eine Farbpalette eines Malers. Je bunter der Strauß wurde, desto breiter wurde mein Grinsen und die Vorfreude, ihn dem Geburtstagskind Wolfgang Wache zu überreichen.

Einfach herrlich, das Hin- und Herpendeln zwischen Telefonat und Gespräch mit Gästen, den alten Geschichten und der Schwärmerei für neue Ideen und Vorhaben... draußen regnet es, dann scheint die Sonne, dann regnet es... wir essen Kuchen mit Eis... es duftet nach Kaffee und Kamillentee...

 

 

Erinnerung von Thomas Bachmann: Ausschreibung für politische Lyrik "Schlafende Hunde" 2027

Zur freundlichen Beachtung


Die Zeit rennt, also hier noch einmal die Ausschreibung zu den "Hunden X", da der Einsendeschluß sich nähert und es schön wäre, einmal nicht zum Ende hin, quasi auf den "letzten Drücker", von Einsendungen "erschlagen" zu werden. Man möge mir den saloppen Ton verzeihen.

https://www.thomas-bachmann-autor.de/schlafende-hunde-x-ausschreibung/


Anbei noch zwei Veranstaltungshinweise in eigener Sache:

https://www.leipzig.de/kultur-und-freizeit/veranstaltungen/eventsingle/event/freistaat-wald-utopia-2025-und-bauern-bonzen-badusan-geschichten-aus-der-ddr

https://www.instagram.com/p/DdQXB6-CDe1/?__d=11



Gute und friedliche Grüße Thomas Bachmann

Thomas Bachmann
beim Lausitzer Lyrikfestival 2025

 

 

Gesendet: Mittwoch, 24. Juni 2026 um 12:09
Von: toba <toba02@gmx.de>
Betreff: Schlafende Hunde X

Zur Information!

Hiermit wird das Erscheinungsdatum, in Absprache mit dem Verlag, der "Schlafenden Hunde X" auf das Frühjahr 2027 (Buchmesse in Leipzig) verschoben, da die zeitlich angespannte Situation des Herausgebers es nicht anders zuläßt. Heißt, der Einsendeschluß verschiebt sich auf Ende November 2026. Alle bisherigen Einsendungen bleiben selbstverständlich "im Topf", alle in der Ausschreibung getroffenen Aussagen und Bedingungen bleiben bestehen.

 


 

Mittwoch, 23. September 2026

NLZettel N°3-2026 mit SPEZIAL Lausitzer Lyrikfestival XIV ist versendet

Mit dem NLZettel N°3-2026 geben wir euch heute, am Herbstanfang, einen kompakten Überblick über die vielfältigen Aktionen des Vereins im vergangenen Sommer. Und während ich dies hier schreibe, merke ich bereits, dass ich einige schöne Aktivitäten vergessen habe ~

Besondere Höhepunkte waren der "Tag der Baukultur", die Grubenlampe VI zum "Tag der Industriekultur" und natürlich das 14. Lausitzer Lyrikfestival. Bei dem war von uns auch viel Flexibilität und Improvisationskunst gefragt, denn wenn es nicht regnete, hat zumindest ein kräftiger Wind so manchen Veranstaltungsplan vom Tisch gepustet.

Besondere Momente waren aber auch die stillen, ruhigen Stunden der kreativen Arbeit am "Lausitzer Labyrinth", die Gespräche mit Eltern und Kindern über das Kreativsein und das gemeinsame Aktivsein, die Erarbeitung von 2 neuen Puppenspielen und die Gespräche mit den LyrikerInnen über ihre Sorgen und über ihre Projekte und Ideen.

Morgen, am 24. September, feiert unser Vereinsvorsitzende Wolfgang Wache seinen Geburtstag.
Natürlich - im MARGA-Atelier mit Pinsel in der Hand und Skizzenblock auf dem Tisch. Kommt gern ab 10 Uhr vorbei! Es gibt Kamillentee, Kaffee und ein Stück Kuchen organisieren wir auch.


Ich freue mich auf eure Rückmeldungen zum dritten NLZettel des Jahres 2026.

Wer in den NLZettel-Verteiler aufgenommen werden möchte, der informiere uns per E-Mail: nlz-ich-schreibe@gmx.de oder - ihr wisst es bereits - über das Formular hier links von der Text-Bild-Spalte.
👈 


Aus Brieske-Marga grüßt
Yana




 

astronomischer Herbstanfang 2:05 Uhr


 

 


 

 

 Alexandra "Der Traum vom Fliegen" (Originalversion des Liedes von 1968)

Dienstag, 22. September 2026

Die Ausstellung "Atelierfundstücke" von Wolfgang Wache ist eröffnet

 

In der Ausstellung "Atelierfundstücke" ist (fast) alles vertreten, was der Künstler Wolfgang Wache zu bieten hat: Linolschnitt, Federzeichnung, Kohlezeichnung, Lyrik, Kartoffeldruck, Aquarellmalerei. Zur Eröffnung hat er sogar das dreidimensionale Werk "Bahnhofsvorsteher" mitgebracht und sich getraut, den surrealen Text, zu dem das Werk entstand, vorzutragen. Diese Art zu schreiben macht Wolfgang besonders viel Spaß, an den Leser oder Hörer stellt es besondere Ansprüche. Aber das Publikum verstand, lachte hier und da und ließ sich einfach mitnehmen in die surrealen Welten des Autors Wolfgang Wache.
Konkreter wurde es dann bei den Worten zu einzelnen Bildern. Seine Liebe zur Clownerie, seine Freude an bildkünstlerischen Experimenten, Motive der Gartenstadt Marga und immer wieder die kleinen Momente des Alltags - in Bild und Vers, diese Vielfalt wird durch die geschickte Werksauswahl richtig in Szene gesetzt.

Zu sehen sind die Werke bis Dezember 2026 im Trauercafe "Lichtblick", in Senftenberg. 

 

Montag, 21. September 2026

Inspirieren lassen ~ Dem Leben in Rechnung stellen

 

Da sind sie, die typischen Rufe der Wildgänse, wenn sie in V-Formation über den Himmel ziehen. Ein Reiher erhebt sich fast lautlos, als ich auf dem Radweg am See an ihm vorüberfahre. Vier Schwäne ziehen über das Graublau des Septembermorgens. Erwartungsfroh breite ich die Zeltplane auf dem taufeuchten Gras aus – in fünf Stunden werden wir sehr traurig und entkräftet die vom Wind verbogenen Zeltstangen ins MARGA-Atelier ausladen. Wieder einmal hat uns das Wetter in diesem Sommer alle Pläne vom Tisch geweht. Sehen Raz und Vermiculus auch traurig aus, schaut mich Sofia vorwurfsvoll an? Unsinn, die Figuren sind nur aneinandergenähte Stoffstücken, die Köpfe gefüllt mit Watte, die Augen aus Plast aufgeklebt. Ich deute etwas hinein. Ich projiziere meine eigene Unzufriedenheit in den Faltenwurf des grauen und braunen Stoffs, in das Vornüberfallen des Kopfteils, als ich die Leseratte auf die Trinkflasche ziehe. Ich selbst gebe den Figuren Leben mit der Bewegung meiner Hand, meiner Finger und meiner Stimme. Nun bleibt nichts mehr zu tun. Der Samstag war anders geplant. Man bereitet nicht etwas vor, man plant und probt nicht für einen Abbruch. Was fange ich jetzt an mit der Leere? Wie stoppe ich das Gedankenkarrussel in der Zeit, in der sich die Zeiger auf 14Uhr30 drehen, auf 15 Uhr, auf 16 Uhr... jetzt hätten wir... wir würden jetzt... Die Zeit und Kraft, die wir hineingesteckt haben in die Vorbereitung dieser Veranstaltung... aber diese „Investition“ berechtigt uns zu nix. Eine Geburtsurkunde ist kein Bon, den man für 1 x Glück, 3 Scheiben Erfolg, 2 Flaschen Erfüllung, 100g Frieden, 6 Packungen Liebe einlösen kann. Niemand kann seine Fehler, Misserfolge, Enttäuschungen des Lebens in Rechnung stellen. Im Atelier neben der zusammengerollten Zeltplane, den verbogenen Stangenelementen, den ungenutzten Bücherkisten und den unausgepackten Bühnenelementen zu sitzen, den Zetteln in der Hand, deren Text kein Kind zu hören bekam, das zieht mächtig runter. Und doch ist da auch Erleichterung – nur die Zeltstange ist verbogen, nur die Plane ist zerrissen – allen Menschen, die den Versuch unternahmen, dem Wind zu trotzen, geht es gut. Ich suche nach dem richtigen Resumee, einer aufbauenden Konsequenz für das weitere Engagement. Das Stück ist geschrieben. Die Figuren stehen einsatzbereit auf dem Tisch... ich schaue sie an und ja, da ist ein leichtes Nicken der Eule zu sehen und ein Grinsen der Leseratte, der Bücherwurm hat mir zugezwinkert – ja, ganz bestimmt. Auf manche Dinge können wir uns nicht vorbereiten. Manches geschieht ohne unsere Billigung und begegnet uns ohne unser Einverständnis. Was machen wir nun daraus?
Am Sonntag habe ich ein längeres Gedicht geschrieben, mir einen fabelhaften Film angesehen, war im See schwimmen, habe wunderbare Gespräche geführt, habe einen liebevoll zubereiteten Kaffee genossen, habe dem Regen gelauscht und bestätige – heute, am Montagmorgen - die Worte von Marilyn Monroe „Alles passiert aus einem Grund. Menschen ändern sich, damit du lernst, loszulassen. Dinge gehen schief, damit du zu schätzen weißt, wenn es gut läuft. Du glaubst einer Lüge, damit du lernst, nur dir selbst zu vertrauen und manchmal bricht etwas Gutes auseinander, damit etwas Schöneres zusammenkommen kann.“

Yana Arlt



planetgeschichte/ Instagram

Ich kann immer noch nicht glauben,
dass wir Menschen einen Planeten
voller Bäume, Früchte, Wasser, Tiere
und Sonnenschein geschenkt
bekommen haben
und daraus
Schulden, Kapitalismus, Kriege und
Künstliche Intelligenz gemacht haben.

 


Schreib mir, was DICH inspiriert. 
👈 Nutze gern das Formular.

Eine schöne Woche euch allen! Bleibt / werdet gesund und kreativ!

 

 

DAS WAR "Tag des offenen Denkmals" in Brieske-Marga

Präsentationen der Gartenstadt Hellerau, der Gartenstadt Laubusch und der Gartenstadt Wiednitz/ Heye in unseren Ausstellungsräumen der Gartenstadt Marga waren eine gute Ergänzung unter dem diesjährigen Thema "Netzwerke: Denkmale & Infrastruktur".

Die Partner aus Margas "kleiner Schwester" Wiednitz waren gleichmal persönlich angereist. Seit vielen Jahren arbeiten Thomas Mansfeld und Karl-Heinz Weigel an der Bewahrung der Geschichte der Brikettfabrik Heye. Der Architekt Georg Heinsius von Meyenburg, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Gartenstadt Marga entwarf, hinterließ seine Handschrift auch in Wiednitz. Sehr gut zu sehen ist das an den Gasthäusern der beiden Orte.

Während des Sonntagnachmittags gab es nicht nur Gespräche mit Geschichtsinteressierten Gästen sondern es wurden auch neue Ideen für weitere gemeinsame Vorhaben gesponnen.

Gern erinnerten wir uns bei einigen Filmaufnahmen und Fotos an den Besuch der AutorInnen des Lausitzer Lyrikfestivals 2021 in Wiednitz und an den LandArt-Workshop in Heide/ Heye im Jahr 2022. 

 

Präsentationstafeln der Gartenstadt Hellerau

 
Die "Küche" wird zum Infopunkt über die
Interessengemeinschaft Heide / HEYE

Thomas Mansfeld (li.) im Gespräch mit Gästen des
Tages des offenen Denkmals

Karl-Heinz Weigel (Mitte) ist auch mit 81 Jahren
begeisterter Gesprächspartner, wenn es um die
Geschichte von Wiednitz Heide / Heye geht.

Auch in der Martin-Luther-Kirche hatten die Besucher viele Fragen an Ulrike und Annett.

Um 17 Uhr gab es ein gemeinsames, zauberhaft improvisiertes Konzert, das das sakrale Gebäude zum "Klangraum Kirche" machte. Gern möchten wir dieses Format im kommenden Jahr weiterführen. Jeder Klangraum ist anders und im wahrsten Sinne des Wortes EINMALIG!

 

Samstag, 19. September 2026

Gruß zum Wochenende 38kw26


 

Der Moment, wenn du merkst, 

dass der letzte Zug 

vor zehn Minuten 

ein Fehler war. 

 

Textquelle Lustige Sprüche über Solitär: Internet

 

Freitag, 18. September 2026

Mit besten Wünschen für

 G I S E L A  G Ü L P E N

 


Das Geburtstagsgeschenk für 
Gisela und Ingo ist noch in Arbeit . . .
Erste Fotos gibt es als Geburtstagskarte.


Donnerstag, 17. September 2026

"SEPTEMBERWINDE" auf Instagram nlzichschreibe

Auf Instagram nlzichschreibe gibt es seit vergangener Woche Einblicke in die Edition "Septemberwinde", die am Wochenende des Lausitzer Lyrikfestivals in Ingo Cesaros Setz- und Druckwerkstatt wie zu Gutenbergs Zeiten entstand.
Alles - vom Schreiben der Haiku, über Kaffeerelle und Linolschnitt, Setzen und Drucken der Texte und das Binden der Bücher - fand von Freitag bis Sonntag statt.
Während des Lyrischen Spazierganges zwischen Gärten und Zechenhaus am Sonntagnachmittag lasen die DichterInnen auch aus diesem Buch

 

 

Wenke Richter hat 24 Mal dieses herbstliche
Motiv aus Kaffee und Fineliner gemalt - für
jedes Buch ein individuelles Blatt.
In der Edition ist ebenfalls ein Haiku
von Wenke veröffentlicht.

 
Yana Arlt
hat 24 Linoldrucke
ihres Labyrinths gefertigt.
Auch sie las beim Spaziergang
das an diesem Festivalwochenende
entstandene Haiku.


Bernd Lunghard liest sein Haiku
aus der Edition
SEPTEMBERWINDE

Detlef Raupachs Haiku gab der Edition
den Titel "Septemberwinde".


Montag, 14. September 2026

Inspirieren lassen ~ Ein Strauß für einen besonderen Menschen

 

Ich habe keine Ahnung, ob du orangefarbene Rosen magst aber ich dachte an dich, als ich diesen Strauß am Montagmorgen kaufte. Die Blüten duften sogar etwas. Meinst du nicht, dass die blaue Vase gut zu der Blütenfarbe passt? Ich mag blau – ich mag alle 53 Blautöne des Cyanometers. Neun Stängel sind mit einem Gummi zusammengehalten und in eine Folie gewickelt gewesen. Behutsam habe ich sie gelöst, die unteren Blätter entfernt und die Stängel frisch angeschnitten. Er soll dir lange Freude bereiten, dieser Strauß. Er soll dich daran erinnern, wie sehr ich dich schätze – unsere Gespräche, die stillen Momente, in denen wir nebeneinander sitzen und Kaffee oder Tee trinken. Das wirklich Tiefe kommt selten zur Sprache, ich weiß davon durch einen Blick, durch eine kleine Geste, durch einen tiefen Atemzug, die Art wie deine Schultern anspannen. Vielleicht lief dein Leben bisher nicht so, wie du es mal als Kind oder Jugendlicher erträumt hattest, vielleicht vermisst du etwas in deinem Leben, vielleicht hast du auch Entscheidungen getroffen, die zu ihrer Zeit logisch und gut begründet waren und die du jetzt bedauerst. Vielleicht bist du Wege gegangen, von denen du dir mehr oder ganz anderes erhofft hattest. Vielleicht hast du Dinge getan oder nicht getan, weil die Umstände, deine Familie und Freunde, deine Lehrer, dein Chef, irgendeine Statistik, irgendwelche Werte... es so erwarteten – nur waren es nie deine Erwartungen und Träume. Welche Werte sind normal? Ich meine nicht nur Blutdruck, BMI, Follower, Beziehungen/ Lebenspartnerschaften, besuchte Länder, Einkommen, Kilometer, Zentimeter, Quadratmeter, Kubikmeter, IQ, EQ etc. Du bist gerade nicht sehr glücklich. Aber was heißt das schon? Das bedeutet, dass du auf dem Weg bist, dass du etwas erkannt hast, etwas erfahren hast über dich und dein Leben und dass du die Notwendigkeit einer Veränderung erkannt hast. Das ist gut. Das ist Bewegung. In letzter Zeit denke ich oft an den Ausspruch: Das Leben ist wie Fahrrad fahren, hörst du auf dich zu bewegen, fällst du um. Du bewegst dich! Manchmal wirst du mit Steinen auf deinem Weg konfrontiert, die unüberwindbar scheinen. Wer oder was hat sie dorthin gelegt? Wie sollst du das schaffen? Hat das überhaupt Sinn, hier weiterzugehen? Ich möchte deine Hand nehmen, möchte sie mit meinen beiden Händen sanft umschließen, wie man einen erschöpften Vogel in die Hände nimmt, um ihm einen Moment der Ruhe, Geborgenheit und Wärme zu geben, damit er sich erholen kann. Hunderte Zitate schwirren mir dabei durch den Kopf, die ermutigen sollen und zuweilen auch richtig platziert sind. Doch hier, mit deiner Hand in meinen, schweige ich. Du bist erschöpft. Du bist müde. Du bist leer. Du bist randvoll... noch ein Tropfen... Ich kann dir nichts davon abnehmen. Ich koche Kaffee. Ich koche Tee. Ich öffne zwei Flaschen alkoholfreies Bier – denn es geht nicht um den Rausch, die Betäubung, die Flucht; es geht um die gemeinsame Zeit. Ich bin hier. Und wenn du sagst: Ich muss jetzt allein sein. Dann stehe ich auf und gehe … und bleibe in Rufweite. Vielleicht höre ich dann Weinen, vielleicht Fluchen, vielleicht ein Dutzend Warum-Fragen – geschluchzt, geschrien, geflüstert… ich weiß, du wirst die Antworten finden.
Leise, sehr leise stelle ich die blaue Vase mit den orangefarbenen Rosen auf die Tischplatte.
Es sind echte Rosen – mit Dornen, Blättern und einem leichten Blütenduft.

Yana Arlt


Christian Morgenstern

Von den heimlichen Rosen

Oh, wer um alle Rosen wüsste,
die rings in stillen Gärten steh'n
oh wer um alle wüsste, müsste
wie im Rausch durchs Leben geh'n.

Du brichst hinein mit rauen Sinnen
als wie ein Sturm in einen Wald
und wie ein Duft wehst du von hinnen
dir selbst verwandelte Gestalt.

Oh, wer um alle Rosen wüsste,
die rings in stillen Gärten steh'n
oh wer um alle wüsste, müsste
wie im Rausch durchs Leben geh'n.

 


 

 

Ein Kalender voller Rosen

Liebe Freunde von Poesie und Fotografie,

in diesem aufregenden Jahr verdanke ich den Netzwerken sehr viel. Wir haben gemeinsam geschrieben, viele Gespräche geführt, engagieren uns für die Weiterführung von Gesprächen. Das halte ich in dieser Zeit der Polarisierung für sehr wichtig.

Aus Gesprächen und Begegnungen sind die neuen Veröffentlichungen entstanden. Sie werden zu den Veranstaltungen angeboten, sind aber natürlich auch über den Buchhandel bzw. über mich zu beziehen.


Herzliche EInladung zur Veranstaltung am 26.09.2026, Tanzstudio Merhaba (Am Gut 1a, 08547 Plauen-Steinsdorf ), Beginn 19:00 Uhr
„Nachts. Wenn alles schläft? Ein interdisziplinäres Performance-Projekt zur Interkulturellen Woche 2026


Neu auf dem Mark ist der Hirten-Adventskalender "Kommt, wir gehen nach Bethlehem" (St. Benno, 11.00 €). Da lohnt es sich, schnell zu sein. Im vergangenen Jahr war der Adventskalender recht schnell ausverkauft.

In diesem Jahr gibt es auch wieder einen Jahreskalender: Die Stütze der Rose. Im Gespräch mit Hilde Domin (12 € zzgl. Versandkosten). An diesem Gespräch sind beteiligt: Yana Arlt und Wolfgang Wache (Senftenberg, Autoren), Petra Steps (Lambzig, Autorin), Bodo Tiedemann (Ammelshain, Fotografie) und ich.

Mit großer Freude habe ich in den letzten Tagen vom Thomas Verlag, mit dem ich seit vielen Jahren verbunden bin, die erste Weihnachtskarte erhalten: Die Geburt (https://thomasverlag.de/produkt/leipziger-karte-die-geburt/) mit einem Text aus dem Adventskalender "Das alles, was Maria sang ist wörtlich war, ist Gottes Klang" (St. Benno).


Ich freue mich auf alle Begegnungen und Gespräche in der nächsten Zeit, danke für gute Gedanken, Anregungen und Unterstützung der Projekte.


Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen an alle

Bettine Reichelt



 

Lausitzer Lyrikfestival XIV
5. September 2026
14 Uhr Begrüßung der PoetInnen und Gäste
in der Martin-Luther-Kirche Brieske

Bettine Reichelt stellt die Schreibwerkstatt "Nur eine Rose als Stütze"
und das Gemeinschaftswerk, den Kalender 2027, vor.
Bettine Reichelt, Wolfgang Wache und Yana Arlt
lesen einen ihrer Werkstatttexte.


 

Samstag, 12. September 2026

Gruß zum Wochenende 38kw26


 

Zieht einer um und bekommt von einem Blumenladen einen Strauß mit einer Karte.

Auf der steht: „Ruhe in Frieden!“

Empört ruft er den Blumenladen an, um sich zu beschweren.

Der Verkäufer des Blumenladens sagt: Tut uns leid, das war eine Verwechslung. Aber was meinen Sie, was jetzt auf der Beerdigung los ist! Da hängt am Kranz Ihre Karte mit der Aufschrift Herzlichen Glückwunsch zu Deiner neuen Wohnung!“


Textquelle: WITZ BLITZ TV

 

Freitag, 11. September 2026

Das war unser Beitrag beim Zusatztermin "Offener Maltreff"

Jippi, so konnte ich am vergangenen Dienstag doch noch beginnen, meine Idee umzusetzen ~

Links auf dem Foto ist die Inspiration zu sehen - eine Art quadratische Folie, farblich aus 2 weißen und 2 schwarzen Quadraten, die an die Metallplatte vor dem Waschkauenfenster geklebt ist.

Nun bin ich selbst gespannt, wie das Werk aus schwarzem und weißem Karton, Pflanzendrucken und Haikuschriftzügen am Ende aussehen wird . . . 

Hier mal das Werk, an dem ich im MARGA-Atelier während des einstündigen Stromausfalls am Mittwochmorgen gearbeitet habe. Einen kreativen Menschen kann nix erschüttern - naja, war schon übel, dass auch die Kaffeemaschine nicht funktionierte 😄

 

 

Es ist eigentlich ganz unwichtig, was an diesem Nachmittag entsteht - du genießt das Spätsommerwetter, das Gemurmel um dich herum und die Ruhe, das Experiment mit Farben und Formen . . . und Wolfgang und ich haben uns diese kreativen Stunden zum Ausklang des Lausitzer Lyrikfestivals 2026 gegönnt!


 

Donnerstag, 10. September 2026

Rückblick auf das Lausitzer Lyrikfestival XIV


Lausitzer Lyrikfestival XIV

2. bis 8. September 2026

 

Fenjas Fotos und Wolfgang Waches Abschlussgedanken gibt es auf unserer Website: www.nlz-ich-schreibe.de

 


  

Setz- und Druckwerkstatt wie zu Gutenbergs Zeiten

 
Sütterlinschrift entdecken und ausprobieren

 

DichterInnen lesen und singen mit Leseratte Raz


Auch beim Lausitzer Lyrikfestival XIV
gab es eigene Poesie gelesen und gesungen.


Die frisch gedruckte Edition "Septemberwinde"
wird beim "Lyrischen Spaziergang zwischen
Gärten und Zechenhaus" am Sonntagnachmittag vorgestellt.


Kunstlaternen + Spieluhren + Textmix aus
fünf Ausgaben der Reihe "Almanach" 
= Eröffnungslesung des Lausitzer Lyrikfestivals