Margarita Alexandrowna Petschugina
geboren am 29. Mai 1907
Ein kleiner Gartenstrauß auf ihrem Grab
auf dem "Alten Friedhof" Senftenberg.
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| 2. Juni 2026 |
LAUSITZER LABYRINTH
Ein dreijähriges Kunst- und Literaturprojekt in Brieske–Marga
Ein Weg aus Bildern, Sprache und Erinnerung
In Brieske entsteht ein außergewöhnliches Kunstprojekt: das Lausitzer Labyrinth – ein Pfad aus großformatigen Bildtafeln, die Landschaft, Wandel, Identität und Geschichte der Lausitz neu erzählen.
Über drei Jahre hinweg wächst ein Werk, das Kunst, Literatur, regionale Erinnerung und Zukunftsfragen miteinander verbindet.
Was entsteht?
Großformatige Bildtafeln
Die Tafeln werden aus Filmsiebdruckplatten gefertigt, geschliffen, grundiert, mit Kohle skizziert und in Acryl ausgearbeitet. Sie folgen zwei großen Erzählsträngen:
Die Lausitzer Sagenwelt – neu interpretiert Eine bildnerische und literarische Neuerzählung, wie es sie in dieser Form noch nicht gab.
Die Geschichte der Briesker Region Inspiriert von Wolfgang Waches Urgedicht „Elsterniederung“ entstehen Tafeln über Landschaft, Bergbau, Wandel, Architektur und Menschen.
Das begleitende Buch
Zu jeder Tafel erscheinen:
literarische Texte
historische Hintergründe
regionale Erzählungen
Reflexionen über Identität und Zukunft
Das Buch bildet das erzählerische Herz des Projekts.
Mitmachen – Mitdenken – Mitgestalten
Das Lausitzer Labyrinth ist offen für Menschen, die sich langfristig einbringen möchten:
Beobachter – den Entstehungsprozess begleiten
Ratgeber – Erinnerungen, Hinweise, regionale Perspektiven teilen
Ideengeber – Themen, Motive und Fragen einbringen
Zeitzeugen – persönliche Geschichten aus Brieske und der Lausitz erzählen
Das Projekt lebt von Resonanz, Austausch und gemeinsamer Erinnerung.
Ort & Kontakt
MARGA-Atelier Brieske–Marga Nachwuchs-Literatur-Zentrum „Ich schreibe!“ e.V. E-Mail: nlz-ich-schreibe@gmx.de Web: www.nlz-ich-schreibe.de
Werte Antje Dudeck,
„Willkommen.
Bienvenue. Welcome“ Kennen Sie diese Worte? Klingt eventuell die
Melodie eines Liedes in Ihrer Vorstellungskraft? Ich bekam die
Eintrittskarte geschenkt. Eine Eintrittskarte zu „Cabaret“ an der
Staatsoperette in Dresden im „Kraftwerk Mitte“. „Willkommen,
bienvenue, welcome // Fremde, étranger, stranger // Schön dich zu
sehen // Je suis enchanté // Happy to see you // Bleibe, reste,
stay.“ Ich weiß nicht, ob Sie während ihres Aufenthalts in
Dresden je in die Staatsoperette gingen – vor 10 Jahren war diese
noch in Leuben ansässig, sollte nach Meldung vom 14. Oktober 2002
geschlossen werden und eröffnete im Dezember 2016 - nach 2 Jahren
Bauzeit - im Kraftwerk Mitte. Die Geschichte der Staatsoperette, die
Geschichte des Stücks „Cabaret“ und möglicherweise auch Ihre
ganz eigene Geschichte als Künstlerin, so wie auch meine Geschichte
weisen Zeiten des Verlusts, des Kämpfens, des Ausharrens, der
Orientierung, des Findens, der Öffnung und des Verschließens, des
Neubeginns auf. Wir steigen aus dem Zug, wir spazieren durch die
abendlichen Straßen, ich entdecke einen „Kunstautomat“, krame in
meiner Tasche nach dem Portemonnaie. Ich hatte bereits davon gelesen
und wir hatten als Kunstverein in der Gartenstadt Marga auch schon
die Idee einen solchen aufzustellen oder besser, einen aufstellen zu
lassen. Warum diese Idee nicht weiterverfolgt wurde, weiß ich nicht.
Da, 2 2-Euro-Münzen leuchten mir entgegen, ich werfe sie in den
Kunstautomat und ziehe an dem Fach „Streetart“, denn das ist eine
faszinierende Kunstform und dem Anliegen Kunst im öffentlichen Raum
herzustellen und zu präsentieren, zolle ich höchsten Respekt. Ich
selbst bin Landart-Künstlerin und also ist auch mein Atelier der
freie Himmel, ich setze meine Werke allen möglichen Beeinflussungen
aus. Dieses Fach lässt sich nicht öffnen. Auch zwei weitere
Wunschthemen sind scheinbar nicht befüllt also ziehe ich überall
und das Fach „Regional“ lässt sich tatsächlich öffnen und eine
Schachtel liegt darin. Meine Begleiter drängen zum Weitergehen...
ich taumle an lebhaft besuchter Außengastronomie vorbei, lausche den
Musikklängen aus einem Lichtschacht... ich verdrehe mir den Hals –
es gibt eine Puppentheatersammlung?... die vielseitigen Eindrücke
sind kaum zu verarbeiten... ich umklammere die Tasche mit dem
Päckchen aus dem Kunstautomaten... wir finden die Staatsoperette...
wir setzen uns auf eine Couch im Eingangsbereich. Es ist reichlich
Zeit bis zum Beginn des Einführungsvortrags... ein allgemeines
Gespräch beginnt... Ich atme durch... nehme das Päckchen aus der
Tasche. Es gibt keinen „Trick“, um an den Inhalt zu kommen, das
Päckchen ist vollständig umklebt, ich kratze mit einem Schlüssel
herum, zunehmend ungeduldig. Als erstes entnehme ich den
„Beipackzettel“, der mich an den Zettel in unserem „Lyrikzin“
erinnert, dann entfalte ich den länglichen Zettel mit den
biografischen Angaben und dann ~ ~ ~ dann halte ich ihr kleines
Kunstwerk in den Händen. A D …. Albrecht Dürer, denke ich sofort
und Bilder des meisterhaft sich selbst vermarktenden Künstlers der
Jahrhundertwende vom 15. zum 16. Jahrhundert steigen in mir auf. Was
hat uns nun also Antje Dudeck auf ihrem Bild mitzuteilen? Ich hoffe
auf eine ruhige Minute, um mich dem Kunstwerk widmen zu können, zu
recherchieren, zu schreiben. Nun habe ich den 3. Schritt vor allen
anderen gemacht. Aber vielleicht ist das genau der Plan, die kleine
Schachtel kann man in den Rucksack oder die Jackentasche stecken und
dann kommt genau der richtige Moment, wo man danach greift ~
PS:
Ich stelle mir gerade vor, wie jemand bei mir nach Zigaretten
schnorrt und ich ihm dieses Päcken hinhalte – ein anderes habe ich
ja auch gar nicht. Die Vorstellung amüsiert mich.
Yana Arlt
Steffen Geyer
Der
Automat
Kein Mensch bin ich
an manchem Tag
Nur ein geschickt getarnter Automat
Von Außen
kaum zu erkennen
Wandelt eine unbeseelte Hülle
Nicht dass ich
mich deshalb beklag’
Ein Trick, geschenkt, um den ich nie
bat
Erlaubt, Geist und Kerl zu trennen
Hindert Weltschmerz,
dass er mich vermülle
Derweil das Außen Leben spielt
Fällt
Innen unsichtbar in sich zurück
Wenn das Gesicht nur passend
lacht
Ahnt niemand Leere hinter den Augen
Ich seh', worauf der
Kniff abzielt
Was reizvoll scheint am inneren Glück
Nicht
Angst ist’s, die in mir erwacht
Spür' Gleichmut, Hoffnung aus
mir saugen
Zahlreicher werden die Tage
An denen diese
Flucht mir nötig scheint
Die Freunde in die Fremde treibt
Distanz
erzeugt, wo Nähe verwundet
Und immer wieder die Frage
Ob was
in mir die Welt so kalt verneint
Mich frieren lässt und still
entleibt
Zumindest dem Automaten mundet
Textquelle:
https://steffen-geyer.de/lyrik/der-automat
Hinweis:
Dieses Gedicht wurde am 2. Januar 2023 online gestellt, das Bild aus
dem Kunstautomaten hat Antje Dudeck 2023 gemalt. Neben dem Gedicht
ist auf Geyers Website ist ein Streetartbild zu sehen. Es gibt im
Universum keine Zufälle ;-)
W O L F G A N G W A C H E
Ein
kleines Highlight mit großer Wirkung:
Das begehbare Labyrinth
Bericht vom Senftenberger Kinderfest
Beim Senftenberger
Kinderfest am gestrigen Freitag war das Nachwuchs Literatur Zentrum
„Ich schreibe!“ ein stilles, aber eindrucksvolles Highlight. Auch
wenn die Kamera des Regionalfernsehens an unserem Stand vorbeizog,
blieb unser Beitrag für viele Besucherinnen und Besucher etwas
Besonderes.
Wir präsentierten ein begehbares Labyrinth, das
Kinder wie Erwachsene gleichermaßen anzog. Wer den Weg durch die
Windungen ging, erhielt nicht nur ein spielerisches Erlebnis, sondern
auch Einblicke in die Geschichte des Labyrinths – von seinen
mythologischen Wurzeln bis zu seiner Bedeutung als Symbol für
Lebenswege, Orientierung und innere Sammlung.
Viele erfuhren zum
ersten Mal, dass in Brieske ein großes Lausitzer Labyrinth entsteht:
ein Kunstprojekt mit großformatigen Bildern, die die Geschichte der
Lausitz erzählen – Landschaft, Wandel, Identität, Traditionen und
Zukunftsfragen. Dieses Projekt stieß auf spürbare Begeisterung und
wurde von vielen Eltern als wichtiger Beitrag zur kulturellen
Bildungsarbeit gelobt.
Neben dem Labyrinth stellten wir auch das
Projekt „Mathe, Deutsch und blaue Flecken“ vor. Kinder und
Jugendliche wurden eingeladen, eigene Geschichten aus ihrem
Schulalltag aufzuschreiben und einzureichen – mit der Chance, im
vierten Band der deutschlandweiten Publikation veröffentlicht zu
werden.
Ein besonders wertvoller
Moment: Sehr viele Kinder erhielten ein Buch aus der Reihe „Mathe,
Deutsch und blaue Flecken“ als Geschenk. Damit möchten wir nicht
nur Freude bereiten, sondern ganz bewusst das verständliche Lesen
fördern – eine Grundlage für Bildung, Selbstbewusstsein und
Teilhabe.
Viele Eltern empfanden dieses Angebot als bereichernd
und wichtig, weil es Kindern eine Stimme gibt und ihre Erfahrungen
sichtbar macht.
Wolfgang Wache und
Yana Arlt waren über Stunden hinweg von interessierten Eltern und
Kindern umringt. Es entstanden Gespräche über Kunst, Bildung,
Lausitzer Identität und die Kraft des Erzählens.
Ein besonders
schöner Moment: Einige Eltern setzten sich spontan hin und
zeichneten selbst ein Labyrinth. Dabei entdeckten sie – oft mit
einem Lächeln – ihr eigenes inneres Kind wieder. Viele beschrieben
es als kleine, unerwartete Bereicherung ihres Tages.
Der Auftritt des Vereins
war ein leiser, aber nachhaltiger Höhepunkt des Kinderfestes. Er
verband Spiel und Bildung, Kunst und Begegnung, Tradition und Zukunft
– genau das, was kulturelle Arbeit in der Lausitz heute braucht.
Und er machte deutlich:
Die außerschulische kulturelle
Bildungsarbeit des Nachwuchs Literatur Zentrums „Ich schreibe!“
besitzt in Brieske ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Sie schafft
Räume, in denen Kinder, Eltern und Kunst miteinander in Berührung
kommen – offen, niedrigschwellig, inspirierend und zutiefst
menschlich.
Mit einem großen
Plakat riefen wir zugleich dazu auf, beim Kunstpleinair in Brieske
Marga vom 12. bis 14. Juni dabei zu sein. Denn: Alle können Kunst
machen in Brieske Marga.
Geschichten schreiben, zeichnen, malen,
Linolschnitt, Stempelkunst, LandArt – es gibt viele Möglichkeiten,
sich an drei Sommertagen kreativ auszuprobieren. Das MARGA Atelier
öffnet seine Türen für Kreative jeden Alters. Für Kinder und
Jugendliche wird es eigene Angebote geben.
Ich bin heute nicht faul,
ich mache nur eine Pause
im Energiesparmodus
– genau wie die Sonne!
Textquelle: Internet
Wir bringen das begehbare Labyrinth auf der Plane mit, viele Informationen über das Thema Labyrinth, unser Projekt "Lausitzer Labyrinth" und Labyrinthe zum Selbsterkunden.
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| Labyrinthplane beim Tag der Baukultur auf der Wiese vor der Kirche Brieske |
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geschnitten und grundiert Auf die Pappe 19 x 19 cm kann man mit Markern seine Ideen skizzieren 5. Mai Stand des "Ich schreibe!" beim Kinderfest SFB 12. - 14. Juni Kunstpleinair in Brieske Die Siebdruckplatten für das begehbare Labyrinth sind 1 x 1 Meter groß und werden im MARGA-Atelier bearbeitet. |
W O L F G A N G W A C H
E
Wenn Marga lacht – Eine fröhliche Erzählung vom Tag der
Baukultur in der Gartenstadt
Es gibt Tage, an denen
ein Ort nicht nur Kulisse ist, sondern selbst zur Hauptfigur wird.
Der Tag der Baukultur in Brieske war genau so ein
Tag. Ein Tag, an dem die Gartenstadt Marga, dieses
architektonische Kleinod der Arbeiterkolonie Grube Marga, nicht nur
ihre Türen öffnete, sondern ihre ganze Seele zeigte – und dabei
fröhlich, charmant und ein bisschen schelmisch wirkte.
Denn Marga
ist nicht irgendein Ort. Sie ist ein Gesamtkunstwerk der
frühen Moderne, gebaut für Bergarbeiter, die nicht nur
wohnen, sondern gut wohnen sollten. Ein Ort, der
zeigt, wie sozialer Gedanke, Architektur und Lebensqualität
zusammenfinden können. Rote Dächer, geschwungene Straßen, Plätze,
die zum Verweilen einladen – eine Siedlung, die bis heute erzählt,
wie man Wohnen menschlich denkt.
Und an diesem Tag erzählte sie
besonders laut.
Ein Vormittag voller Vorfreude –
und ein Helferteam wie ein Ameisenstaat
Schon am
Morgen wuselte das Aufbauteam über den Platz, als hätte jemand
einen Startschuss gegeben. Zelte wurden aufgestellt, Blumen drapiert,
Kabel entwirrt – und mindestens dreimal wieder verwirrt. Doch
irgendwann stand alles. Oder zumindest genug, um zu behaupten, es sei
Absicht.
Und dann lag dieses Knistern in der Luft, das sagt: Heute
wird ein guter Tag.
Ein Rundgang mit Minister – und
Häuser, die Haltung annahmen
Ich, Wolfgang
Wache, durfte Minister Crumbach durch die
Gartenstadt führen. Ein Rundgang, der irgendwo zwischen politischer
Bedeutung und heiterer Dorfkomödie pendelte.
Mit
dabei:
Bürgermeister Pfeiffer, der stets aussah,
als wisse er genau, wo es langgeht,
Kammerpräsident
Krebs, der mit professionellem Nicken jede Fassade adeln
konnte.
Und ich bin mir sicher: Die Häuser standen ein kleines
bisschen gerader, als der Minister vorbeikam.
Das Labyrinth – ein
Kunstprojekt als Startschuss für etwas Großes
Vor
der Kirche lag ein großes Labyrinth aus Planen, das
auf den ersten Blick aussah wie ein Spielplatz für philosophisch
veranlagte Maulwürfe. Doch in Wahrheit war es viel mehr: Der
symbolische Auftakt für ein internationales Kunstprojekt,
das künftig Künstlerinnen und Künstler aus nah und fern nach Marga
holen soll.
Ein Projekt, das die Baukultur dieses briesker
Kleinods der Architektur hervorheben wird – mit
Installationen, Performances, Workshops und künstlerischen
Interventionen, die die Gartenstadt neu erfahrbar machen.
Wir
wünschen uns sehr, dass die Ingenieurkammer uns auf
diesem Weg unterstützt – denn Baukultur lebt davon, dass Menschen
aus verschiedenen Disziplinen gemeinsam denken, gestalten und
träumen.
Das Labyrinth war also nicht nur ein Kunstwerk. Es war
ein Versprechen.
Kunst, Kuchen, Kinder – und
eine Bratwurst, die Legenden schreibt
Auf dem Marktplatz
entstand jene Art von fröhlichem Durcheinander, die nur Orte
hervorbringen, in denen jeder jeden kennt – und trotzdem alle
überrascht sind, sich zu treffen.
Die Seniorengruppe
servierte Kuchen, der so gut war, dass man kurz überlegte, ob man
nicht doch noch ein drittes Stück „für später“ braucht. Die
ABI-Gruppe des Gymnasiums grillte Bratwürste, die
so meisterhaft waren, dass man ihnen eigentlich ein eigenes Wappen
verleihen müsste. Und dieselben Jugendlichen verwandelten Kinder in
Tiger, Feen, Superhelden – und gelegentlich in etwas, das
vermutlich ein Drache sein sollte.
Vor der Schule entstand eine
Kunstmeile, die aussah, als hätte jemand die
Kreativität der Lausitz einmal kräftig ausgeschüttelt. Farben,
Stimmen, Lachen – ein lebendiges Atelier unter freiem
Himmel.
LausitzLiebe – Pflanzen, die singen (und
besser im Takt bleiben als manche Menschen)
Ein
poetischer Höhepunkt kam von LausitzLiebe. Jana
Wieduwilt brachte einen Pavillon mit, in dem Pflanzen tatsächlich
sangen.
Über Kopfhörer hörte man, wie die
Natur summt, schwingt, antwortet – und einige Besucher behaupteten
später, die Pflanzen hätten eindeutig Rhythmusgefühl.
Dazu gab
es die LausitzBowle, so grün, dass man kurz
überlegte, ob sie ebenfalls mitsingt.
Fotos von Fenja
Das Puppentheater „Bau-Kuh-Uhr“
– 20 Minuten Chaos, Charme und Erkenntnis
Um 15
Uhr war es soweit: Das Puppenspiel „Bau-Kuh-Uhr“
begann – und wurde zum heimlichen Star des Tages.
Unsere drei
Bücherregalbewohner
Leseratte Raz,
Bücherwurm
Vermiculus,
Eule Sophia,
stürzten
sich mit einer Mischung aus Enthusiasmus und völliger Verwirrung in
die Frage, was Baukultur eigentlich ist.
Und wie das so ist, wenn
man drei sehr unterschiedliche Charaktere auf eine Bühne stellt,
passierte Folgendes:
Es gab Missverständnisse.
Es gab noch
mehr Missverständnisse.
Und es gab den festen Willen, alles zu
klären – was natürlich in noch mehr Chaos endete.
Ob wir in 20
Minuten wirklich alles erklären konnten? Wahrscheinlich nicht. Ob
hinterher mehr Klarheit herrschte? Vermutlich auch nicht. Aber eines
ist sicher: Es war herrlich. So herrlich, dass
selbst Erwachsene plötzlich wieder fünf Jahre alt wurden und mit
offenem Mund dasaßen.
Die Kirche als Klangraum –
ein Abend, der schwebte
Um 17 Uhr
verwandelte sich die Martin-Luther-Kirche in einen musikalischen
Klangraum. Töne schwebten durch das Kirchenschiff, mischten
sich mit Licht und Gesprächen – ein Moment, der so schön war,
dass er unbedingt zum Tag des offenen Denkmals wiederholt
werden soll.
Harlekids, Erinnerungskultur
und zwei Menschen, die nicht stillstehen können
Die
Harlekids zeigten dem Minister Ausschnitte ihrer
zirkuspädagogischen Arbeit – ein bunter Wirbel, der selbst ernste
Gesichter zum Lächeln brachte.
Und dann waren da Jana
Arlt und ich – vier Stunden lang mitten unter den Gästen.
Erzählend, spielend, lesend, lachend. Wir öffneten ein Stück
unserer eigenen Welt und sprachen über das, was uns antreibt:
Erinnerungskultur, Baukultur, die Seele von Marga.
Ein
Tag, der bleibt
Der 30. Mai war Teil des Tages
der Baukultur Brandenburg 2026, eingebettet in eine Route,
die den Wandel der Lausitz zeigt. Doch Marga setzte den poetischen
Schlusspunkt – warm, fröhlich, humorvoll.
Ein Tag, der nicht
nur stattfand, sondern passierte. Ein Tag, der
zeigte, dass Baukultur nicht nur Mauern meint, sondern Menschen. Und
dass Feste am schönsten sind, wenn sie ein bisschen aus dem Ruder
laufen.
Fotos von Justyna
Es folgt eine Liste von Dingen, die am
vergangenen Samstag, dem Tag der Baukultur, schief gelaufen sind oder
über die ich mich noch jetzt aufregen könnte........ Hm? Was ist
mit meiner Tastatur los? …...... Ich habe doch gerade 5 Stichpunkte
hier hingeschrieben, angefangen mit....... He! Hier spielt mir doch
einer einen Streich! Wieso kann ich nicht lesen, dass ich geschrieben
habe....... Aber alles andere sehe ich doch auch auf dem Bildschirm –
die Worte vor und nach dem ersten Stichpunkt......... ich werd
verrückt, das gibt es doch nicht.
Ok, Versuch 2
Es folgt eine
Liste von Dingen, die am vergangenen Samstag, dem Tag der Baukultur,
richtig gut liefen und bei denen ich jedes Mal schmunzeln muss, wenn
ich daran denke:
die köstliche Bowle am Stand der
LausitzLiebe
die tiefen Gespräche, die mir besonders zwei
Menschen einmal ganz anders erfahrbar machten
die Kombi von
Schokoküchlein und Erdbeer-Schmand-Torte
~ na schau, das
funktioniert auf der Tastatur
Aber genervt hat mich an diesem Tag
die ….......... Manno, die Tastatur kann ich nicht überlisten,
Gemecker und Nörgelei schreibt sie einfach nicht. Hm.
Super
geklappt hat die Organisation Grillwürstchen und Kinderschminken vom
Abikomitee27.
Wir hatten so tollen Besuch zu unserem Puppenspiel –
Frank, der Designer unseres nlz-Logos und Mitgestalter des Lyrikzin
1, war mit seiner Familie da! Seine kleine Tochter wurde während des
Puppenstücks gleich zur Stadtführerin der Gartenstadt Marga ernannt
und hat das super gemacht!
Ich habe mich schockverliebt in eine
kleine rote Rose – na die, deren Frequenzen ich gehört habe und
die mit so warmen Tönen auf meine vorsichtige Berührung reagierte,
die Ananas klang voll und sanft, die Birne war sehr gesprächig.
Der
Wind hat zwei Zelte........... ja, schon gut. Das große Sternzelt
hat sich tapfer dem Wind widersetzt und uns auf dem Markt herrlichen
Schatten für den Musik- und Kaffeegenuss gespendet.
Das
Experiment mit der Kirche als Klangraum war einfach der perfekte
Abschluss für den ereignisreichen Tag.
Drückt mal die Daumen, dass die
Gespräche an diesem Tag reiche Früchte tragen – ich meine die mit
der Vertreterin der TAG, dem Senftenberger Bürgermeister und dem
Landtagsabgeordneten, denn wir treten ja seit 10 Jahren auf der
Stelle, was Heizung............. schon gut, ich meckere ja nicht, ich
analysiere ;-)
Doch schaut euch mal die Fotos in den Posts der
kommenden Tage an ~ manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte.
So
und ich muss jetzt mal nachsehen, was mit meiner Tastatur los ist.
Wenn sich das auf meine Kugelschreiber überträgt, die Bleistifte,
die Stimmbänder, das Gehirn ~
Yana Arlt
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| Samstagmittag - Aufbau seit 10 Uhr Treff auf eine Tasse Kaffee & Schnitten um 12 Uhr Jetzt noch Details... und dann starten wir um 14 Uhr |