Freitag, 13. März 2026

15.MÄRZ ab 14 Uhr MARGA-Atelier geöffnet zum "Tag der Druckkunst"

 
15. März "Tag der Druckkunst"
Wir öffnen unser MARGA-Atelier in Brieske ab 14 Uhr. Und: Ja, wir experimentieren auch gern mal mit alten/neuen Drucktechniken wie dem Kartoffeldruck. Schaut euch an, was Wolfgang Wache mit dem Erdapfel für ein wundervolles abstraktes Bild gestaltet hat, das zum Träumen und Fantasieren einlädt. Was siehst du auf dem Bild?
 

Am 15. März sind auch wir in Brieske-Marga wieder beim "Tag der Druckunst" mit dabei. Wolfgang Waches Linolschnitte sind zu sehen und sein sehr experimenteller Kartoffeldruck, zu dem bisher noch kein Text entstanden ist. Wär ja mal ein Vorhaben für das kommende Wochenende ;-)


  

 

Dienstag, 10. März 2026

zum World Labyrinth Day am 2. MAI das Sandlabyrinth in Brieske-Marga

 Wir sind mit unserem Sandlabyrinth wieder dabei!

 

Mit Stand 7.3.2026 sind 
3 Labyrinthe in Deutschland
bei "The Labyrinth Society"
gelistet.

 

Ein besonderer Impuls in diesem Jahr sind Wandersteine!

Bringt eure Wandersteine mit und gestaltet die Mitte des Labyrinths mit!

Wir werden sehen, wohin diese Steine mit Startpunkt Labyrinth in Brieske-Marga dann unterwegs sein werden ~

 


  

Montag, 9. März 2026

Inspirieren lassen ~ Fenster / Window / Fenêtre / Ventana / Fenestra / Finestra

Fenster ~ Scherben bringen . . . Erinnerung 

Ihr kennt doch sicher die Formulierung: „Über den Tellerrand schauen“ oder „Über den Tellerrand hinaus denken“. Wilhelm Busch schrieb es so: „Mancher kann nicht aus dem Fenster hinausdenken“ und im Film „Yentl“ singt die Hauptperson, gespielt von Barbara Streisand: „It all began the day I found / That from my window I could only see / A piece of sky / I stepped outside and looked around / I never dreamed it was so wide / Or even half as high“ // „Alles begann an dem Tag, als ich feststellte, dass ich von meinem Fenster aus nur ein Stück Himmel sehen konnte. Ich trat hinaus und sah mich um. Ich hätte nie gedacht, dass er so weit oder auch nur halb so hoch war.“
Lust, noch ein bisschen mehr zu „fensterln“?
„Wir wären zusammen und hätten unsere Bücher und wären nachts warm im Bett zusammen mit offenem Fenster und die Sterne leuchten.“ Ernest Hemingway
„Du sagst du liebst den Regen, aber benutzt einen Regenschirm. Du sagst du liebst die Sonne, aber bleibst im Schatten wenn sie scheint. Du sagst du liebst den Wind, aber schliesst das Fenster wenn er weht. Deshalb habe ich Angst, wenn du sagst, dass du mich liebst.“ Bob Marley
„Glaube, dem die Tür versagt, / steigt als Aberglaub' ins Fenster. / Wenn die Götter ihr verjagt, / kommen die Gespenster.“ Emanuel Geibel

gefunden auf: https://beruhmte-zitate.de

Welch große Verheißung liegt hinter einem Fenster. Welch fragwürdige oder grauenhafte Dinge geschehen hinter verschlossenen Türen. Wie furchtbar ist dieses Geräusch herabrauschender Jalousien. Nur während der Advents- und Weihnachtszeit bleibt hier und da ein Spalt frei, damit die Welt da draußen den elektrisch beleuchteten Schwibbogen sehen kann, der auf dem Fensterbrett platziert ist. Glasfenster schützen uns vor Kälte, vor Hitze, vor Regen, vor Schnee, vor Wind, vor Hagel und doch scheinen das Licht unserer Wohnzimmer- oder Küchenlampe, das Licht des LED-Sterns, die flackernden Bildschirmlichter hinaus und das Licht der Straßenlaternen, der vorüberfahrenden Autos, der Sonne, der Sterne und des Mondes hinein. Es ist jemand da drinnen. Es ist jemand da draußen. Joni Mitchell singt in einem Lied: „At least the moon at the window / The thieves left that behind ~ Zumindest der Mond am Fenster / Das haben die Diebe zurückgelassen“.
Ich erinnere mich, wie wir Geschwister noch einmal durch das Haus, die Wohnung gingen, in dem wir aufwuchsen... mit Fotokamera und Schreibblock. Die Fenster und Türen waren bereits herausgenommen worden, auch die Stallgebäude waren weggerissen, der Garten war nicht wiederzuerkennen. Viel haben wir nicht geredet. Jahrelang habe ich in Träumen das Haus immer wieder besucht – oder es mich? Im Buch „ein Haus ~ zwei Leben“ wurden einige dieser Fotos veröffentlicht... und Texte... die längst nicht alles erzählen können. Wieder einige Jahre später, im Juni vor 5 Jahren, gestalteten wir auf dem Margahof eine Performance mit Lesung, Tanz, Trommel und Fotografie. Vielleicht hat an diesem Nachmittag nicht jeder der Anwesenden mitbekommen, wie besonders diese Performance für uns war und wie besonders es war, dass genau diese Menschen unser Publikum waren.
Ein zerbrochenes Fenster, Scherben, Schnitte in den Fußsohlen – Vergangheit, die immer noch schmerzt.
Nackt. Entblößt geht er ins Sonnenlicht, das durch das zerbrochene Fenster scheint. Die Glasscherben schneiden kleine Wunden in seine Füße. Genau an der Stelle wo einst das gemeinsame Bett stand“, so endet der Text „Der nackte Rücken“ von Wolfgang Wache. Es ist einer meiner Lieblingstexte von ihm, den er auch bei unserem Programm „M.E.N.S.C.H.E.N.P.U.N.K.T.E“ las. Es gibt einige Texte, die ich immer wieder von ihm gelesen, anhören kann. Niemand sonst kann seine Texte so lesen. Das gilt übrigens auch für Alexander Kiensch, dessen Kurzprosa mich immer wieder fesselt. Ich erinnere mich an den Text „Kompott“ - eine Geschichte eines verwaisten Kindes, das sich Jahre später erinnert: „Manchmal, wenn mich selbst heute noch die Traurigkeit unerwartet überkommt, hilft es mir, daran zu denken, wie meine Lehrerin mich angesehen hat. Dann sitze ich manchmal da, in meinem Sessel vor dem Fernseher oder am Schreibtisch, starre vor mich hin und murmele: Es war ein Kompott. Da bin ich ganz sicher.“
So ein Stapel von alten, ausgebauten Fenstern erzählt viele Geschichten – von den Orten, an denen sie Schutz eines Drinnen vor einem Draußen boten... was diesseits geschah... was jenseits geschah.

Yana Arlt


Margaret Atwood

Ich blicke mich um, betrachte die Wände, das Fenster; alles ist wie früher, unverändert, aber die Umrisse sind verschwommen, als ob alles leicht verzerrt sei. Ich muss vorsichtiger mit meinen Erinnerungen umgehen, ich muss sicher sein, dass es meine eigenen und nicht die anderer Leute sind, Leute, die mir erzählen wollen, was ich empfand, wie ich mich verhielt, was ich sagte: Wenn die Ereignisse nicht stimmen, stimmen auch die Empfindungen nicht, die ich dabei hatte; ich werde anfangen, sie zu erfinden, und es gibt dann keine Möglichkeit mehr, das zu korrigieren, weil die, die mir helfen könnten, nicht mehr da sind, Ich überfliege schnell meine Version meines Lebens, überprüfe sie wie ein Alibi; es passt zusammen, es ist alles da bis zu der Zeit, als ich fortging. Danach ist mein Leben wie ein entgleister Zug, für einen Augenblick verliere ich es aus den Augen, es ist wie weggewischt; ich weiß nicht mal mein genaues Alter, ich schließe die Augen, was ist das? Die Vergangenheit zu besitzen, aber nicht die Gegenwart, das bedeutet, man fängt an senil zu werden. Ich kämpfe gegen die Panik, die in mir aufsteigt, ich öffne meine Augen gewaltsam, betrachte meine Hände, mein Leben ist darin eingeritzt. Ich öffne die Hand, und die Linien fließen auseinander. Ich konzentriere mich auf das Spinnennetz beim Fenster, in dem gefangene Fliegenkörper hängen, die das Sonnenlicht auffangen; die Zunge in meinem Mund bildet meinen Namen, wiederholt ihn wie ein Psalm… Dann klopft jemand an die Tür. "Gefangen, gefangen", sagt jemand, es ist David, ich erkenne ihn, Erleichterung, ich bin wieder da, wo ich hingehöre.




15. MÄRZ / Tag der Druckkunst / MARGA-Atelier in Brieske ab 14 Uhr geöffnet

 

Auch die Frottage ist ein Druckverfahren. Dazu legt man ein dünnes Blatt Papier auf einen strukturierten Untergrund, mit einem weichen Bleistift oder Zeichenkohle wird nun über das Papier gerieben (frotter - französisch für reiben). Der ein oder die andere kennt diese Technik möglicherweise noch aus der Kindheit, als man mit Geldmünzen, Papier und Bleistift einen Abdruck der Münze auf das Papier brachte.
Ich habe bei diesen Frottagen auch mit Wachsstiften und Straßenkreide experimentiert - war aber vom Ergebnis noch nicht überzeugt. Am "Tag der Druckkunst" sollen mit Kopien der Abriebe, Stempeln und Texten Collagen entstehen. Vielleicht führen mich die Geschichten, die aus den Jahresringen und Wunden perlen noch zu ganz anderen Ideen.
Dieses Werk im Prozess und erste Ergebnisse des 15. März werden auch am "Tag des offenen Ateliers" (2. & 3. Mai) und am "Tag der Baukultur" (30. Mai) gezeigt.

Y.A.

 



 

Donnerstag, 5. März 2026

23. APRIL / 17 Uhr / Senftenberg / Finissage "Ein jegliches hat seine Zeit" Yana Arlt mit Lesung "Zwischen verblühten Kroküssen"

23. April ~ Welttag des Buches (Infos)

18. bis 26. April 2026 Feministische Buchwoche (Infos)


 

Im März legt sich Veilchenduft auf Wimpern, im April verlaufen Gedichtspuren im Schnee, im Mai sitzt ein Traurigsein im Apfelbaum – die Dichterin und LandArt-Künstlerin Yana Arlt findet in ihren Texten immer wieder erstaunliche und horizonterweiternde Bilder für scheinbar Alltägliches und oft Übersehenes. Über Jahre hinweg hat sie jedem Monat ganz eigene Lyrik zukommen lassen.
In den Gedichten des Monats April „Zwischen verblühten Kroküssen“ ist von Jahreszeitlichem die Rede, von Zwischenmenschlichem und Weltmüdigkeit. „Der Krieg, Mariechen, ist grau / Sieben Jahre ist es her / und dann war alles vorbei / Du bist geblieben mit dem Kind / an der Hand / das nicht loslassen wollte“ (aus „Flieh, Mariechen“)

 

Mittwoch, 4. März 2026

15. MÄRZ Tag der Druckkunst ab 14 Uhr im MARGA-Atelier

  


Dieser Holzschnitt entstand im März 2025.

Hier ist der Druck zu sehen, der so auf einer Leine im MARGA-Atelier trocknet, dass er durch das geöffnete Fenster den Blick auf das ursprüngliche Motiv zulässt.

Aber wer hat denn bitte so ungünstig vor der Hofeinfahrt geparkt? Ob dort die großen Fahrzeuge der ansässigen Firmen vorbei kommen?

Noch mehr Motive der Gartenstadt Marga als Linoldruck, kann man am 15. März 2026 ansehen. 

Wir laden ein, am "Tag der Druckkunst" selbst ein Wunschmotiv in eine Druckplatte zu schneiden und auf der Druckpresse Abzüge zu machen.
Natürlich kann man sich auch mit Stempeln eine Postkarte oder ein Lesezeichen gestalten oder den Kartoffeldruck ausprobieren.