Dienstag, 28. Juli 2026

Stefan Reschke - Bewegt! In Farbe! Mit Ton & Reim!

 InstagramTIPP: gedichte_zum_abhaengen

 


 

 Wir freuen uns, dass Stefan beim 14. Lausitzer Lyrikfestival wieder dabei ist!

 


 

 

 

Das Lied, das Stefan Reschke hier beim
13. Lausitzer Lyrikfestival
live vorträgt, ist auf Instagram als Videoaufnahme
zu sehen und zu hören.

Was? Nur 17 Herzen???
Jetzt aber schnell!

Janas Fotosommertour durch das Lausitzer Seenland - 20


 

 

Montag, 27. Juli 2026

Inspirieren lassen ~ Wie lange wird es bestehen?

 

Wie lange wird es bestehen, das Bild aus Schottersteinen und Zweigen? Wie lange wird es bestehen, das Gemälde an der Kirchenwand? Wie lange wird es bestehen, das Motiv aus Zeichenkohle, aus Pastelkreide auf dem Blatt Papier? Wie lange wird es bestehen, das Gefühl der Gemeinschaft, der Verbundenheit, dass in 3 Tagen entstanden ist? Wie lange wird es bestehen, das sich umsorgt und gestärkt wissen? Wie lange wird es bestehen, das Wissen, Teil von etwas Großartigem gewesen zu sein. Wie lange bleibt man nach einem sorgsam bereiteten Mahl satt? Sättigt auch etwas lieblos Zubereitetes? Wie lange wird es bestehen, das Unbehagen oder die Traurigkeit nach der Geschichte, in der es um Verletzung, Trauma, Abschied, Tod und unauslöschliche Schrammen und Blessuren in der Erinnerung geht? Wie lange wird es bestehen, das Nachhallen von freundlichen Worten, vom letzten Kirchenglockenschlag, von den ewig sich wiederholenden Annekdoten der Jugend?
Die vielen Lebensgeschichten überwältigen mich, als wir bei Würstchen und Melonenstücken am Abendbrottisch sitzen, der doch gerade noch ein Arbeitstisch für Bilder aus Blättern, Steinen, Blüten, für Zeichenkohle und weißes Papier, für historische Fotos waren. Ich versuche zu filtern, zu sortieren... im Zelt ist es warm, draußen geht unablässig der warme Sommerwind. Die Kirche ist kühl aber nicht ruhig. Der Hund auf dem Nachbargrundstück versucht mit den Fremdlingen ins Gespräch zu kommen. Überall ist Bewegung – sogar die Zeiger der Kirchturm drehten sich in rasantem Tempo. Ich kann nicht ankommen. Wo ist mein Platz? Welche ist meine Aufgabe? Ich spaziere mit der Tassee Kaffee um die Kirche, setze mich auf das Stückchen ungemähte Wiese … wie wundervoll die Grüntöne des Linden- und Robinienlaubs, die sandfarbenen trockenen Gräser, hier und da Stängel von Scharfgarbe und wildem Schnittlauch, Sauerampfer und Sternmiere. Wie sich die Gräserrispen und Baumkronen auf der helbraunen Oberfläche des Kaffees spiegeln. Die ganze Welt in einer Tasse. Aber ich habe keine Zeit und auch keine innere Ruhe für diesen Genuss. Ich stehe auf, nehme einen großen Schluck des milchig, bitter-säuerlichen, kalten Getränks, sammle etwas der Flora und schlendere zurück zum Zelt. Dort bereite ich ein LandArt-Arbeitstisch vor für diejenigen, die aus verschiedensten Gründen nicht auf der Wiese unter den Linden arbeiten können oder wollen. Graue Steinchen werden im Verlauf des Nachmittags noch hinzu kommen, grüne und vertrocknete Samenstände des Flieders, Stängel von Melde und Zweige... Ich selbst lege „Kunst in den Weg“ - gestalte auf dem Weg vom Gemeindehaus zum Kirchenseiteneingang ein Bild. Es wird sich verändern über Nacht, es wird von manchen Besuchern entdeckt, von anderen nicht wahrgenommen, es gibt sogar einige, die das Motiv erst als Foto auf der Bilderleine in der Kirche zur Abschlusspräsentation am Sonntagnachmittag entdecken und es gibt auch Gäste, die die verrutschten Strahlen aus kleinen Zweigstücken behutsam korrigieren. Vielleicht werde ich Irmhild Wahren bitten, ab und zu mal nach dem „Mond“ zu schauen, mir vielleicht ein Foto von den Veränderungen zu schicken. Vielleicht. Denn nichts besteht ewig. Die Musik verklingt. Die Blätter fallen herab. Die Blüten welken. Die Tagebaue sind ausgekohlt. Das Bild der Spirale aus Lindenblättern ist verweht. Die Würstchen, das Brot, die Kräuterbutter sind verspeist. Die Lebens-Geschichten sind gelebt, erinnert, erzählt, vergangen … und tauchen wieder auf in den Versen der Dichter, in den Liedern der Musiker, in Romanen der Autoren und in den Abzeichnungen einer mittelalterlichen Wandmalerei.

Yana Arlt


Corey

Ich kam nach Hause. Aber die alte Welt gab es nicht mehr und die neue hatte noch keinen Platz für mich. So war ich nichts als ein Besucher in einem Museum, der an der Kasse eine Gebühr für den Zutritt zu jenen Räumen entrichtete, in denen er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Ein öffentlich zur Schau gestelltes Leben hinter Kordeln aus rotem Samt. Diesen Anblick ertrug ich nicht lange. Ich verließ das Schloss und zog ganz in der Nähe in das Haus eines gänzlich unbekannten Dichters, der kürzlich verstorben war, und der die Wände seiner Zimmer mit Zynismus getäfelt hatte.

Textquelle: X (ehemals Twitter)

 


 

 

KreativTIPP für den kommenden Donnerstag, 30. Juni


 


 
Wenke wird beim 14. Lausitzer Lyrikfestival wieder dabei sein!
Die kreativen Lausitzer L Y R I K Festival-Buchstaben sind aus ihrer Hand!









Beim Lyrikfestival 2025 hat sie die Lesungen mit Block und Pinsel begleitet:


 

Janas Fotosommertour durch das Lausitzer Seenland - 19


 

 

Samstag, 25. Juli 2026

Janas Fotosommertour durch das Lausitzer Seenland - 17


 

Fürs Bett bin ich dir gut genug,
aber vor deinen Freunden
schämst du dich
für mich!

Teddy [20], fühlt sich ausgenutzt



Textquelle: Shiny1jux

 

Freitag, 24. Juli 2026

24. Juli Christopherustag ~ Malereien entdeckt beim Labyrinthtreffen 2024 in Österreich

 


Noch immer stehe ich mit TeilnehmerInnen des Internationalen Labyrinthtreffens 2024 in Verbindung. Diese Reise war eine große Bereicherung meines Lebens!
 
Nicht alle waren sich der besonderen Darstellungen eines Mannes, der ein Kind auf dem Arm, auf der Schulter trägt, bewusst. Bei unserem Ausflug am 24. Juli 2024 galt unsere Aufmerksamkeit anderen Besonderheiten, ich erinnerte mich der Bedeutung des Datums und freute mich umso mehr, dass ich diese wertvollen Darstellungen entdeckte.
 
Jeder von uns braucht von Zeit zu Zeit einmal jemanden, der uns durch unwegsames Gelände trägt, der uns seine Hand, seinen Arm reicht, seine Schulter anbietet, mit uns gemeinsam ein paar Schritte die Last des Lebens trägt. 
Ich wünsche einem jeden von euch jemanden, der euch aufrichtet, der euch ein Stück des Weges trägt, bis ihr wieder auf eigenen Beinen stehen könnt. Ich wünsche euch aber auch, dass ihr Müdigkeit, Traurigkeit, Verzweiflung, Not bei euren Mitmenschen erkennt und ihnen ein Unterstützer sein könnt.
 
Wer war in eurem Leben einmal ein besonderer Mensch, der euch durch schwere Zeiten trug?
Schreibt mir den Namen eures "Christopherus'" und wenn ihr mögt auch die Geschichte, die euch verbindet: nlz-jana.arlt@gmx.de
Oder nutzt das Formular links von der Text- und Bildspalte
👈

Y.A. 
  

Janas Fotosommertour durch das Lausitzer Seenland - 16


 

 

Donnerstag, 23. Juli 2026

Lesung der Autorengruppe "Pegasus" / 11. Oktober / 16 Uhr / Kulturfabrik Hoyerswerda

Ach je, das ist ein bisschen wie mit den Dominosteinen im August im Supermarktregal - warum stellt ihr denn jetzt, im Juli, schon die Lesung auf den Blog, die ja erst im Oktober stattfindet?

Zum Ersten: Es gibt Terminkalender, da kann man den Sonntagnachmittag des 11. Oktober schonmal blocken.

Zum Zweiten: Wir werden als Gastleser in Hoyerswerda unser Projekt "Lausitzer Labyrinth" vorstellen und die ersten Texte lesen, die bis dahin geschrieben wurden. Naja, bisher ist 1 Text entstanden, da wollen wir noch was tun . . . und heute ist KREATIVER DONNERSTAG 😀