Dienstag, 22. September 2026

Die Ausstellung "Atelierfundstücke" von Wolfgang Wache ist eröffnet

 

In der Ausstellung "Atelierfundstücke" ist (fast) alles vertreten, was der Künstler Wolfgang Wache zu bieten hat: Linolschnitt, Federzeichnung, Kohlezeichnung, Lyrik, Kartoffeldruck, Aquarellmalerei. Zur Eröffnung hat er sogar das dreidimensionale Werk "Bahnhofsvorsteher" mitgebracht und sich getraut, den surrealen Text, zu dem das Werk entstand, vorzutragen. Diese Art zu schreiben macht Wolfgang besonders viel Spaß, an den Leser oder Hörer stellt es besondere Ansprüche. Aber das Publikum verstand, lachte hier und da und ließ sich einfach mitnehmen in die surrealen Welten des Autors Wolfgang Wache.
Konkreter wurde es dann bei den Worten zu einzelnen Bildern. Seine Liebe zur Clownerie, seine Freude an bildkünstlerischen Experimenten, Motive der Gartenstadt Marga und immer wieder die kleinen Momente des Alltags - in Bild und Vers, diese Vielfalt wird durch die geschickte Werksauswahl richtig in Szene gesetzt.

Zu sehen sind die Werke bis Dezember 2026 im Trauercafe "Lichtblick", in Senftenberg. 

 

Montag, 21. September 2026

Inspirieren lassen ~ Dem Leben in Rechnung stellen

 

Da sind sie, die typischen Rufe der Wildgänse, wenn sie in V-Formation über den Himmel ziehen. Ein Reiher erhebt sich fast lautlos, als ich auf dem Radweg am See an ihm vorüberfahre. Vier Schwäne ziehen über das Graublau des Septembermorgens. Erwartungsfroh breite ich die Zeltplane auf dem taufeuchten Gras aus – in fünf Stunden werden wir sehr traurig und entkräftet die vom Wind verbogenen Zeltstangen ins MARGA-Atelier ausladen. Wieder einmal hat uns das Wetter in diesem Sommer alle Pläne vom Tisch geweht. Sehen Raz und Vermiculus auch traurig aus, schaut mich Sofia vorwurfsvoll an? Unsinn, die Figuren sind nur aneinandergenähte Stoffstücken, die Köpfe gefüllt mit Watte, die Augen aus Plast aufgeklebt. Ich deute etwas hinein. Ich projiziere meine eigene Unzufriedenheit in den Faltenwurf des grauen und braunen Stoffs, in das Vornüberfallen des Kopfteils, als ich die Leseratte auf die Trinkflasche ziehe. Ich selbst gebe den Figuren Leben mit der Bewegung meiner Hand, meiner Finger und meiner Stimme. Nun bleibt nichts mehr zu tun. Der Samstag war anders geplant. Man bereitet nicht etwas vor, man plant und probt nicht für einen Abbruch. Was fange ich jetzt an mit der Leere? Wie stoppe ich das Gedankenkarrussel in der Zeit, in der sich die Zeiger auf 14Uhr30 drehen, auf 15 Uhr, auf 16 Uhr... jetzt hätten wir... wir würden jetzt... Die Zeit und Kraft, die wir hineingesteckt haben in die Vorbereitung dieser Veranstaltung... aber diese „Investition“ berechtigt uns zu nix. Eine Geburtsurkunde ist kein Bon, den man für 1 x Glück, 3 Scheiben Erfolg, 2 Flaschen Erfüllung, 100g Frieden, 6 Packungen Liebe einlösen kann. Niemand kann seine Fehler, Misserfolge, Enttäuschungen des Lebens in Rechnung stellen. Im Atelier neben der zusammengerollten Zeltplane, den verbogenen Stangenelementen, den ungenutzten Bücherkisten und den unausgepackten Bühnenelementen zu sitzen, den Zetteln in der Hand, deren Text kein Kind zu hören bekam, das zieht mächtig runter. Und doch ist da auch Erleichterung – nur die Zeltstange ist verbogen, nur die Plane ist zerrissen – allen Menschen, die den Versuch unternahmen, dem Wind zu trotzen, geht es gut. Ich suche nach dem richtigen Resumee, einer aufbauenden Konsequenz für das weitere Engagement. Das Stück ist geschrieben. Die Figuren stehen einsatzbereit auf dem Tisch... ich schaue sie an und ja, da ist ein leichtes Nicken der Eule zu sehen und ein Grinsen der Leseratte, der Bücherwurm hat mir zugezwinkert – ja, ganz bestimmt. Auf manche Dinge können wir uns nicht vorbereiten. Manches geschieht ohne unsere Billigung und begegnet uns ohne unser Einverständnis. Was machen wir nun daraus?
Am Sonntag habe ich ein längeres Gedicht geschrieben, mir einen fabelhaften Film angesehen, war im See schwimmen, habe wunderbare Gespräche geführt, habe einen liebevoll zubereiteten Kaffee genossen, habe dem Regen gelauscht und bestätige – heute, am Montagmorgen - die Worte von Marilyn Monroe „Alles passiert aus einem Grund. Menschen ändern sich, damit du lernst, loszulassen. Dinge gehen schief, damit du zu schätzen weißt, wenn es gut läuft. Du glaubst einer Lüge, damit du lernst, nur dir selbst zu vertrauen und manchmal bricht etwas Gutes auseinander, damit etwas Schöneres zusammenkommen kann.

Yana Arlt



planetgeschichte/ Instagram

Ich kann immer noch nicht glauben,
dass wir Menschen einen Planeten
voller Bäume, Früchte, Wasser, Tiere
und Sonnenschein geschenkt
bekommen haben
und daraus
Schulden, Kapitalismus, Kriege und
Künstliche Intelligenz gemacht haben.

 


Schreib mir, was DICH inspiriert. 
👈 Nutze gern das Formular.

Eine schöne Woche euch allen! Bleibt / werdet gesund und kreativ!

 

 

DAS WAR "Tag des offenen Denkmals" in Brieske-Marga

Präsentationen der Gartenstadt Hellerau, der Gartenstadt Laubusch und der Gartenstadt Wiednitz/ Heye in unseren Ausstellungsräumen der Gartenstadt Marga waren eine gute Ergänzung unter dem diesjährigen Thema "Netzwerke: Denkmale & Infrastruktur".

Die Partner aus Margas "kleiner Schwester" Wiednitz waren gleichmal persönlich angereist. Seit vielen Jahren arbeiten Thomas Mansfeld und Karl-Heinz Weigel an der Bewahrung der Geschichte der Brikettfabrik Heye. Der Architekt Georg Heinsius von Meyenburg, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Gartenstadt Marga entwarf, hinterließ seine Handschrift auch in Wiednitz. Sehr gut zu sehen ist das an den Gasthäusern der beiden Orte.

Während des Sonntagnachmittags gab es nicht nur Gespräche mit Geschichtsinteressierten Gästen sondern es wurden auch neue Ideen für weitere gemeinsame Vorhaben gesponnen.

Gern erinnerten wir uns bei einigen Filmaufnahmen und Fotos an den Besuch der AutorInnen des Lausitzer Lyrikfestivals 2021 in Wiednitz und an den LandArt-Workshop in Heide/ Heye im Jahr 2022. 

 

Präsentationstafeln der Gartenstadt Hellerau

 
Die "Küche" wird zum Infopunkt über die
Interessengemeinschaft Heide / HEYE

Thomas Mansfeld (li.) im Gespräch mit Gästen des
Tages des offenen Denkmals

Karl-Heinz Weigel (Mitte) ist auch mit 81 Jahren
begeisterter Gesprächspartner, wenn es um die
Geschichte von Wiednitz Heide / Heye geht.

Auch in der Martin-Luther-Kirche hatten die Besucher viele Fragen an Ulrike und Annett.

Um 17 Uhr gab es ein gemeinsames, zauberhaft improvisiertes Konzert, das das sakrale Gebäude zum "Klangraum Kirche" machte. Gern möchten wir dieses Format im kommenden Jahr weiterführen. Jeder Klangraum ist anders und im wahrsten Sinne des Wortes EINMALIG!

 

Samstag, 19. September 2026

Gruß zum Wochenende 38kw26


 

Der Moment, wenn du merkst

dass der letzte Zug 

vor zehn Minuten 

ein Fehler war

 

Textquelle Lustige Sprüche über Solitär: Internet

 

Freitag, 18. September 2026

Mit besten Wünschen für

 G I S E L A  G Ü L P E N

 


Das Geburtstagsgeschenk für 
Gisela und Ingo ist noch in Arbeit . . .
Erste Fotos gibt es als Geburtstagskarte.


Donnerstag, 17. September 2026

"SEPTEMBERWINDE" auf Instagram nlzichschreibe

Auf Instagram nlzichschreibe gibt es seit vergangener Woche Einblicke in die Edition "Septemberwinde", die am Wochenende des Lausitzer Lyrikfestivals in Ingo Cesaros Setz- und Druckwerkstatt wie zu Gutenbergs Zeiten entstand.
Alles - vom Schreiben der Haiku, über Kaffeerelle und Linolschnitt, Setzen und Drucken der Texte und das Binden der Bücher - fand von Freitag bis Sonntag statt.
Während des Lyrischen Spazierganges zwischen Gärten und Zechenhaus am Sonntagnachmittag lasen die DichterInnen auch aus diesem Buch

 

 

Wenke Richter hat 24 Mal dieses herbstliche
Motiv aus Kaffee und Fineliner gemalt - für
jedes Buch ein individuelles Blatt.
In der Edition ist ebenfalls ein Haiku
von Wenke veröffentlicht.

 
Yana Arlt
hat 24 Linoldrucke
ihres Labyrinths gefertigt.
Auch sie las beim Spaziergang
das an diesem Festivalwochenende
entstandene Haiku.


Bernd Lunghard liest sein Haiku
aus der Edition
SEPTEMBERWINDE

Detlef Raupachs Haiku gab der Edition
den Titel "Septemberwinde".