Mittwoch, 8. April 2026

Montag, 13.April, 17 Uhr Treff des "Freundeskreis Brieske/ Briesker Kirche"

Ein besonderer TIPP: Schaut euch diesen "Rundflug" auf Instagram an :-)

https://www.instagram.com/reels/DWhAMSHDDq8/ 

 


 https://www.facebook.com/martin.luther.kirche.brieske

Auf der fb-Seite der Martin-Luther-Kirche Brieske 
gibt es auch Fotos der Osterandacht, 5. April 2026. 


TOPs: 

Vorbereitung "Tag der Baukultur" (30. Mai)

Vorbereitung "Tag der Industriekultur" (8. August)

Ideensammlung "Tag des offenen Denkmals" (13. September)

 

 

Dienstag, 7. April 2026

Inspirieren lassen ~ Ostern war's / Wolfgang Wache „Gedanken zu meinem Gedicht“

 

Gedanken zu meinem Gedicht:

In meinem Gedicht „Ostern war’s“ begegne ich mir selbst im Schreiben. Ich sehe das Leben im Vergleich zur Zirkuswelt, weil sich in ihrer Romantik die ganze Einmaligkeit des Daseins spiegelt: diese Mischung aus Schönheit, Gefahr und dem flüchtigen Glanz eines Moments, der nur existiert, weil er jederzeit kippen kann. Die Manege, das Seil, die Sägespäne – all das steht für mich nicht für Zirkusromantik im äußeren Sinn, sondern für die innere Welt des Erlebens, in der Staunen und Risiko untrennbar verbunden sind. Kunst erscheint mir darin als Befreiung aus dem Immergleichen, als Versuch, im Ungleichgewicht einen eigenen Stand zu finden. Das Selbstgespräch im Text zeigt mein Ringen mit dem Sinn des Schreibens – ob ich es für mich tue oder für andere, oder ob Schreiben selbst schon ein notwendiger Akt des Daseins ist. Die durchgebogenen Leiterholme und der Angstschweiß stehen für mein Vorankommen trotz Furcht, während die Erinnerungen an die frühen bewegten Bilder meine Faszination für das Staunen und die menschliche Erfindungskraft ausdrücken. Ostern wird für mich zum Symbol innerer Wandlung, eines wiederkehrenden Aufbruchs. So lese ich mein Gedicht als ein existenzielles Selbstporträt: ein Nachdenken über das Leben als Kunststück, über das Schreiben als Balance und über das Menschsein als fortwährende Wiederkehr im glitzernden, gefährlichen, wunderbaren Zelt unserer eigenen Erlebniswelt.


Textquelle: www.wolfgang-wache.de


Aufwirbelnde Sägespäne.
Manege
Orchester spielte leise
Unter dem aufgespannten Lebenszelt
voll Neugierde

Musik des Daseins
Mensch
auf zwei Beinen
Versucht das Stehen
auf einem

unsere ersten Gehversuche
Kunststücke
Naturregeln bedroht.
Schöpfung aus dem Nichts
Hände vor die Augen

Auf dem hohen Seil
Füße
behutsam präzis aufgesetzt
Fehltritt öffnet Tiefe
der erlebbar tödlich ist


Auszug aus:
Ostern war s‘ ( am 05.04.2026 ab 5.45 Uhr geschrieben bis 11.19 Uhr von Wolfgang Wache) 

 


Sie sind da ~ unsere Visitenkarten

In den vergangenen Wochen hatten wir so viele angenehme, spannende, inspirierende Begegnungen und als dann die Frage kam: "Wie kann ich dich/ Sie erreichen?", da begann das große Rumdrucksen und das wilde Gekrame in irgendwelchen Taschen und Rucksäcken. Wir haben gemerkt: Visitenkarten müssen her! Nix Großes - also im übertragenen wie im konkreten Sinn, denn wo landen Flyer und Broschüren? ... genau!

Also, wer uns demnächst anspricht, bekommt dieses Ass auf den Tisch geschlagen... Jetzt sollten wir nur darauf achten, ein paar der 500 Stück auch bei uns zu tragen.

 


 

Dienstag, 31. März 2026

Es hat gedauert ~

Immerhin kann ich sagen, dass ich das Abschreiben und Ausdrucken der Notate 2025 im 1. Quartal 2026 vollbracht habe.

Die Notate sind die Basis für meine literarisch-künstlerische Arbeit, deshalb ist es ein so wichtiger Schritt, sie abzuschreiben, digital zur Verfügung zu haben und auch in Papierform zur Hand zu haben.

Über das Schreiben und gezwungenermaßen nochmalige Lesen, über die verschiedenen Schritte der Arbeit mit den Texten, verstehe ich auch einige Entwicklungen und sehe Ereignisse und Begegnungen noch einmal anders. Ja, vielleicht ist es zuweilen eine Poesie- und auch Bibliotherapie, dementsprechend sind nur einige Texte zur Veröffentlichung/ zur Verwendung in Projekten geeignet. 

2025 entstanden Gedichte zu Alexander Kienschs Aufrufen "Bordlyrik" und "Armut", ich schrieb Texte für den Aufruf "Papier*Stein*Schere" der Cottbusser Lyrikwerkstatt, während unseres Sommerpleinairs entstanden wundervolle Haiku - eins ist in der Edition "Haiku gefunden" veröffentlicht, ein für mich wichtiger Text über das Marga-Aquarell des Gartenstadtarchitekten Georg Heinsius von Mayenburg entstand für den 3. Band der Reihe "Das schwarze Gold ist verbrannt", auch der von uns initiierte Aufruf zu L-Y-R-I-K-Haiku hat meine persönliche Umsetzung im Notatebuch gefunden. Manchmal sind die Notate auch Tagebuchaufzeichnungen - das ganze Jahr im Dezember und Januar noch einmal Revue passieren zu lassen, ist ein besonderes Geschenk.

Wenn ich heute, am 31. März 2026, den 31. März 2025 aufschlage, lese ich dort ein Gedicht "Für Ch.M.", es sind Zeilen, die mich mit dem am 31. März 1914 verstorbenen Dichter Christian Morgenstern verbinden.

 

Yana Arlt "Für Chr. M."
31. März 2025


✞ 1914 Christian Morgenstern


Ich fahre zu einem Haus

nicht zu deinem

Ich sitze an einem Tisch

nicht an deinem

Ich trinke gemeinsam Tee

nicht mit dir

[...] 

 



Reminiszenz für Christian Morgenstern ~ 31. März 2014 ~ zum 100ten Todestag

Artikel von Renate Hensel

Nachlese der Initiatorin