Montag, 8. Juni 2026

Wolfgang Wache ~ Ein kleines Highlight mit großer Wirkung: Das begehbare Labyrinth beim Kinderfest Senftenberg

 

W O L F G A N G   W A C H E

Ein kleines Highlight mit großer Wirkung: 
Das begehbare Labyrinth
Bericht vom Senftenberger Kinderfest

 


Beim Senftenberger Kinderfest am gestrigen Freitag war das Nachwuchs Literatur Zentrum „Ich schreibe!“ ein stilles, aber eindrucksvolles Highlight. Auch wenn die Kamera des Regionalfernsehens an unserem Stand vorbeizog, blieb unser Beitrag für viele Besucherinnen und Besucher etwas Besonderes.
Wir präsentierten ein begehbares Labyrinth, das Kinder wie Erwachsene gleichermaßen anzog. Wer den Weg durch die Windungen ging, erhielt nicht nur ein spielerisches Erlebnis, sondern auch Einblicke in die Geschichte des Labyrinths – von seinen mythologischen Wurzeln bis zu seiner Bedeutung als Symbol für Lebenswege, Orientierung und innere Sammlung.
Viele erfuhren zum ersten Mal, dass in Brieske ein großes Lausitzer Labyrinth entsteht: ein Kunstprojekt mit großformatigen Bildern, die die Geschichte der Lausitz erzählen – Landschaft, Wandel, Identität, Traditionen und Zukunftsfragen. Dieses Projekt stieß auf spürbare Begeisterung und wurde von vielen Eltern als wichtiger Beitrag zur kulturellen Bildungsarbeit gelobt.
Neben dem Labyrinth stellten wir auch das Projekt „Mathe, Deutsch und blaue Flecken“ vor. Kinder und Jugendliche wurden eingeladen, eigene Geschichten aus ihrem Schulalltag aufzuschreiben und einzureichen – mit der Chance, im vierten Band der deutschlandweiten Publikation veröffentlicht zu werden.



 

Ein besonders wertvoller Moment: Sehr viele Kinder erhielten ein Buch aus der Reihe „Mathe, Deutsch und blaue Flecken“ als Geschenk. Damit möchten wir nicht nur Freude bereiten, sondern ganz bewusst das verständliche Lesen fördern – eine Grundlage für Bildung, Selbstbewusstsein und Teilhabe.
Viele Eltern empfanden dieses Angebot als bereichernd und wichtig, weil es Kindern eine Stimme gibt und ihre Erfahrungen sichtbar macht.


Wolfgang Wache und Yana Arlt waren über Stunden hinweg von interessierten Eltern und Kindern umringt. Es entstanden Gespräche über Kunst, Bildung, Lausitzer Identität und die Kraft des Erzählens.
Ein besonders schöner Moment: Einige Eltern setzten sich spontan hin und zeichneten selbst ein Labyrinth. Dabei entdeckten sie – oft mit einem Lächeln – ihr eigenes inneres Kind wieder. Viele beschrieben es als kleine, unerwartete Bereicherung ihres Tages.






Der Auftritt des Vereins war ein leiser, aber nachhaltiger Höhepunkt des Kinderfestes. Er verband Spiel und Bildung, Kunst und Begegnung, Tradition und Zukunft – genau das, was kulturelle Arbeit in der Lausitz heute braucht.
Und er machte deutlich:
Die außerschulische kulturelle Bildungsarbeit des Nachwuchs Literatur Zentrums „Ich schreibe!“ besitzt in Brieske ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Sie schafft Räume, in denen Kinder, Eltern und Kunst miteinander in Berührung kommen – offen, niedrigschwellig, inspirierend und zutiefst menschlich.


Mit einem großen Plakat riefen wir zugleich dazu auf, beim Kunstpleinair in Brieske Marga vom 12. bis 14. Juni dabei zu sein. Denn: Alle können Kunst machen in Brieske Marga.
Geschichten schreiben, zeichnen, malen, Linolschnitt, Stempelkunst, LandArt – es gibt viele Möglichkeiten, sich an drei Sommertagen kreativ auszuprobieren. Das MARGA Atelier öffnet seine Türen für Kreative jeden Alters. Für Kinder und Jugendliche wird es eigene Angebote geben.