W O L F G A N G W A C H E
Ein
kleines Highlight mit großer Wirkung:
Das begehbare Labyrinth
Bericht vom Senftenberger Kinderfest
Beim Senftenberger
Kinderfest am gestrigen Freitag war das Nachwuchs Literatur Zentrum
„Ich schreibe!“ ein stilles, aber eindrucksvolles Highlight. Auch
wenn die Kamera des Regionalfernsehens an unserem Stand vorbeizog,
blieb unser Beitrag für viele Besucherinnen und Besucher etwas
Besonderes.
Wir präsentierten ein begehbares Labyrinth, das
Kinder wie Erwachsene gleichermaßen anzog. Wer den Weg durch die
Windungen ging, erhielt nicht nur ein spielerisches Erlebnis, sondern
auch Einblicke in die Geschichte des Labyrinths – von seinen
mythologischen Wurzeln bis zu seiner Bedeutung als Symbol für
Lebenswege, Orientierung und innere Sammlung.
Viele erfuhren zum
ersten Mal, dass in Brieske ein großes Lausitzer Labyrinth entsteht:
ein Kunstprojekt mit großformatigen Bildern, die die Geschichte der
Lausitz erzählen – Landschaft, Wandel, Identität, Traditionen und
Zukunftsfragen. Dieses Projekt stieß auf spürbare Begeisterung und
wurde von vielen Eltern als wichtiger Beitrag zur kulturellen
Bildungsarbeit gelobt.
Neben dem Labyrinth stellten wir auch das
Projekt „Mathe, Deutsch und blaue Flecken“ vor. Kinder und
Jugendliche wurden eingeladen, eigene Geschichten aus ihrem
Schulalltag aufzuschreiben und einzureichen – mit der Chance, im
vierten Band der deutschlandweiten Publikation veröffentlicht zu
werden.
Ein besonders wertvoller
Moment: Sehr viele Kinder erhielten ein Buch aus der Reihe „Mathe,
Deutsch und blaue Flecken“ als Geschenk. Damit möchten wir nicht
nur Freude bereiten, sondern ganz bewusst das verständliche Lesen
fördern – eine Grundlage für Bildung, Selbstbewusstsein und
Teilhabe.
Viele Eltern empfanden dieses Angebot als bereichernd
und wichtig, weil es Kindern eine Stimme gibt und ihre Erfahrungen
sichtbar macht.
Wolfgang Wache und
Yana Arlt waren über Stunden hinweg von interessierten Eltern und
Kindern umringt. Es entstanden Gespräche über Kunst, Bildung,
Lausitzer Identität und die Kraft des Erzählens.
Ein besonders
schöner Moment: Einige Eltern setzten sich spontan hin und
zeichneten selbst ein Labyrinth. Dabei entdeckten sie – oft mit
einem Lächeln – ihr eigenes inneres Kind wieder. Viele beschrieben
es als kleine, unerwartete Bereicherung ihres Tages.
Der Auftritt des Vereins
war ein leiser, aber nachhaltiger Höhepunkt des Kinderfestes. Er
verband Spiel und Bildung, Kunst und Begegnung, Tradition und Zukunft
– genau das, was kulturelle Arbeit in der Lausitz heute braucht.
Und er machte deutlich:
Die außerschulische kulturelle
Bildungsarbeit des Nachwuchs Literatur Zentrums „Ich schreibe!“
besitzt in Brieske ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Sie schafft
Räume, in denen Kinder, Eltern und Kunst miteinander in Berührung
kommen – offen, niedrigschwellig, inspirierend und zutiefst
menschlich.
Mit einem großen
Plakat riefen wir zugleich dazu auf, beim Kunstpleinair in Brieske
Marga vom 12. bis 14. Juni dabei zu sein. Denn: Alle können Kunst
machen in Brieske Marga.
Geschichten schreiben, zeichnen, malen,
Linolschnitt, Stempelkunst, LandArt – es gibt viele Möglichkeiten,
sich an drei Sommertagen kreativ auszuprobieren. Das MARGA Atelier
öffnet seine Türen für Kreative jeden Alters. Für Kinder und
Jugendliche wird es eigene Angebote geben.
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