Montag, 7. Februar 2022

Wolfgang Wache "Jahresauftaktschreiben 2022" 1/3

Liebe Vereinsmitglieder,
liebe Mitstreiter und
liebe Kulturinteressierte Freunde des Vereins NLZ „Ich schreibe!“,


nun sind schon einige Tage des neuen Jahres bereits Vergangenheit. Ich persönlich möchte mich bedanken, bedanken für das vertrauensvolle Miteinander in den zurückliegenden Jahren. Es ist uns gemeinsam gelungen, so manche literarische, künstlerische, kulturpädagogische und soziokulturelle Herausforderung in unserer Vereinsarbeit zu meistern. Ich weiß, dass es dabei nicht nur immer heiter und beschwingt zuging. Gerade in den letzten zurückliegenden Monaten haben sich oft Traurigkeit, Angst, Unsicherheit und Zweifel breit gemacht. So manche Auseinandersetzung, so mancher unwiderrufliche Abschied hat schmerzliche Wunden hinterlassen. Ich möchte aber auch nicht nur darüber reden was ich seit meiner Geburt 1949 an Lebenserfahrungen sammeln durfte. Viele Konzepte wurden in den zurückliegenden Jahren entworfen. Manche kulturelle und künstlerische Projekte konnten wir durch eure Unterstützung teilweise umsetzen, manche gute Ideenfindungen ließen sich leider aus verschiedenen Gründen auch nicht immer verwirklichen. Lasst uns gemeinsam hoffnungsvoll nach vorne schauen. Es ist immer ein besonderes Erlebnis mitzuerleben, wie aus kreativen Gedanken und Ideen sich neue literarisch- künstlerische Prozesse entwickeln lassen.

Um verschiedene kulturelle Experimente umsetzen zu können, müssen neben der Ideenfindung viele andere Grundvoraussetzungen geschaffen werden. Dazu gehört meist auch eine umfangreiche stabile Finanzierung. Deshalb werden jährlich verschiedene Anträge an viele Institutionen gesendet. Dies geschieht und geschah immer in der Hoffnung, die Zustimmung durch die entscheidende Jury zu erhalten. Der Idealzustand wäre es, Anfang des Jahres, für die Planung und die organisatorische Vorbereitung der zukünftigen Vereinsvorhaben über ein abgesichertes Budget zu verfügen.

Seit langer Zeit, ist es uns nun wieder einmal gelungen, dass wir bereits zum Anfang diesen Jahres mit Freude mitteilen können, dass bereits einige eingereichte Projektanträge bewilligt wurden. Deshalb können wir einige unserer öffentlichen Vereinsaktivitäten bereits im Januar konzeptionieren und mit der verbindlichen Organisation sowie Vertragsarbeit beginnen. Gern möchte ich euch über diese abgesicherten Maßnahmen informieren. So wird in diesem Jahr unser Projekt „Lyrische Jahreszeiten zwischen Gärten und Zechenhaus“ durch ein Förderprogramm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Literarischen Colloquiums Berlin finanziell unterstützt. Es werden Lesungen in den Höfen und Gärten der Gartenstadt im Frühjahr (8. Mai) im Sommer (2. Juli) im Herbst (4. September) und im Winter (26. November) stattfinden. Weiterhin freuen wir uns, dass in diesem Jahr durch das Förderprogramm Kulturelle Bildung und Partizipation des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg unser Projekt „Das blaue Buch ˗ Lyrik- und Grafikwerkstätten“ gefördert wird. Ab Mai bis September kann jeweils am ersten Wochenende des Monats eine literarische Kunstwerkstatt mit Kindern und Jugendlichen der Region stattfinden. Damit soll das Interesse, die Freude am Schreiben eigener Texte, am Lesen die Liebe zur Literatur und zum Buch gefördert und gefestigt werden.

Ganz besonders freue ich mich über die Mitteilung (vom 20.01.2022), dass laut Beschluss des Kuratoriums des Fonds Soziokultur beabsichtigt wird, unser Vorhaben „Ankerpunkt kulturelle und künstlerische Bildungsarbeit MARGA“ zu unterstützen. Damit haben wir für 11 Monate eine finanzielle Grundlage um die Entwicklung in unseren Vereinseinrichtungen für die Zukunft zu stabilisieren. 

[...] 

Foto: Wolfgang Wache mit seinem Kunstkalender "Atelierfundstücke 2022"