Samstag, 11. März 2017

Gruß aus der Poetensprechstunde* MÄRZ

Einmal im Monat stehen die NLZ-Türen am Samstagvormittag offen, um sich Rat und Hilfe zum Gedichteschreiben zu holen. Natürlich sind Schreibende; Lesende; Leute, die für künstlerische und kulturpädagogische Projekte Mitstreiter suchen; Literaturbegeisterte; Kunstinteressierte ... jederzeit im Literaturzentrum "Ich schreibe!" willkommen - dieser eine Samstag im Monat bleibt jedoch ganz der Lyrik/ der Poesie vorbehalten.
Für alle Dichter folgt hier ein Beitrag, der zur Auseinandersetzung einlädt. Gern kann man uns zu den Zitaten auch eigene Meinungen und Kommentare schicken, die wir nach Genehmigung des Verfassers auch an dieser Stelle veröffentlichen.
 
Dichten ist die erlesenste unter den „Todesarten“, denn die Poesie ist ein Feuer, das nicht nur verbrennt, sondern uns auch mit dem Heiligen konfrontiert.


Stefan Bollmann
Buch „Frauen, die schreiben, leben gefährlich", Kapitel über Ingeborg Bachmann


* Poetensprechstunde jeden 2. Samstag des Monats von 10 - 11 Uhr in den Räumen des Literaturzentrums "Ich schreibe!" in Senftenberg / Terminverschiebungen werden auf dem Blog bekanntgegeben.

Freitag, 10. März 2017

noch bis 19.März ein Gedicht einsenden

Der NLZettel Spezial erscheint zum Welttag der Poesie, dem 21. März.
 
Einige der schönsten Gedichte schrieben Dichter über Duft- und Geschmackserlebnisse. Von Christian Morgensterns „Von den heimlichen Rosen“ über Heinrich Hoffmann von Fallerslebens „Brennnessel, verkanntes Kräutlein“ bis zu Wolfgang Waches „Pfefferminze“ dringt die Pflanzenwelt in die Verse der Poeten.

Der NLZettel Spezial soll sich in diesem Jahr den Pflanzen, speziell den Kräutern widmen – auch wenn es das bekannteste die Petersilie oder etwas Ausgefallenes wie die Alraune ist.


Einsendungen bitte bis 19. März 2017 an
nlz-ich-schreibe@gmx.de
 
Für unseren allerersten Post
fotografierte Susann einen Zweig Dill
vor unserer Eingangstür.
Wer kennt ihn nicht, als Würzkraut zu Fisch
oder bei eingelegten Gurken.
Als Heilkraut wirkt er bei Appetitlosigkeit,
hilft bei Magenproblemen und gegen
Blähungen. Er verleiht einen frischen Atem.
Als Badezusatz soll er unwiderstehlich machen.
Und über der Tür aufgehängt,
schützt er vor Bösem.
Das sind wirklich eine Menge Infos,
die doch durchaus zu einem Gedicht
inspirieren können!?


 
 
 

Donnerstag, 9. März 2017

Im Mai hat der NLZ "Ich schreibe!" e.V. Geburtstag




Was wir uns zum Geburtstag wünschen?


Lies mal dies:

Beschenken!!
Ich möchte den Menschen in meiner Geburtsstadt Senftenberg, in der Lausitzer Region etwas schenken. Etwas, das ich zu den wichtigsten Lebensinhalten für uns Menschen zähle. Ich verschenke den Hunger nach Literatur und den Durst nach Kunst. Dazu schaffe ich einen Ort, an dem jeder Bürger die Erfahrung machen kann, wie lebensbereichernd es ist, wenn man sich mit diesen literarischen/künstlerischen Prozessen auseinandersetzt. Ich weiß schon lange, dass eine Institution zur Vermittlung von kultureller Bildungsarbeit sehr dringend notwendig ist. In der Lausitz gibt es dafür, wie für viele andere „Kulturen“ wenig fruchtbaren Boden aber viel Bedarf. In anderen, vor allem ländlichen, Räumen ist die Situation ähnlich. Es soll auch eine Stätte sein, die an Altes erinnert und bereit ist, Neues entstehen zu lassen. Die ersten Schritte habe ich mit meinen damaligen Mitstreitern schon längst unternommen. Es war bereits ein langer Weg und es noch kein Ende zu sehen – es wird auch nie ein Ende geben.
So mancher der ehemaligen Weggefährten ist leider nicht mehr dabei, weil er unter anderem der Meinung war, dass mein Tun und Handeln kein Erfolg und keine persönliche Sicherheit verspricht. Nach welchen Kriterien misst man Erfolg und persönliche Sicherheit. Bei den meisten sind der Erfolg und die eigene Sicherheit mit dem Euro berechenbar. Mich macht es schon glücklich, wenn ich einen Mitmenschen mit meinen künstlerischen Ideen erreiche. Dann spreche ich von Erfolgen. Stellt euch vor: Wenn ich Projekte durchführen könnte, mit denen es mir gelingt, viele Menschen für den Umgang mit schöngeistigen Dingen zu gewinnen – wäre das nicht ein großer Erfolg! Wenn ich davon begeistert rede, sehe ich viele die verständnislos die Köpfe schütteln, Wolfgang Wache, der Träumer ein Idealist. Die verschiedenen Ansichten und Auffassungen erschweren oft auch das Vorankommen in den tosenden Wellen der künstlerischen Bildungsarbeit. Sehr glücklich bin ich, dass Jana Arlt trotz vieler heftiger Stürme oft bereit ist, auf den höchsten Mast zu klettern, um dort Segel gegen den Wind zu spannen. Es sind auch wieder neue Weggefährten dazugekommen, die, wenn es die Zeit erlaubt, das Ruder mit in die Hand nehmen. Darüber freue ich mich sehr. Dies gibt Kraft und stärkt.
Es sind unbedingt neue Strukturen für die allseitige kulturelle Bildung der Menschen notwendig. Kunst oder Kultur öffnen für viele Bürger Perspektiven in kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht. Sehr oft wird die Region, in der ich geboren bin und auch lebe, hinter vorgehaltener Hand als „Pampa“ bezeichnet und meint damit etwas Hinterweltlerisches ohne Esprit, Innovationen, Lebendigkeit. Diese Lausitzer Landschaft wurde ein gutes Jahrhundert lang durch den Bergbau geschunden und durch die Vernichtung vieler Dörfer, Traditionen, Kleinindustrie ect. verwundet. Das kulturelle und künstlerische Erbe wurde der Energiegewinnung geopfert. Ich möchte die Menschen dieser Region beschenken. Es ist kein Allheilmittel. Es ist eine Idee, der ich schon lange Leben einhauchen will. Über ausreichend Geld, um in der Lausitz eine Immobilie für Lausitzer Kunst/ Kultur und Literatur zu errichten, verfüge ich noch nicht. Einen Ort, an dem alte Sitten und Bräuche, künstlerische und kulturelle Werte von damals und heute einen gemeinsamen Platz finden. Dort sollen sie gepflegt und gefördert werden.
Die ersten ideellen Pfeiler stehen schon, dazu zähle ich selbstverständlich auch die von mir in Jahrzehnten durchgeführte kulturpädagogische Arbeit und meine eigene künstlerische Arbeit, die sich nun intensiv mit den Mittel der literarischen Sprache mit dem Vergangenen und Zukünftigen in der Lausitzer Region beschäftigt. Mein Geschenk soll auch ein Geschenk an alle sein, die selbst literarische und künstlerische Werke schaffen wollen. Ich möchte für sie Arbeitsbedingungen und Plattformen schaffen. Geld ist sehr dienlich, um manche Projektidee schneller anzuschieben und das Geschenk erlebbar zu machen. Dass es geht, möchte ich beweisen. Dazu brauche ich eure ideelle und praktische Unterstützung. Gemeinsam muss es uns gelingen, die Grundvoraussetzungen für ein „Kompetenzzentrum für künstlerische Fantasie und literarische Arbeit“, ein Zentrum in Senftenberg für literarische Förderung zu entwickeln. Es soll eine Art Leistungszentrum für literarische und künstlerische Fantasie werden. Durch ein noch zu entwickelndes Bewerbungs- und Auswahlverfahren kann man zum Beispiel in den Schulferien die Möglichkeit erhalten, in unterschiedlichsten Altersgruppen ein besonderes „Fantasieseminar“ mitzuerleben.
Es soll aber auch ein Ort sein an dem jeder Autor Zeit und Muse findet für seine eigene Buchveröffentlichung. Ich fordere dafür von den Dichtern und Textschreibern einmal im Jahr eine Gegenleistung. Diese besteht darin, ein oder zwei Wochen als Kulturpädagoge für Kinder und Jugendliche zur Verfügung zu stehen. Sie sollen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse weiter geben; ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten bei Förderprojekten für den Nachwuchs einbringen.
Das Senftenberger Nachwuchs- Literatur- Zentrum „Ich schreibe!“ war nie und soll auch niemals nur eine „Schreibschule“ sein. Mir ist es wichtig, statt ausschließlich Schreibtheorie, Literaturwissenschaft u.ä. zu vermitteln, den Schreibenden eine Atmosphäre des Verstandenwerdens zu bieten. Im „Kompetenzzentrum für künstlerische Fantasie und literarische Arbeit“ geht es in erster Linie um das frei werden und sich öffnen für künstlerische Prozesse. Die individuelle Verwirklichung als Wortkünstler bestimmt die Zeit während des Aufenthalts.
Mein Geschenk ist noch längst nicht fertig, es wird auch nie fertig, denn es ist ein Weg auf dem man geht. Es ist ein lohnender Weg.
Liebe Leser, ich bitte Euch darum, mir eure Gedanken und Ideen zu diesem Geschenk zu unterbreiten. Reiht euch mit eurer ganzen Person bei denjenigen ein, die ihre Mitmenschen mit künstlerischen und literarischen Ideen beschenken wollen.
Freue mich jetzt schon über die anregende Diskussion.


Wolfgang Wache

Mittwoch, 8. März 2017

Frauen, die schreiben ~


On the Road, unterwegs, wie der Titel von Jack Kerouacs berühmtem Roman von 1957 lautet, waren nur Männer, und von ihnen wieder nur die jungen. Die Schriftstellerin Joyce Johnson, in jungen Jahren eine Zeit lang die Gefährtin von Jack Kerouac, wollte die Reisen mit ihm gemeinsam unternehmen und sah überhaupt nicht ein, was dagegen sprechen sollte. Doch immer, wenn sie das Thema anschnitt, so erinnerte sie sich dreißig Jahre danach, unterbrach er sie und meinte, was sie sich wirklich wünsche, seien doch Kinder, wie alle Frauen. Mehr noch, als eine große Schriftstellerin zu sein, wünsche sie sich, Leben in diese Welt zu bringen - ,ein Bindeglied zu sein, in der langen Kette von Leiden und Tod’. [...] Wenn es ihnen schon nicht gegeben ist, Kinder zu gebären, bestehen Männer wenigstens auf dem Vorrecht, Werke hervorzubringen. Frauen, die schreiben, sind und leben gefährlich auch deshalb, weil die die tradierte ,Arbeitsteilung’ zwischen den Geschlechtern, nach der der Mann zeugt und produziert, die Frau aber empfängt und gebiert, auf den Kopf stellen und den Männern das Schöpfungsprivileg streitig machen.“ So Elke Heidenreich in dem Vorwort „Frauen, die schreiben, leben gefährlich“ in Stefan Bollmanns gleichnamigen Buch.

Ich wünsche allen schreibenden Mädchen, dass sie dranbleiben an der Entwicklung und Vervollkommnung ihres Talents. Ich wünsche allen schreibenden Frauen ein tiefes inneres Vertrauen in ihre schöpferische Arbeit.

Jana Arlt

Mädchen, die schreiben...


Mädchen, die schreiben...

Frauen, die schreiben... Christin Deja

Frauen, die schreiben... Alina Bothe

Frauen, die schreiben... Yana Arlt

Frauen, die schreiben... Susann Vogel

Frauen, die gemeinsam schreiben ...

Dienstag, 7. März 2017

vor einem Jahr

Anfang März 2016 besuchten uns bereits erste Gäste im ehemaligen Kaufhaus am Briesker Marktplatz.
Ein Jahr später sieht es schon ganz anders aus. Und wo werden wir im März 2018 stehen?

März 2016 im Platz des Friedens 2, Brieske

März 2016 im Platz des Friedens 2, Brieske

März 2016 im Platz des Friedens 2, Brieske

März 2017 in der Begegnungsstätte & Galerie MARGA


Montag, 6. März 2017

Wochenthema 6. bis 12. März 2017

Das Wochenthema wird seit der 14. Kalenderwoche 2009 veröffentlicht.
Wir wünschen euch in der 10. KW 2017 gutes Gelingen bei der literarischen, künstlerischen Umsetzung des Wochenthemas: 

gekündigte, wütende Busfahrer

 
Lausitzer Rundschau, 28.2.2017
 
Gedichte, Geschichten, Fotos, Grafiken etc. könnt ihr senden an:  
nlz-ich-schreibe[at]gmx.de

Samstag, 4. März 2017

zum Wochenthema

Werter Blogleser,
natürlich ist mit "ökologischer Fußabdruck" etwas anderes gemeint als ein tatsächlicher Abdruck, wie wir ihn im Schnee oder im Strandsand hinterlassen - ich finde aber meine Aufnahme von Anfang Februar trotzdem passend. Das winterliche Blatt war vielleicht schon ein erster Frühlingsgruß der Birke: "Jetzt mache ich in meiner Krone erst einmal sauber, werfe alle trockenen Blätter des Vorjahres ab, damit in wenigen Wochen Neues grünen kann."
Jana Arlt


Wer mehr zu dem Thema "ökologischer Fußabdruck" und sogar einen "Fußabdruck-Test" findest du unter www.fussabdruck.de

Freitag, 3. März 2017

Hier absägen, dort festschrauben ...



Auch in dieser Woche wird es wieder einen Freitagsarbeitseinsatz in der Begegnungsstätte & Galerie MARGA geben. Nichts kommt in diesem besonderen Raum "von der Stange", alle flexiblen Einbauten (wie auch schon die Schaukästenfenster) entstehen zuerst in Wolfgang Waches Kopf und nehmen dann nach und nach Gestalt an.
Am vergangenen Freitag gab es ein "Großreinemachen" im zukünftigen Werkstattbereich, der zum Tag des offenen Ateliers am 6. und 7.Mai 2017 erstmals einen Einblick ins Marga-Atelier gewährt.

Jana Arlt

Donnerstag, 2. März 2017

NLZettel Januar + Februar 2017 erschienen

Werter Blogleser,
als regelmäßiger Besucher auf nlz-ich-schreibe.blogspot.de bist du natürlich immer bestens informiert über unsere Ideen, Pläne, das Voranschreiten der Umsetzung dieser und du bekommst die aktuellsten Fotos von den Veranstaltungen und Aktionen als erster zu sehen. Wenn du dies alles noch einmal kompakt als PDF per E-Mail zugeschickt bekommen möchtest, dann informiere uns kurz und wir nehmen dich gern in den NLZettel-Verteiler auf. In unserem Newsletter veröffentlichen wir zudem das ein oder andere, das nicht als Post erscheint.


Inhalt
Die Bank
DEIN Beitrag – warum er so bedeutsam und wertvoll ist
Plakate 2017
Veranstaltungsübersicht Saison 2017 in MARGA
Ausschreibung NLZettel Spezial Welttag der Poesie (bis 19.3. einsenden)
Projektstart „Wer schreibt, der bleibt“ (pm)
Februar 2016 – Februar 2017 // eine überwältigende Bilanz
Bilder und Gebilde ~ Künstler Bernd Winkler im Kurzportrait
2 Jahre Lausitzer Literatursammlung ~ Arbeitskreistreffen
Stefan Reschke ~ las in der Bibliothek Kyritz
Verjagt, erwünscht ~ Lyrik von Udo Tiffert
Geschichte und Gegenwart in Vers & Foto ~ Gedichtzyklus als Marga-Postkarte
Publikationsvorhaben verlag*wache wolfgang 1. Halbjahr 2017
Verein unterstützen
nlz-ich-schreibe.blogspot.de ~ Blogerweiterung




Mittwoch, 1. März 2017

Beiträge für NLZettel Spezial zum Welttag der Poesie bis 19.3.2017 einsenden


Einige der schönsten Gedichte schrieben Dichter über Duft- und Geschmackserlebnisse. Von Christian Morgensterns „Von den heimlichen Rosen“ über Heinrich Hoffmann von Fallerslebens „Brennnessel, verkanntes Kräutlein“ bis zu Wolfgang Waches „Pfefferminze“ dringt die Pflanzenwelt in die Verse der Poeten.

Der NLZettel Spezial soll sich in diesem Jahr den Pflanzen, speziell den Kräutern widmen – auch wenn es das bekannteste die Petersilie oder etwas Ausgefallenes wie die Alraune ist.


Einsendungen bitte bis 19. März 2017
                                                   an nlz-ich-schreibe@gmx.de 




 Neben der Veröffentlichung im NLZettel Spezial "Welttag der Poesie" sollen die Texte auch am 29. April in der Begegnungsstätte & Galerie MARGA im Rahmen der Veranstaltung "Kräuter & Kunst" präsentiert werden.