Bettine
Lieber Wolfgang, anbei ein Gruß von uns aus Großsteinberg. Wir sind verbunden. Herzlich!
Also Yana, auch der L-Tag ist schon wieder Geschichte.
Wir waren ca 10-12 Interessierte, Alte, Junge, Kinder, zufällig
Vorbeikommende, Männer, Frauen etc. Daraus ergab sich ein einfaches
Geschehen mit Einleitung von mir, die eine Fackel entzündete, den Worten
Barbara Bianchis um 13 Uhr, dem Durchgang durchs Labyrinth mit dem
Friedenslied, von Lydia und Michael musikalisch begleitet, dem
Fliegenlassen von aufblasbaren Friedenstauben (siehe Fotos) und
Schlusspunkt und noch etwas Beisammensein.
Ich leite Dir in einer2. Mail die Fotos weiter - wie versprochen.
Und wie wars denn bei Dir / Euch ?
mit liebem Gruss aus dem Süden in den Nordosten
Cornelia, Alt Labyrinthe
Hallo Cornelia,
das sieht nach guter Stimmung bei euch aus - das Wetter war ja aber auch wirklich sehr passend dazu.
Ich
hatte gegen elf Uhr begonnen, die Linien des Labyrinths auf der Fläche
vor der Martin-Luther-Kirche zu zeichnen, der Sand war durchgesiebt, die
kleinen Gießkannen standen zum Ausstreuen des Sandes bereit, ich hatte
Zuckerspender mitgenommen, falls Kinder vorbei kommen und mitmachen
wollen. Dann kam auch schon Annett von unserer "Trommelgruppe
Ziegenfell" und half mir beim Ausbringen des Sandes... schon bei dieser
Arbeit ist es immer wieder interessant, wie Vorbeikommende auf das
Labyrinth reagieren, welche Gespräche sich ergeben oder ob sie schnell
vorbeieilen, bei dieser ungewöhnlichen Aktivität auf dem sonst
ungenutzten Platz. Interessiert sind meist die Touristen des Lausitzer
Seenlandes, leider selten die Einheimischen, auch kein Ortsvorsteher,
Bürgermeister, Politiker o.a. kam vorbei. Wir hatten viele Einladungen
verschickt, denn es geht ja beim World Labyrinth Day um das respektvolle
und friedliche Miteinander. Ja, ich kenne die Absagenphrasen zur Genüge
- wenn denn überhaupt eine Antwort kommt. Aber die, die da waren, bei
denen hat das Labyrinth, der Gang hindurch etwas bewegt - Annett hat die
Zungentrommel dazu gespielt und so waren wir ganz in diesem besonderen
Raum voll Klang und Ruhe, ganz nah bei sich ein jeder. Manchmal denke
ich, das ist es wovor sich die Menschen "fürchten" - die Antwort auf die
Frage nach dem Selbst. Die Turmuhr gibt uns die Zeit an, die
Vibrationen der Trommel umfließen uns, der Straßenlärm rückt weit weg,
die Schritte knirschen auf dem Schotter zwischen den Sandlinien. In der
Mitte kann man einer Muschelschale eine Perle entnehmen und sie nach dem
Verlassen des Labyrinths auf ein Band fädeln und um den Hals oder das
Handgelenk tragen ~ als Erinnerung an diese Momente des 2.Mai 2026, an
dem auf der ganzen Welt Menschen sich im Friedensgedanken (durch den
Ariadnefaden ;-) verbinden
Das
Foto (ohne untere Bild- und Textleiste) habe ich gerade nach New York
geschickt, damit auch der winzige Ort Brieske in der Lausitz in der
Fotoshow des Weltlabyrinthtages 2026 dabei ist.
Vielen Dank für deine Post 💚
Yana