Mittwoch, 9. Dezember 2020

Kunstverein dankt für Unterstützung

Wenn Schreibende wie Sam in ihrer Fantasiewelt unterwegs sind, sieht es von außen so aus, als würden sie gar nichts tun oder sich langweilen. Es ist fast ein Glücksfall, wenn man verständnisvolle Eltern und Geschwister hat, die einem Raum zum Geschichten erfinden lassen. „Schreiben war für mich schon immer wie ein guter Freund, dem ich alles anvertrauen konnte“, sagt die heute 16 Jährige, Egal ob Emotionen, Probleme in der Schule oder Streit mit der Familie - in abstrahierter Form gab es kein Tabu. Als ich dann auf das NLZ traf, fand ich Gleichgesinnte, deren Ansicht auf das doch eher ungewöhnliche Hobby wieder eine ganz andere war. Sich über solche Dinge auszutauschen löste bei mir immer ein Gefühl der Heimat aus." Wolfgang Wache und Yana Arlt vom Nachwuchs-Literatur-Zentrum „Ich schreibe!“ betreuen seit vielen Jahren Kinder in Kursen, Werkstätten und Schreibcamps. Sam kennen sie seit sie 8 Jahre alt war. Sie ist eine Kursteilnehmerin, die am Kreativen Schreiben dranblieb und sich stets weiterentwickelt. Die junge Autorin stand schon mit bekannten Schriftstellern auf der Lesebühne und ihre Texte sind in mehreren Büchern wie „Mathe, Deutsch & blaue Flecken“ veröffentlicht.
Treffen kann man Sam bei Aktivitäten des Vereins in der Gartenstadt Marga, z.B. bei Kunstpleinairs auf dem Margahof. 

8. Lausitzer Lyrikfestival / Präsentation eigener Texte auf der Lesebühne im Margahof
Werkstatt "Lyrik trifft Grafik" / Mit Bleilettern den eigenen Text setzen
Kinder- und Jugendgalerie / Die Collage "Der grüne Klarinettist" u.a. für das Video "junge Kunst in MARGA" auf dem Klavier interpretieren

Die Kolonie Marga war Anziehungspunkt für Tausende Bergleute. Wie sie in der Lausitz lebten und arbeiteten, zeigen Ausstellungen in der Begegnungsstätte & Galerie MARGA in Brieske. Der Betreiber ist der „Ich schreibe!“e.V., dem es neben der literarischen auch um die bildende Kunst und die Kulturelle Bildung geht. Regelmäßig finden Lesungen, Pleinairs, Künstlerbegegnungen, Konzerte und Vorträge statt. „Im Zentrum der Forschungsarbeit, der Ausstellungs- und Veranstaltungstätigkeit steht immer diese Region, die nur etwa 100 Jahre eine industrielle Blüte erlebte“, so der Vereinsvorsitzende, Ortschronist und Autor Wolfgang Wache.

Trotz aller Einschränkungen und Schwierigkeiten, die auch schon vor dem Frühjahr 2020 die Kulturarbeit von Wolfgang Wache und seinen Mitstreitern erschwerte, machen die Vereinsmitglieder Pläne für das neue Jahr. Näheres ist unter nlz-ich-schreibe.blogspot und unter www.nlz-ich-schreibe.de zu erfahren.

Ein besonderer Dank gilt daher allen Unterstützern und Förderern, zu denen sowohl private Spendengeber als auch Institutionen wie die Envia Mitteldeutsche Energie AG gehören.