Dienstag, 10. Dezember 2024

Jetzt im "Ich schreibe!" und überall wo es Bücher gibt erhältlich: Yana Arlt "Gesammelte Jahreszeitentexte, Dezember bis Februar"

 

Yana Arlt

Gesammelte Jahreszeitentexte
Dezember bis Februar


Autorenverlag Frei!Geist * ISBN 978-3-818731-56-4


  * * * L E S U N G * * * 

Yana Arlt
Gesammelte Jahreszeitentexte, Dezember bis Februar

Freitag, 31. Januar 2025

16 Uhr

"Ich schreibe!", Im Margahof 3, 01968 Brieske

~ Jahresauftakt des Vereins "Ich schreibe!" ~

 

Montag, 9. Dezember 2024

Inspirieren lassen ~ Sperrnächte & Raunächte

Wie viel eines Menschen ist bereits bei seiner Empfängnis angelegt? Wussten Anna und ihr Mann bei der Zeugung von Maria um das Schicksal ihrer Tochter? Am vergangenen Sonntag feierten die Katholiken nicht nur den 2. Advent, sondern auch „Mariä Empfängnis“. Meine Gedanken wandern zum 8. September, dem Festtag „Mariä Geburt“. Kann ich mir jetzt in der Adventszeit schon vorstellen, was mir der bevorstehende Winter bringen wird, was im Frühjahr keimen und wachsen und im Sommer blühen und reifen wird? Am 8. Dezember beginnen auch die Sperrnächte... eine Zeitspanne bis 20. Dezember, in der Altes losgelassen werden kann - „bewusster Jahresabschluss zur Reflexion des aktuellen Jahres. Die Sperrnächte sind ideal, um auf das ausklingende Jahr zurückzublicken und es zu verabschieden. […] Zwischen dem 8. und dem 21. Dezember liegen genau 13 Nächte – eine heilige und mystische Zahl. Eine Nacht zur Reflexion jedes Monats und eine weitere Nacht um das vergangene Jahr gesamt zu betrachten.“ (Textquelle: supanova.at) Ich habe mit dem „Ausmisten“ von Erinnerungen und Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen bereits in der vergangenen Woche begonnen, nun bekommt die Reflexion noch einmal eine ganz andere Dimension. Doch wie lange wird die Ordnung bestehen bleiben? Wie lange werde ich mich „wie geduscht“ fühlen? Ich ziehe mich zurück, kann die Zwangsbeschallung mit Weihnachtsliedern nicht ertragen, das Geblinker von Fenster- und Vorgartendeko, auch nicht das Meckern über das Wetter, die Politik, das Weihnachtsmarktprogramm, die Preissteigerungen... das alles bringt Unordnung – Unfrieden - Frust. Ich habe den Eindruck, dass viele Menschen gar nicht mitbekommen, wie sie sich durch die eigenen Verhaltensweisen blockieren. Ich halte jedoch auch nichts von Schönfärberei und Augenwischerei. Da hängen wir einen Glitzerleuchtstern davor oder stellen Tannenzweige drumherum, dann sieht man das nicht mehr... spätenstens wenn die Batterien leer sind und die Nadeln zu rieseln beginnen... Ein Jahr … ich versuche mich zu erinnern... Januar 2024 (Sperrnacht vom 8. zum 9.12.)... Februar 2024 (Sperrnacht vom 9. zum 10.12.)... März 2024... vielleicht sollte ich meine Notate aufschlagen und darin blättern … das Abschreiben der Hunderte Texte beginne ich am 25. Dezember – wie jedes Jahr in den 12 Raunächten, in denen nach altem Brauch und Glauben die Zeit der Stille und der Neujahresorakel ist und Handarbeit, Haushaltsarbeit und sonstige Arbeiten weitesgehend ruhen sollten. Nächte des Innehaltens, der Planung kommender Wochen und Monate. Was habe ich in diesem Jahr erschaffen, das der Grundstein ist für Kommendes? Welche Entscheidungen habe ich getroffen, die das neue Jahr prägen werden? Was hat sich ereignet, was habe ich aufgenommen/ angenommen, was habe ich abgewählt/ deaktiviert, das weitere Schritte beeinflussen wird? Was habe ich empfangen? Welche Weichen habe ich absichtlich oder unwissentlich gestellt? Wird es mir gelingen, freudig, gestärkt und zuversichtlich in das neue Jahr zu gehen?

Yana Arlt



Hier ein paar Fragen, die dir den Rückblick erleichtern sollen:
Was war in diesen Monaten gut?
Was hat mich sehr herausgefordert?
Was hat mich belastet?
Was habe ich in die Welt gebracht?
Was ist noch unvollendet, nicht abgeschlossen?
Was lastet noch auf mir? Womit belaste ich mich noch?
Worüber beschwere ich mich noch? Was macht mich noch schwer?
Was ist mir schwergefallen, was leicht?
Was hat mich geängstigt?
Was bedauere ich?
Worauf bin ich stolz?
Was habe ich gelernt?
Was habe ich erkannt? Was waren meine Aha-Erlebnisse?
Wer hat mich besonders begleitet?
Was ist noch zu tun?
Was ist noch zu sagen?
Was ist noch zu klären, zu bereinigen?
Was will ich nicht mit ins neue Jahr nehmen?
Welche Baustellen muss ich mit ins neue Jahr nehmen, kann aber jetzt schon Hilfreiches in die Wege leiten?


Textquelle: https://www.supanova.at/post/sperrnachte-von-8-bis-20-dezember

 

 


VERLÄNGERT: Ausschreibung "Misogynie & Sexismus" bis 28.02.2025 / Autorenkollektiv Frei!Geist



 

 

Alle Infos findet ihr HIER



Samstag, 7. Dezember 2024

Gruß zum Wochenende 48kw24


 

 

Leben passiert.
Und das Dazwischen
heilt das Meer.

~ ~ ~

Irgendwann steige ich
aus diesem ganzen Drama aus
und werde
Leuchtturmwärter


Textquelle: Küstenglück

Freitag, 6. Dezember 2024

Heute ist Nikolaus ~

 ~ soweit sind die beiden gar nicht gekommen... Leseratte Raz und Bücherwurm Vermiculus hatten vor dem 1. Advent mit Ostereiern, Geburtstagsstrauß, Halloweenkürbis und Silvesterrakete echt zu tun.

Die Eule Sophia war noch diejenige mit dem meisten Durchblick.

Aber, alle Missverständnisse konnten ausgeräumt werden, niemand wurde verletzt und am Ende gab es die Eröffnung der zauberhaft dekorierten Adventsstube.

Mal schauen, ob der Nikolaus in der vergangenen Nacht etwas für die drei Bücherregalbewohner mitgebracht hat...





6. DEZEMBER: 18 Uhr / Wendisches Haus / Cottbus / Lesung "Sankt Nikolaus sucht Weihnachtsengel" / Freier Deutscher Autorenverband, LV Brandenburg

UNSER TIPP ZUM NIKOLAUSABEND:
 


 

Donnerstag, 5. Dezember 2024

Glücksmoment

 ~ den neusten Lyrikband von Michael Georg Bregel in der Post! Es ist das vom Autor signierte Exemplar 166.

So, ich bin dann mal für einige Zeit nicht ansprechbar ...


Vielen Dank an den Herausgeber der Lyrikreihe "Lyrik Edition NEUN" Steffen Marciniak!

Der schreibt übrigens auch selbst Verse und war z.B. beim Lausitzer Lyrikfestival 2023 zu Gast.

 

Steffen Marciniak (hinten sitzend)
Michael Georg Bregel (lesend)

Steffen Marciniak
beim 11. Lausitzer Lyrikfestival
lesend aus seinem Band
"Prinzenverstecke"
Lyrik Edition NEUN / 9



Mittwoch, 4. Dezember 2024

Glücksmoment

 ~ an der Ostsee


Am Morgen nach dem Tag, an dem ich das Labyrinth legte, ging ich noch hindurch... am frühen Nachmittag war es zur Hälfte weggespült... am späten Nachmittag war von den Bögen des Kretischen, begehbaren Labyrinths nichts mehr zu sehen...

Die Vergänglichkeit ist genau das, was ich an der LandArt so mag!

Ich war eine Stunde ganz versunken in die Arbeit, die heftigen Windböen peitschten ins Gesicht, ich war durchgeschwitzt, meine Hände habe ich vor Kälte kaum noch gespürt, der Rücken schmerzte vom stetigen Bücken, zum Glück regnete es nicht... in diesen Stunden denke ich nur noch an das fertige Werk und zweifle, dass ich es jemals zu Ende bringen kann. Und dann ist der letzte Kreis geschlossen, der letzte Stein, das letzte Muschelstück gelegt...

Yana Arlt



Dienstag, 3. Dezember 2024

Inspirieren lassen ~ Geburtstag/ Todestag 30. NOVEMBER

 


Das Geheimnis des Glücks ist, statt der Geburtstage die Höhepunkte des Lebens zu zählen.

Jedes Haus sollte ein Zimmer haben, um darin zu schimpfen.

Gesichtsfalten sind die Pfade, wo das Lächeln spazieren ging.

Mark Twain, eigentlich Samuel Langhorne Clemens 30. November 1835 - 21. April 1910


Genau genommen, leben sehr wenige Menschen in der Gegenwart. Die meisten bereiten sich vor, demnächst zu leben.

Phantasie ist die Gabe, unsichtbare Dinge zu sehen.


Jonathan Swift 30. November 1667 - 19. Oktober 1745


Auf der Durchreise

Ich habe dich auf der Durchreise kennengelernt
und ich hätte dir ausgesprochen gerne
deine Kirschen entkernt
denn es kommt nicht häufig vor,
daß andre meine Vorlieben verstehn
und ich wünschte mir,
ich könnte bei dir ans Eingemachte gehen

Und ich kriegte von dir einfach nicht genug
du rochst so gut
nach Bundesbahn-Erfrischungstuch
und wir sprachen über dies
und wir sprachen über das
wir warn ein explosives Krisengebiet
auf dem Weltatlas

Und wir fragten uns,
ob die Industrienationen nicht was machen sollten
und dann wurde uns klar:
Reden war nicht das, was wir machen wollten
verlegen ließen wir uns gehen,
ich ließ dich und du ließ't mich
aber irgendwie trafen dann doch
noch unsre Wege sich

Ich habe dich auf der Durchreise kennengelernt
und ich hätte dir ausgesprochen gerne
deine Kirschen entkernt

Und jetzt sitz ich hier
und weiß beim besten Willen nicht mehr,
was ich machen soll,
denn ich bin längst ganz woanders
und ich weiß nicht,
ob ich noch darüber lachen soll
dieses Leben, das ich führe,
ist ein nicht zu überbietender Skandal
und es hat nur ein Gesetz:
Gar nichts kommt ein zweites Mal.

Ich habe dich auf der Durchreise kennengelernt
und ich hätte dir ausgesprochen gerne
deine Kirschen entkernt


Heinz Rudolf Kunze 30. November 1956


in den
kelpwäldern
zwischen den
schwojenden gerten
unter den
ahnungen von
licht das sich
hoch oben am
flächenhorizont
bricht wie
sterngeburten
grasen als
wäre hunger nur
ein wirbel im
gedankenstrom
des schwarmgehirns
einer schule
schlummernder
seepferde

Michael Georg Bregel 30. November 1971





Um groß zu sein, sei ganz: verstelle
und verleugne nichts, was dein.
Sei ganz in allem.
Und leg dein ganzes Sein
in dein geringstes Tun.
Dann glänzt in jedem See der Mond
Denn er steht hoch.


Fernando Pessoa 13. Juni 1888 – 30. November 1935


Einen guten Rat gebe ich immer weiter.
Es ist das einzige, was man damit machen kann.

"Sterben ist ein großer Preis für eine rote Rose," rief die Nachtigall, "und das Leben ist allen teuer. Es ist so schön, im grünen Walde zu sitzen und zu sehen, wie die Sonne im goldenen Wagen herauffährt und wie der Mond kommt mit seiner Perlenkutsche. Süß sind die Glockenblumen, die im Tale versteckt sind, und das Heidekraut, das auf dem Hügel blüht. Aber Liebe ist mehr als Leben, und was ist das Herz eines Vogels im Vergleich mit dem Herzen eines Menschen!
aus „Die Nachtigall und die Rose“


Oscar Fingal O’Flahertie Wills Wilde 16. Oktober 1854 - 30. November 1900


Mehr als mich wirst du die Erinnerung lieben,
wenn das lebendige Bild hinter den Schleier entweicht,
wenn nur der schwebende Hauch verwehender Worte geblieben,
wenn dich der letzte Sinn versunkener Blicke erreicht.

Dann werd ich ganz dein alterndes Leben umschließen,
Einsamster unter den Menschen, daß nie deine Seele verdirbt.
All meine inneren Quellen, die heut noch verborgen dir fließen,
münden gestillt in dein Herz, und alles Leiden stirbt.


Ite Liebenthal (eigentlich Ida Liebenthal; 15. Januar 1886 - 30. November 1941






DAS WAR: Raz macht Dekokuddelmuddel zum Fest

Diejenigen, die am 30. November den Briesker Weihnachtsmarkt verpasst haben, haben wirklich etwas Besonderes versäumt. Von 14 bis 20 Uhr erstrahlte der Hof der "Kaiserkrone" in festlichem Glanz, begleitet von vielen fröhlichen Gesichtern.
Ein besonderes Highlight war das Puppenspiel mit der Leseratte Raz um 15:30 Uhr. Dieses lustige Tohuwabohu, das sowohl große als auch kleine Zuschauer begeisterte, wurde von Jana Arlt und Wolfgang Wache selbst geschrieben und aufgeführt. Die Kinder waren von der ersten Minute an voll dabei, als es darum ging, das große Fest auf dem Weihnachtsmarkt vorzubereiten. Sie wussten genau, was die Leseratte Raz und Vermiculus der Bücherwurm durcheinander brachte.
Für die Autoren und Darsteller war der schönste Lohn, dass es ihnen gelungen ist, ihr Publikum mitzureißen. Kinder zu begeistern ist immer eine Herausforderung, aber auch eine unglaublich lohnende. Die Leistung von Jana Arlt und Wolfgang Wache verdient große Wertschätzung. Was sie dort zeigten, ist ein wichtiger Teil der kulturellen Bildungsarbeit des Kunstvereins Nachwuchs-Literatur-Zentrum "Ich schreibe!" e.V.
Natürlich gebührt auch allen Organisatoren und Mitgestaltern des Briesker Weihnachtsmarktes ein großes Lob und Dankeschön. Ihr Beitrag hat diese wunderbare Veranstaltung möglich gemacht und für viele glückliche Gesichter gesorgt.
Wolfgang Wache