Dienstag, 21. Juli 2026

3. bis 9. August "Margahof-KUNST-Woche"


 

Es ist August und der Verein "Ich schreibe!" lädt wieder eine Woche zum intensiven Kunstschaffen und Kunstgenießen ein!

Kommt vorbei! Probiert! Hört! Seht! Spürt das besondere Kribbeln im Bauch, wenn der Linolschnitt das erste Mal mit Druckerfarbe eingefärbt wird und der Druck auf dem Blatt Papier erscheint. Fühlt die feine Konsistenz der Zeichenkohle auf den Fingerspitzen. Lasst den Schweiß auf das Arrangement von Blättern, Zweigen und Blüten tropfen, wenn ihr die Materialien zu einem Muster auf den Schotter legt... und dann dieser Blick von oben, wenn alles Sinn ergibt und jedes Steinchen zur Gesamtheit beiträgt. Kommt vorbei! ERLEBT Kunst! 

 

Janas Fotosommertour durch das Lausitzer Seenland - 13

 


 

Montag, 20. Juli 2026

Inspirieren lassen ~ Familienzuwachs

 

Nun sind sie da! Viel eigenes Zeug haben sie nicht mitgebracht. Sie haben sich den gemütlichsten Platz ausgesucht und sich eingenistet. Also wortwörtlich! Die fürsorgliche Mutter hat für die sieben Kleinen ein richtig nettes Zuhause auf der Couch eingerichtet. Nein, in der Couch. Im Bettkasten der Schlafcouch. Selbst gesehen habe ich es nicht aber so wurde es mir erzählt. Ich höre noch den Schreck in der Stimme – darauf war niemand gefasst. Der Besuch war nicht angemeldet. Die neuen Mitbewohner hatten keine Warnung geschickt. Oder doch? Haben wir etwas übersehen? Sieht der Raum wirklich so einladend aus? Hm, an diverse Speisen und Getränke ist kein Rankommen, die sind in fest verschlossenen Dosen, Flaschen, Blechbüchsen und im Kühlschrank verstaut. Aber vielleicht ist es auch die grünende, blühende Idylle rund um das Haus – also grünend und blühend, was die Schnecken und Ameisen übrig gelassen haben. Überhaupt, das Thema Ameisen – können wir dafür mal ein Forum im Internet eröffnen. Was ist mit denen denn los in diesem Jahr? Dagegen sind ja die Eroberungszüge von Dschingis Kahn, Alexander dem Großen und Napoleon zusammen ein Klacks. Obwohl ja die Wanderung der Hunnen von Asien nach Europa zum Ende des 4. Jahrhunderts auch mit klimatisch unwirtlichen Verhältnissen begründet wird. Kälte heißt weniger Wachstum von Flora und Fauna – also auf, in angenehmere Gefilde! Die Westgoten suchten in Spanien Wohlstand und Komfort, den die Römer dort aufgebaut und vorgelebt hatten. Warum bekommst du und ich nicht? Alles sehr menschlich. Alles auch sehr tierisch. Dort wo es sich nur unter Mühen leben lässt, wo keine Basis für das Überleben und Leben gegeben ist, da muss ich weg. Ich ziehe weiter. Breche die Zelte ab. Beende die Beziehungen. Ein Feuerwehrmann meinte einmal, dass er in den vielen Berufsjahren immer wieder erlebt hat, dass Menschen das retteten, was ihnen am meisten bedeutet: andere Menschen, das Haustier, das Fotoalbum, Plüschtiere – genau diese Dinge gaben den Menschen Halt, diese Dinge waren Teil ihrer Geschichte, ihrer Identität, sie sind Erinnerung. Nicht der Personalausweis. Nicht der teure Anzug. Nicht die Geldkarte. Nicht der Schmuck. Nicht Versicherungspapiere. Aufbrechen, um anzukommen. Ankommen, um weiter zu gehen. Und wann gehen sie wieder weg? Kann ich die Gegenwart der Familie im Bettkasten der Couch gutheißen? Kann ich es ertragen? Nein, so geht das alles nicht. Die Ameisen bauen sich im Wurzelgeflecht der Margeritte ihr Zuhause und verhindern so, dass die Pflanze über die Wurzeln Wasser aufnimmt. Die Schnecken fressen die gelben Blütenblätter der Sonnenblume, ehe sie ganz aufgeblüht ist und die Blüten des Schleierkrauts gleich mit und von den Bohnen- und Dillsprösslingen brauchen wir gar nicht zu reden. Was ist zu tun? Gift ist nicht wirklich eine Option, denn vergiftete Schnecken sind Nahrung für andere Tiere, die dann elendiglich zugrunde gehen. Aber wieso gerate ich Entzücken, wenn die Vögel die eigens aufgestellte Schale mit Wasser nutzen, wenn ein Igel in der Dämmerung durch den Garten tappselt und die Glühwürmchen leuchten und im Gegensatz dazu grolle ich dem Waschbär, der im Frühjahr die Hochbeete nach Engerlingen durchgräbt und die Schnecken die frischen Triebe des gerade umgesetzten Beinwells abfressen. Und natürlich ist niemand begeistert, wenn Frau Ratte in der Klappcouch in der Gartenlaube eine Kinderstube einrichtet. Mit einem Hamster, einem Meerschweinchen unter einem Dach, das ist ok. aber eine Maus oder gar eine Ratte? Ich freue mich über die Schmetterlinge auf den Oreganoblüten aber es sträuben sich mir die Nackenhaare, wenn mir eine Wespe zu nahe kommt? Aber sie sind alle da! Wir leben alle unter diesem Himmels- und Sternenzelt. Wie kann das Miteinander gelingen? Mit Westgoten und Hunnen? Nun sind sie da! Und bringen vielleicht ihren Teil Gutes mit. Eine Erkenntnis – für mich, über mich. Ein Denkanstoß über meine Sicht auf die Welt, über meine Art zu verstehen, ein- und zuzuordnen.

Yana Arlt


Heinrich Heine

Die Wanderratten

Es gibt zwei Sorten Ratten:
Die hungrigen und satten.
Die satten bleiben vergnügt zu Haus,
Die hungrigen aber wandern aus.

Sie wandern viel tausend Meilen,
Ganz ohne Rasten und Weilen,
Gradaus in ihrem grimmigen Lauf,
Nicht Wind noch Wetter hält sie auf.

Sie klimmen wohl über die Höhen,
Sie schwimmen wohl durch die Seen;
Gar manche ersäuft oder bricht das Genick,
Die lebenden lassen die toten zurück.

Es haben diese Käuze
Gar fürchterliche Schnäuze;
Sie tragen die Köpfe geschoren egal,
Ganz radikal, ganz rattenkahl.

Die radikale Rotte
Weiß nichts von einem Gotte.
Sie lassen nicht taufen ihre Brut,
Die Weiber sind Gemeindegut.

Der sinnliche Rattenhaufen,
Er will nur fressen und saufen,
Er denkt nicht, während er säuft und frißt,
Daß unsre Seele unsterblich ist.

So eine wilde Ratze,
Die fürchtet nicht Hölle, nicht Katze;
Sie hat kein Gut, sie hat kein Geld
Und wünscht aufs neue zu teilen die Welt.


[...]

vollständiger Text: https://www.deutschelyrik.de/die-wanderratten.618.html

 




Janas Fotosommertour durch das Lausitzer Seenland - 12


 

 

aus unserem POSTEINGANG: 7. August / 18 Uhr / Brieske-Marga / Orgelmusik

 

Bitte beachten Sie, dass für die Veranstaltungen, für die der Verein Informationen und Einladungen erhält, der "Ich schreibe!" e.V. kein Mitveranstalter ist. Wir möchten in der Rubrik "aus unserem POSTEINGANG" auf interessante interdisziplinäre, internationale, interreligiöse Formate aufmerksam machen. Die Verantwortung für Organisation und Inhalt obliegt dem jeweiligen Veranstalter! 

 

 

Lassen Sie den Alltag hinter sich und genießen Sie die beeindruckenden Klänge der Orgel in der besonderen Atmosphäre der Martin-Luther-Kirche Brieske.
Wir freuen uns, Horst Bernstein zu einem besonderen Orgelspiel begrüßen zu dürfen. Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Konzert mit Musik, die berührt, begeistert und den Kirchenraum auf einzigartige Weise erfüllt.
Freitag, 07. August 2026 18:00 Uhr
Martin-Luther-Kirche Brieske
Ob Musikliebhaber, Gemeindemitglied oder einfach neugierig - alle sind herzlich eingeladen. Kommen Sie vorbei und erleben Sie einen besonderen Sommerabend voller Musik und Besinnlichkeit.
Musik, die bewegt. Räume, die verbinden
 

aus unserem POSTEINGANG: Literaturausschreibung "Feuer, Wasser, Luft & Erde" ~ Texte zu Pastellen

 

Bitte beachten Sie, dass für die Veranstaltungen, für die der Verein Informationen und Einladungen erhält, der "Ich schreibe!" e.V. kein Mitveranstalter ist. Wir möchten in der Rubrik "aus unserem POSTEINGANG" auf interessante interdisziplinäre, internationale, interreligiöse Formate aufmerksam machen. Die Verantwortung für Organisation und Inhalt obliegt dem jeweiligen Veranstalter! 

 


 

[...] Das Rumpelstilzchen-Literaturprojekt und die Künstlerin laden interessierte Autorinnen und Autoren ein, sich mit Texten in einen kreativen Dialog mit Bildern zu begeben. Dabei sollen keine Bildbeschreibungen entstehen! 
Unter dem Arbeitstitel „Feuer, Wasser, Luft und Erde“ soll eine Anthologie (mit ISBN) erscheinen, für die für jedes „Element“ vier Pastellkreidezeichnungen für eine literarische Reaktion zur Verfügung stehen.
Interessierte Autorinnen und Autoren können die Bilder unter dem Link http://rumpelstilzchen-literaturprojekt.de/wp-content/uploads/2026/07/Ulrike-Schoenfelder-Hellwig-4-Elemente.pdf auf der Website des Rumpelstilzchen-Literaturprojekts ansehen.
 

zu den BILDERN 

 

Samstag, 18. Juli 2026

Janas Fotosommertour durch das Lausitzer Seenland - 10


 

Warum hast du denn so viele Punkte?

 

Dreimal zu schnell und einmal

besoffen gegen einen Ameisenhaufen.

 

Textquelle: DEBESTE 

Freitag, 17. Juli 2026

jetzt anmelden: Kreativworkshops zur Regionalgeschichte 22. - 24.7. Dorfkirche Freienhufen

Work-Shops vom 24.07. bis 26.07. in Kooperation mit dem Nachwuchs-Literatur-Zentrum „Ich schreibe!“ Brieske und der ev. Gesamtkirchengemeinde im Lausitzer Seenland


- Schreiben, Gestalten, Musizieren -

Inhalte:
- Es sollen Rollups mit Bildmaterial - Geschichte der Kohleindustrie – neue Industriebetriebe - neues Leben in unserem Dorf - … entstehen
- Wir wollen in Volksliedern unsere Wurzeln entdecken und gemeinsam singen und musizieren
- Mit Kohle zeichnen und Gestalten mit LandArt ausprobieren
- Plaudern, spielen, speisen, …

 

Gemeinsam mit Irmhild Wahren entwickelten wir die Idee, dass am Workshopwochenende 3 Rollups zum Damals & Heute des Ortes Freienhufen entstehen sollen. Vorbild hierfür sind die Ausstellungen, die die Ortschronisten Brieske-Marga für die Brikettfabriken Brieske, für Brieske-Dorf und für den fotografischen Zeitzeugen Heinz Herzog erstellten.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Geschichts- und Kunstinteressierten in Freienhufen.

 


 

4 Ausstellungen geben in der Begegnungsstätte & Galerie MARGA Auskunft über die Geschichte des Ortes und der Region:

Brikettfabriken Brieske I und II (8 Rollups)

Brieske / Dorf (3 Rollups)

Fotografien von Heinz Herzog (7 Rollups)

Geschichte & Geschichten der Gartenstadt Marga (14 Wandtafeln) 

 

 

Janas Fotosommertour durch das Lausitzer Seenland - 9


 

 

Donnerstag, 16. Juli 2026

"Das Blaue Buch" ~ ein fortlaufendes Kunstprojekt für junge Kreative

 Zu den Geschichten, Bildern und Fotografien wird es in der ersten Augustwoche noch "Rotkäppchens Fotoalbum" geben.

Ferienkinder im Alter von 10 bis 12 Jahren können sich unter: nlz-ich-schreibe@gmx.de zu den folgenden Workshops an folgenden Tagen anmelden:

Dienstag, 4. August 9 bis 12 Uhr

Mittwoch, 5. August 9 bis 12 Uhr

Donnerstag, 6. August 9 bis 12 Uhr

Anmeldeschluss: 24.7. 

 


 

 


 

Janas Fotosommertour durch das Lausitzer Seenland - 8


 

 

Dienstag, 14. Juli 2026

Erinnerungen an Tage mit Bedeutung ~ Ein Sommergedicht aus den Notaten 2026


 

Der 14. Juli ist für mich in mehreren Hinsichten ein besonderer Tag.


Ja, auch die Auftritte auf den Lesebühnen des Hildesheimer Lyrikparks am 13. & 14. Juli 2012 gehören zu den schönen Erinnerungen. Irgendwo habe ich sogar noch den Programmablauf gespeichert und ich denke den Text aus den Notaten 2026, den du oben lesen kannst, hätte ich bestimmt mit nach Hildesheim genommen.

Grüße gehen raus an Lena, Viktor & Sergej, an Emma K. ~ ich hoffe, es geht euch gut, was immer ihr tut, wo immer ihr seid.
PS: Lena ist oft bei uns in Brieske-Marga als Poetin zu Gast. Das letzte Mal beim 13. Lausitzer Lyrikfestival 2025. Ein großer Traum von uns ist, mit ihren Bildern, denn Lena ist Malerin und Dichterin, eine Ausstellung in der Galerie MARGA zu gestalten.

 

Welcher Tag ist für dich ein alljährliches besonderes Datum und wodurch ist er dir im Gedächtnis geblieben? War es ein trauriges Ereignis? Eine nachhaltige Begegnung? Eine erfreuliche Erfahrung? ~

 

Schreibe mir:  

Mein besonderer Tag im Jahr ist der _ _. _ _. 
Jedes Jahr denke ich an diesem Tag an _____________ 

 

Senden an: nlz-jana.arlt@gmx.de

ODER 

👈 Formular nutzen

 

Janas Fotosommertour durch das Lausitzer Seenland - 6


 

 

Montag, 13. Juli 2026

Inspirieren lassen ~ mal ganz anders machen

Man kann ja Dinge auch mal ganz anders machen. Also schon so, dass man ein paar Grundbestandteile beibehält, sie aber variiert und anders interpretiert.
Z.B. kann man ein Stadtfest mit Fahrgeschäften, Würstchenbude und Bühnenprogramm organisieren... nun kommt es darauf an, was auf den Bühnen gezeigt wird, wo die Aufbauten stehen, ob die Würstchen ausschließlich für Fleischesser genießbar sind, ob das Karussel sich auch vertikal dreht oder diagonal oder durch 4 Dimensionen.
Z.B. kann man eine Ausstellungseröffnung mit Bildern an der Wand, dem Glas Sekt zur Begrüßung der Laudatio und Musikbeiträgen organisieren... vielleicht ist die Lobrede auf das Leben und Schaffen des Künstlers/ der Künstlerin gereimt, die Bilder hängen von der Decke und wenn man drumherum geht, sieht man ein gemaltes Motiv und liest auf der anderen Seite einen Text, statt Sekt gibt es ein Fläschchen mit Seifenblasenflüssigkeit und die Musik lädt ein zum Mitmachen.
Z.B. kann man eine Geburtstagstorte mit einem Bisquitteig aus Eiern, Zucker, Mehl und einer Mascarponecreme mit Doppelrahm-Frischkäse, Zucker, Vanillearoma, Sahne, nebst frischen Erdbeeren und Schokostreuseln kreieren... wir haben letztens eine Geburtstagstorte gekocht! Denn die mit einer Quark-Leinöl-Salz-Pfeffer Umhüllung versehene Torte bestand aus Kartoffelsalat. Statt Schokostreuseln gab es Möhrenrohkost (die ja auch gut zu einem saftigen Möhrenkuchen und süßer Frischkäsecreme gepasst hätte) und die essbaren Blüten von Oregano, Boretsch, Ringelblume und Lavendel sind sowohl für eine süße als auch für eine pikante Torte geeignet. Dann die große Überraschung, als die Fingerspitze beim Hinüberheben auf die Platte in die Tortencreme ditscht und gar nicht süß schmeckt.
Man kann ja Dinge auch mal ganz anders machen.
Z.B. wann, wo, wie man seinen Urlaub verbringt... scheinbar ist das für einige Menschen sehr wichtig zu wissen, wie das bei den anderen Leuten so gehandhabt wird. Ich war so überrascht von dieser Frage, dass ich hermustammelte und irgendwas von „viel los im Verein im Sommer“ nuschelte.
Und was kommt nach den Sommerferien? Das Thema Weihnachten und Silvester – ja, ich habe bereits den ersten Post gesehen, bei dem es um das Weihnachtsfest ging und wie man es mit wem, wo verbringt. Ach je. Wir haben jetzt Mitte Juli und ab dem 1. August werden die ersten Pfefferkuchen in den Supermarktregalen wieder die Nation spalten. Also: ja, macht euch bitte jetzt schon Gedanken, ob ihr die Weihnachtsfeiertage nicht mal ganz anders verbringen wollt, denn die Fragen stehen neben den seit dem letzten Nikolaustag nicht mehr geputzten Stiefeln vor der Tür.
Man kann ja Dinge auch mal ganz anders machen.
Aber seien wir ehrlich, viele Möglichkeiten dazu gibt es nicht (mehr). Die superindividuelle Reise, der hyperbesondere Heiratsantrag, das noch nie dagewesene Halloweenkostüm, der... die... das... für alles gibt es Planer, Organisatoren, Anbieter. Gibt man die Frage: Wie mache ich eine Kartoffelsalattorte? in die Suchmaschine ein, gibt es über 500 Treffer. Was war dann also so besonders an diesem Geschenk? Im Vergleich zum weltweiten Netz: nichts! Nichts ist besonders an einer Kartoffelsalattorte zum Geburtstag. Aber ICH hatte die Idee – für jemanden, der selbstgemachten Kartoffelsalat liebt! WIR haben sie gemacht, haben die Zutaten besorgt, die Kartoffeln gekocht, gepellt, geschnitten! WIR hatten so viel Freude am gemeinsamen Grübeln und Ausprobieren. Im Kopf immer die Vorstellung: und wenn dann das erste Stück geschnitten und mit dem Tortenheber herausgehoben wird... Die Fingerkuppe ditscht in die Quarkcreme... das Gesicht und die Feststellung: Das schmeckt nicht wie süße Mascarponecreme... unbezahlbar! Vielleicht ist es mit den meisten Dingen in unserem Leben ähnlich, es ist neu FÜR UNS! Das Land, in das man schon immer reisen wollte, aber das Geld nie hatte. Durch die Straßen einer Stadt zu gehen, auf denen man noch den Schatten einer Lieblingsmalerin gleiten zu sehen glaubt. Die großen farbprächtigen Bilder im Kirchenschiff schweben zu sehen, in die Worte versinken. Über den Marktplatz hüpfen und den Seifenblasen nachschauen, in der Hosentasche die Maultrommel ertasten, deren Vibrationen man noch auf den Lippen spürt. In einer Augustnacht auf der Wiese hinter dem Haus stehen, nach oben schauen und einen Pfefferkuchen knabbern, während man Wunschlisten für den Perseidenstrom erstellt. Übrigens gibt es am 12. August 2026 zu der Sternschnuppen reichsten Nacht auch noch eine partielle Sonnenfinsternis (Beginn 19:19 Uhr, maximale Bedeckung 87% 20:08 Uhr, Ende 20:38 Uhr) statt. Mancher hat noch nie eine (partielle) Sonnenfinsternis beobachtet – vielleicht macht er ja mal etwas „ganz anderes“ und geht zu einer der Veranstaltungen eines Astronomievereins und lässt sich gemeinsam mit anderen Menschen von diesem Naturschauspiel begeistern.

Yana Arlt


Eugen Roth

Die Torte

Ein Mensch kriegt eine schöne Torte,
Drauf steh’n in Zuckerguss die Worte:
»Zum heutgen Geburtstag Glück!«
Der Mensch isst selber nicht ein Stück,
Doch muss er in gewaltgen Keilen,
Das Wunderwerk ringsum verteilen.

Das »Glück«, das »heu«,
der »Tag« verschwindet,
Und als er nachts die Torte findet,
Da ist der Text nur mehr ganz kurz.
Er lautet nämlich nur noch: … »burts« …
Der Mensch, zur Freude jäh entschlossen,
Hat diesen Rest vergnügt genossen.



Textquelle: https://kuchen-macht-gluecklich.de/today-special/





Ferienaktion der Stadt Senftenberg ~ "Ich schreibe!" ist wieder mit dabei!

https://www.instagram.com/p/DZ0LfvpAYU7/?hl=de

 


 

Janas Fotosommertour durch das Lausitzer Seenland - 5


 

 

Samstag, 11. Juli 2026

Freitag, 10. Juli 2026

14. Lausitzer Lyrikfestival / 2. bis 6. September / Senftenberg * Brieske-Marga

Mittwoch, 2. September

19 Uhr

Cultara
Design & Genuss
Ladencafe

Lesung "Autorenkreis Kornblume"




 

 

Janas Fotosommertour durch das Lausitzer Seenland - 2


 

 

aus unserem POSTEINGANG: 11. Juli / 15 Uhr / Burg (Spreewald) / Mina-Witkojc-Stammtisch

 

Bitte beachten Sie, dass für die Veranstaltungen, für die der Verein Informationen und Einladungen erhält, der "Ich schreibe!" e.V. kein Mitveranstalter ist. Wir möchten in der Rubrik "aus unserem POSTEINGANG" auf interessante interdisziplinäre, internationale, interreligiöse Formate aufmerksam machen. Die Verantwortung für Organisation und Inhalt obliegt dem jeweiligen Veranstalter! 

 

Liebe alle, lube wšykne,

Ihr und Sie seid herzlich eingeladen zum nächsten Mina-Witkojc-Stammtisch. Der wird sein am 11. Juli 2026, um 15 Uhr im Haus der Begegnung in Burg (Am Bahndamm 12c). Bärbel Schubert hat sich dankenswerterweise um den Raum gekümmert. Im Haus ist auch die Mina-Witkojc-Bibliothek- Das ist ein Sonnabend. Alle sind herzlich willkommen. Ich würde bei der Gelegenheit gerne Erinnerungen an Mina Witkojc aufnehmen, von Leuten, die sie noch persönlich kannten.

Herzliche Grüße

Stefanie Krautz und Antje Wagner




Lube wšykne,

Sćo wutšobnje pšosone na pśiduce stawne blido kołowokoło Miny Witkojc. To buźo 11. julija, zeger 15:00. Městno buźo Dom zmakanjow w Bórkowach. K tomu ga słuša ga Biblioteka Mina Witkojc. Pśi tej góźbje cu ja rada nagrawaś wulicowańkow luźi, kótarež su ju hyšći znali. Wšykne su wutšobnje pšosone.

wutšobnje strowi

Stefanie a Antje :.)




 

Donnerstag, 9. Juli 2026

DAS WAR: Unser erstes Sommergrillen für alle, die sonst Stühle tragen, Kuchen backen, Zelte bauen, Gäste betreuen...


 

Neben Würstchen und Grillkäse gab es sogar Besuch vom Geburtstagskind, der auch noch selbst Kuchen mitbrachte.

Mit einem wahrlichen Aus-Klang des Abends probten wir auch gleich für den "Klangraum Kirche" zum Mitmusizieren am 8. August um 17:50 Uhr VOR der Kirche und am 13. September um 17 Uhr in der Martin-Luther-Kirche Brieske.

Nächste Treffs
des "Freundeskreis Brieske/ Briesker Kirche"
am 1. Montag des Monats um 17 Uhr in der Begegnungsstätte & Galerie MARGA
> 3. August
> 7. September
> 5. Oktober 

 

 

Janas Fotosommertour durch das Lausitzer Seenland - 1

Heute ist der 1. Tag der Sommerferien in Brandenburg.

Ich nehme euch 6 Wochen lang wieder mit auf eine Tour durch das Lausitzer Seenland.

Mal sehen, was wir entdecken!

Wenn auch ihr in den Sommermonaten zwischen Gräbendorfer See, Bärwalder See und Bergheider See unterwegs seid, dann schickt mir gern eure Impressionen: 
nlz-jana.arlt@gmx.de

Ich freue mich besonders über Motive, die sich von den klassischen "Postkartenmotiven" abheben.

 

Wir starten im MARGA-Atelier, in dem ich in den kommenden Wochen intensiv am Lausitzer Labyrinth arbeiten werde. Hier bin ich gerade dabei, die erste Seite meines neuen Schreibbuches mit Stempeln zu gestalten.
Natürlich sind alle Kreativen, die Lust auf Zeichnen, Stempeln, Schreiben... haben, herzlich willkommen!
Vom 4. bis 6. August gibt es den Workshop "Rotkäppchens Fotoalbum".
Vom 3. bis 9. August findet die Margahof-KUNST-Woche statt.

 


 

 

 

 

Dienstag, 7. Juli 2026

Für den Terminkalender: 24. bis 26. Juli / Dorfkirche Freienhufen / Workshops zu "Schwarzes Gold verbrannt - was kommt danach?"

Gern anmelden unter:

Irmhild.wahren@gmx.de

035753-14408

 

oder vorbei kommen und mitmachen

 


 

Work-Shops vom 24.07. bis 26.07. in Kooperation mit dem Nachwuchs-Literatur-Zentrum „Ich schreibe!“ Brieske und der ev. Gesamtkirchengemeinde im Lausitzer Seenland


- Schreiben, Gestalten, Musizieren -

Inhalte:
- Es sollen Rollups mit Bildmaterial - Geschichte der Kohleindustrie – neue Industriebetriebe - neues Leben in unserem Dorf - … entstehen
- Wir wollen in Volksliedern unsere Wurzeln entdecken und gemeinsam singen und musizieren
- Mit Kohle zeichnen und Gestalten mit LandArt ausprobieren
- Plaudern, spielen, speisen, …

Freitag ab 15:30 Uhr (Kaffee) ankommen
gegen 18:00 Uhr gemütliche Gartenrunde mit etwas Musik, Gesprächen,
Spielmöglichkeiten

Samstag ab 9:30 Uhr Work-Shop "Schwarzes Gold verbrannt - was kommt danach"
Schreiben, Gestalten, Musizieren, Raumklang, ...
Volkslieder zusammentragen, neu lernen

Sonntag ab 9:30 Uhr Zusammenstellen der Ergebnisse
16:00 Uhr musikalisch umrahmte Präsentation in der Kirche

Hinweise: Teilnahme ist für alle Altersgruppen möglich, man kann auch einfach reinschauen und auch nur stundenweise teilhaben, so wie man gerade Zeit und Lust hat.

Verpflegung und Getränke stehen ausreichend zu Verfügung!

Wer sich anmelden möchte:
Irmhild.wahren@gmx.de, Fon: 035753 14408

 

Montag, 6. Juli 2026

Inspirieren lassen ~ einfach mal (nicht) hingehen

 

Die ganze Stadt ist auf den Beinen – so scheint es. Stadtfestzeit! Vielseitige Bühnenprogramme, Sommerempfang, ein Festgelände mit allem, was ein durchschnittlicher Bürger nur wünschen kann. Von Klängen der Vergangenheit über Darbietungen der Jüngsten und denen, die noch auf der Suche nach etwas sind, Kunst-Kultur-und-Weinverkostung, eine betagte Königin gibt sich die Ehre, Vielstimmigkeit besingt die wundervolle Welt, die Leute dreh'n sich im Kreis, das Wetterkarussell auch... Sehen und Gesehenwerden … Lachen. Trinken. Essen. Sich berieseln lassen. Das Haar in der Suppe suchen. Ins Gespräch kommen. Sich über Meinungen wundern, über Lobreden und Schimpftiraden. Und Deutschland ist längst raus aus dem Wettlauf hinter dem Ball und für die Beliebtheit und Bewunderung. Ein Sommerwochenende. Ein Sommerwochenende, bei dem irgendwie alles nah beieinander liegt. Auch die Erwartungen, Enttäuschungen, der Daumen der in der Waage schwebt und sich noch nicht entschließen kann zum Sinken oder Steigen. Es gibt sie, die Feststimmung, hier und da, in Momenten. Es sind immer nur Momente. Es sind die Menschen, denen man begegnet, die neben einem stehen, sitzen, singen, tanzen... Es sind aber auch die Menschen, die nicht mit dabei sind... das merkt man erst später, im stillen Resumee.
Ich ziehe meinen Hut vor den Organisatoren. Sie haben an alles gedacht. Ein professionell geplantes, organisiertes, durchgeführtes Stadtfest – ein unglaublicher Wurf für eine so kleine Stadt in Südbrandenburg.
Der Tag danach ist Abbau, Vorgärten in Festgeländenähe, die nach Urin riechen, zerbröselte Döner, die sich um Hausecken fädeln, Blumenkübel, die zu Papierkörben mutierten... auch das gehört zu einem Stadtfest – die Katerstimmung nach der großen Sause. Diese Atmosphäre, die wie ein nasses Pelztier auf den Plätzen, Wegen und Straßen vor sich hin müffelt und jault, ist das einzige, das ich in diesem Jahr vom Fest mitbekomme. Ich bilde mir ein, etwas verpasst zu haben und weiß doch mit absoluter Sicherheit, dass keines der Formate eine Heimat für mich gewesen wäre. Was ist nur in den vergangenen Jahren passiert? In Gesprächen erfahre ich, dass es nicht nur mir so geht. Wir können es nicht genau bestimmen, was da so anders ist. Vielleicht dieses mehr und mehr, lauter, greller, länger, größer, kombiniert mit dem Anspruch auf Perfektion. In der Kultur steht immer wieder die Frage: Wie kommen wir an die Menschen ran? Welche Formate ziehen Publikum? Ich denke, dass die Organisatoren des diesjährigen Festes Vieles richtig gemacht haben – Nörgler wird es trotz allem geben... auch das gehört zu einem Stadtfest. Es bleibt mir nur, zu hoffen, dass es neben diesen großen Veranstaltungen, die für Tausende oder gar Zehntausende Besucher angelegt sind, auch dezentere, ruhigere, tiefere Veranstaltungen gibt. Die Besucherzahl sagt nichts über die Qualität des Musik-, Tanz- oder Leseprogramms; nichts über die Händler und die Speisen- und Getränkeversorgung. Einerseits ist der Hunger groß nach Unterhaltung, Spaß, Zerstreuung... andererseits gibt es einen selten zu stillenden Durst nach Tiefe, Bedeutsamkeit, Wahrhaftigkeit.
Ich war weder auf dem Sommerempfang der Stadt noch zur Ausstellungseröffnung im Rathaus, obwohl unser Verein für beide Veranstaltungen Einladungen erhielt und die sicher auch großartig organisiert und durchgeführt worden sind. Ja, ich sehe die Einladungen als respektvolle Gesten unserer Vereinsarbeit gegenüber. Und wie wird auf unsere Einladungen im Rathaus reagiert? Wird jemand zu unserem „Tag der Industriekultur“ am 8. August oder zum 14. Lausitzer Lyrikfestival vom 2. bis 6. September kommen?

Yana Arlt




George Gordon Byron alias Lord Byron

Ein Fest, wenn es verdampft, ist grade wie
Das letzte Glas Champagner, ohne Gischt,
Der seinem Erstlingskelche Reiz verlieh;
Wie ein System, in das sich Zweifel mischt;
Wie eine Flasche Sodawasser, die
So lang gesprüht hat, bis ihr Geist entwischt;
Wie eine Welle, welche sich noch hebt,
Wenn schon der Wind schläft, der sie erst belebt.



Textquelle: www.aphorismen.de

 


 

 

HEUTE: Treff des "Freundeskreis Brieske/ Briesker Kirche" als kleines Sommerfest

Wir haben den Grill, die Grillkohle, besorgen Würstchen - Wolfgang der Auskenner meint, er hat da eine besonders schmackhafte Sorte im Auge - ich werde mich bei den vegetarischen Angeboten, wie Grillkäse, umsehen. Dazu besorgen wir Baguette, etwas "Grünzeug" und alkoholfreie Kaltgetränke.

Es geht ja um das Beisammensein und Sommer genießen - unser Dankeschön für eure Energie, Ideen und Zeit, für die gemeinsam umgesetzten Vorhaben. Vielleicht tauschen wir uns auch über neue Ideen für unser Briesker Gemeindeleben aus und trällern (vielleicht!) ein Liedchen zur Gitarre ~

 



Samstag, 4. Juli 2026

Gruß zum Wochenende 27kw26

  

 

Experten sagen,
Männer leben länger,
wenn sie ihren Frauen
Blumen schenken
Denn diese Frauen sind glücklich
und glückliche Frauen
bringen ihren Mann
nicht
um.



Textquelle: ehrlichlustig

 

Freitag, 3. Juli 2026

Texte von Yana Arlt in der Ausstellung "Nur eine Rose als Stütze ~ Im Gedenken an Hilde Domin"

 Ausstellungseröffnung am 4. Juli 2026 / 17 Uhr / Johanniskirche Belgershain

 


Mal ist Yana Arlt Lyrikerin, mal ist sie Landart-Künstlerin in der Lausitz, mal beugt sie sich mit dem Schnittmesser über eine Linolplatte, mal ist sie Performerin auf Bühnen – die eine Wiese in der Gartenstadt Marga oder die Empore in einer Kirche sein kann, mal wundert sie sich, wie frech die Leseratte Raz aus Stoff und mit Brille auf ihrer Hand sein kann, mal zeichnet sie mit einem Besenstil ein begehbares Labyrinth in den Schotterplatz eines Schlosses.
Die Förderung von jungen künstlerischen Talenten ist ihr ein sehr wichtiges Anliegen, denn als Jugendliche erhielt sie kaum Ermutigung oder Unterstützung, sondern schuf sich erst als junge Erwachsene selbst eigene Themen, Ausdrucksmittel und Bühnen, lernte, ihren eigenen Weg als Künstlerin zu gehen.

 

 


 

 

Donnerstag, 2. Juli 2026

Texte von Wolfgang Wache in der Ausstellung "Nur eine Rose als Stütze ~ Zum Gedenken an Hilde Domin"

Ausstellungseröffnung am 4. Juli 2026 / 17 Uhr / Johanniskirche Belgershain
 

Wolfgang Wache ist ein Lausitzer Poet und Kulturarbeiter, der seine Kraft vor allem in der stillen, verlässlichen Arbeit hinter den Kulissen entfaltet. Er entwickelt Projekte, die Menschen miteinander verbinden, und sorgt dafür, dass kreative Prozesse wachsen können, ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Seine künstlerische Handschrift zeigt sich in feinen, präzisen Texten und Bildern, die aus Beobachtung und innerer Ruhe entstehen. Als Mentor begleitet er junge Schreibende mit Geduld und einem sicheren Gespür für ihre individuellen Wege. In der regionalen Kulturlandschaft wirkt er als jemand, der leise, aber nachhaltig Strukturen stärkt und Räume für Kunst und Gemeinschaft schafft.

 


 

aus unserem POSTEINGANG: 4. Juli / 15:30 Uhr / Senftenberg / Konzertchor in der Peter-Paul-Kirche

 

Bitte beachten Sie, dass für die Veranstaltungen, für die der Verein Informationen und Einladungen erhält, der "Ich schreibe!" e.V. kein Mitveranstalter ist. Wir möchten in der Rubrik "aus unserem POSTEINGANG" auf interessante interdisziplinäre, internationale, interreligiöse Formate aufmerksam machen. Die Verantwortung für Organisation und Inhalt obliegt dem jeweiligen Veranstalter! 

 

 

Liebe Freunde der Konzerte in der Peter-Paul-Kirche und des Konzertchores!

Vor der Sommerpause hat die Stadtverwaltung den
Konzertchor Senftenberg zum Stadtfest eingeladen, am 4.7. für eine Stunde ab 15.30 Uhr die Peter-Paul-Kirche in Senftenberg mit vielen unterschiedlichen Liedern zum Klingen zu bringen. Ich sende Ihnen nähere Informationen im Anhang.



Der Chor unter Leitung von Sven Irrgang und alle Sängerinnen und Sänger würden sich freuen, wenn sie Ihnen eine Zeit der Entspannung, der Ablenkung von vielen Sorgen bringen und Freude machen können.



Herzliche Grüße von
Ihrer/Eurer Gabriele Philipp
vom Konzertchor Senftenberg

 


 

 

Foto vom Altmarkt Senftenberg mit dem blühenden Rosenstock des "Markt 15" mit Blick zur Evang. Peter-Paul-Kirche.