Samstag, 5. September 2026

Wolfgang Wache ~ Leitgedanken für das Lausitzer Lyrikfestival XIV

 

Brieske-Marga, 28. August 2026


Leitgedanken für das

Lausitzer Lyrikfestival XIV


Begrüßungsworte des Vereinsvorsitzenden, Poeten, Künstlers Wolfgang Wache am 5. September 2026 in der Gartenstadt Marga




Liebe Freundinnen und Freunde der Worte, liebe Autorinnen und Autoren, liebe Menschen, die heute hier sind, weil ihnen Sprache etwas bedeutet.

Ich möchte heute etwas aussprechen, das viele von uns kennen, aber selten laut sagen.

Wir leben in einer Zeit, in der Kultur oft mit Unterhaltung verwechselt wird. In der Lautstärke mehr Aufmerksamkeit bekommt als Stille. In der kostenlose Events ganze Plätze füllen – und wir manchmal daneben stehen und uns fragen: „Hat meine Art, Kultur zu machen, überhaupt noch Platz?“

Ich sage euch heute: Ja. Sie hat Platz. Und sie hat Wert. Und sie hat Zukunft.

Denn das, was wir hier tun, ist etwas anderes. Wir machen keine Unterhaltung. Wir machen Begegnung. Wir machen Gemeinschaft. Wir machen Kunst, die nicht nur gehört, sondern gespürt wird.

Viele von uns haben erlebt, wie Förderpolitik uns gegeneinander stellt. Wie Künstlerinnen und Künstler plötzlich Konkurrenten werden. Wie man sich vergleicht, misst, kämpft – um Aufmerksamkeit, um Existenz, um Anerkennung.

Ich habe erlebt, wie das Menschen verletzt. Wie es Freundschaften zerstört. Wie es Vertrauen bricht. Wie es uns müde macht.

Aber heute stehen wir hier – gemeinsam. Nicht gegeneinander. Nicht im Wettbewerb. Nicht im Kampf.

Wir stehen hier, weil wir wissen: Kunst entsteht nicht aus Konkurrenz, sondern aus Verbindung.

Wir stehen hier, weil wir spüren: Wenn wir zusammenhalten, kann uns niemand gegeneinander ausspielen.

Wir stehen hier, weil wir glauben: Worte brauchen Räume, in denen sie wachsen dürfen – nicht Bühnen, die sie übertönen.

Deshalb sind wir heute auf dem Margahof. Deshalb haben wir unser begehbares Labyrinth aufgebaut. Deshalb sitzen wir im Kreis, mit grünen Tischdecken, mit Blumen, mit Licht, mit Nähe.

Wir waren an der Waschkaue – kurz, symbolisch. Ein Gruß an die Geschichte. Ein Gruß an die Arbeit, die diese Region geprägt hat. Aber unser Herz schlägt hier. In diesem Kreis. In dieser Gemeinschaft.

Ich möchte euch heute etwas mitgeben:

Lasst uns Künstlerinnen und Künstler nicht gegeneinander kämpfen. Lasst uns Räume schaffen, in denen wir uns stärken. Lasst uns zeigen, dass Kunst Wert hat – auch wenn sie nicht kostenlos ist. Lasst uns zusammenhalten, damit wir nicht verloren gehen.

Denn das Schlimmste Gefühl ist, wenn man glaubt, man sei überholt. Aber das ist ein Trugschluss.

Wir sind nicht überholt. Wir sind gebraucht. Wir sind Stimmen, die diese Region tragen. Wir sind Menschen, die Worte lebendig machen. Wir sind diejenigen, die zeigen, dass Kultur mehr ist als Unterhaltung.

Heute, hier, in diesem Kreis, beginnt etwas, das größer ist als ein Festival. Es beginnt ein Miteinander. Ein neues Vertrauen. Eine neue Stärke.

Ich danke euch, dass ihr da seid. Ich danke euch, dass ihr eure Stimmen teilt. Ich danke euch, dass ihr diesen Raum mit Leben füllt.

Lasst uns heute nicht nur lesen – lasst uns einander halten.



Mit dichterischen Grüßen

Wolfgang


Donnerstag, 3. September 2026

Gastgeber des Lausitzer Lyrikfestivals ist der "Autorenkreis Kornblume"


 

Drei der sechs Gründungsmitglieder sind noch dabei!

Zwei weitere kamen hinzu.

Irgendwie haben wir es im vergangenen Jahr nicht ganz gebacken bekommen, unser 15-jähriges Jubiläum ordentlich zu feiern. Aber vielleicht sieht die Feier einer Künstlervereinigung anders aus als mit Sekt und Feuerwerk.

Jeder der "Kornblumen" hat in ganz eigener Weise eine unglaubliche Entwicklung genommen. In 16 Jahren können sich Menschen sehr verändern, die Prioritäten verschieben sich - vielleicht hin zu: Karriere machen und/oder Familie gründen und/ oder . . .

Das Wunderbare und auch etwas Erstaunliche ist, dass wir über all die Jahre Kontakt gehalten haben und regen Anteil nahmen und nehmen an dem Weg des anderen. Menschen, die nicht mehr Mitglied sind, mögen das anders sehen und jeder hat seine Gründe, warum er diese gemeinsame Anstrengung nicht mehr mit tragen wollte/ konnte.

Für mich persönlich sind besonders die gemeinsamen Publikationen, wie die Reihe "Almanach" und gemeinsame Lesungen Highlights unserer Autorenkreisaktivitäten. 2027 erscheint bereits der 6. Band der Buchreihe.

 

Willst du mehr wissen über die einzelnen "Kornblumen"?
Hier gibt es Wegweiser:

Wolfgang Wache

www.wolfgang-wache.de 

 

Yana Arlt

https://yana-arlt.jimdofree.com/ 

 

Alexander Kiensch

https://www.instagram.com/alexanderkiensch/?hl=de 

https://www.freigeist-autorenverlag.de/  

https://www.autorenkollektiv-freigeist.de/ 

 

Stefan Reschke

https://www.instagram.com/gedichte_zum_abhaengen/ 

 

Coverentwurf
"Almanach 2027"
des "Autorenkreis Kornblume"

 

Mittwoch, 2. September 2026

Samstag, 5. SEPTEMBER Gedichtetag für Kinder & "Lyrisches Lausitzer Labyrinth" vor dem Zechenhaus

+ + + P R E S S E M E L D U N G + + +

Sieben Tage im September ganz im Zeichen der Lyrik

Das Lausitzer Lyrikfestival lädt alle ein, die Schönheit von Gedichten zu entdecken. Es gibt Lesungen, Mitmachaktionen, Puppenspiel, Ausstellungen, Gesprächsrunden, Büchertische und mehr.

Jedes Lausitzer Lyrikfestival, das seit 13 Jahren in Senftenberg-Brieske vom Verein „Ich schreibe!“ organisiert wurde, war einzigartig. In diesem Jahr findet es vom 2. bis 8. September statt und hat einiges Neues zu bieten. Am Samstag, 5. September, gibt es ab 10 Uhr auf dem Margahof in Brieske einen Gedichtetag für Kinder und Familien, bei dem auch die freche Leseratte Raz dabei ist, die erklärt: „Lyrik ist nichts zum Naschen“. Um 14 Uhr startet vor der Martin-Luther-Kirche ein poetischer Spaziergang durch die Gartenstadt Marga, der zu einer ganz besonderen Lesung am Zechenhaus führt. Hier werden Wolfgang Wache und Yana Arlt um 15 Uhr vom „Lausitzer Labyrinth“ erzählen, ein Kunstprojekt, das sich der Geschichte und den Geschichten der Lausitz widmet und das man mitgestalten kann.
Das detaillierte Programm gibt es unter: www.nlz-ich-schreibe.de

 


 


 



 

 

Lausitzer Lyrikfestival XIV
2. bis 8. September 2026
Senftenberg ~ Brieske ~ Gartenstadt Marga

2. September Lesung im „Cultara“
3. September Haikuwerkstatt in der „Begegnungsstätte & Galerie MARGA“
4. September Haiku- und Druckwerkstatt mit Ingo Cesaro
5. September Großer Gedichtetag für Kinder & Familien // Lyrisches Lausitzer Labyrinth am Zechenhaus
6. September Lyrik zwischen Gärten und Zechenhaus ~ Lesespaziergang
8. September Ausstellungseröffnung „Wolfgang Wache ~ Atelierfundstücke“