Freitag, 16. Dezember 2022

bis 20.Dezember einsenden: Gedichte, Fotos, Grafiken... für die "Türchen ins neue Jahr"

Alljährlich begleiten 12 künstlerische Beiträge unsere Blog-Leser in das neue Jahr.

Sende jetzt DEINE Beiträge für die Aktion "Türchen ins neue Jahr" vom 25. Dezember bis zum 5. Januar auf nlz-ich-schreibe.blogspot.com

Ein Bezug zur Weihnachtszeit, Silvester, Neujahr ist NICHT zwingend. So kannst du uns auch gern teilhaben lassen an einem besonderen Moment deines Jahres 2022.

 



 

Donnerstag, 15. Dezember 2022

Mittwoch, 14. Dezember 2022

SAMSTAG: 17 Uhr Übergabe Lichterbogen Brieske-Marga

Lichterbogen für Brieske-Marga

Briesker investieren komplette Mittel aus dem Stadtteilfond 2022 in einen individuellen Lichterbogen

„Für mich ist es eine kleine Sensation“, meint Jana Arlt vom „Ich schreibe!“ e.V. in Brieske, „als wir uns im Frühjahr 2022 zur Abstimmung über den Stadtteilfond Senftenberg OT Brieske trafen, standen mehrere Projekte zur Entscheidung über die Verteilung der Gelder auf der Liste und dann traten alle zurück und unterstützten die eine Idee eines Lichtbogens für Brieske.“ Zu Beginn sei es noch eine Diskussion um für und wieder gewesen aber dann schlug es um in eine Denkrunde über Motiv, Standort und Umsetzung. Bei Entwurf, Ausführung und Aufbau mitten in der denkmalgeschützten Gartenstadt Marga ist einiges zu bedenken, zu recherchieren, zu beantragen. Der Ortsbeirat Brieske mit dem Ortsvorsteher Tino Balzer unterstützte mit Rat und Tat, Wolfgang Wache und Jana Arlt erstellten Entwürfe mit Motiven aus der ehemaligen Bergarbeiterkolonie. Für welche Ausführung sich das Gremium entschied, konnte man am 8. Dezember 2022 beim Aufbau des Lichterbogens sehen. Die „kleine Sensation“ ist, dass viele Briesker BürgerInnen mitwirkten und dass die Idee durch gemeinsame Anstrengungen noch im Jahr 2022 umgesetzt werden konnte.
Offiziell übergeben werden soll das neue Schmuckelement am Sonnabend, 17. Dezember 2022, um 17 Uhr. Standort ist die Grünfläche zwischen Briesker Straße und Viktoriastraße, neben der „Kaiserkrone“.

 


 

 

Montag, 12. Dezember 2022

Inspirieren lassen

Ich habe es zu Ende gelesen … heute … nach zwei Jahrzehnten (oder mehr) … Franz Kafka „Das Schloß“. Habe es begonnen, da war ich xx Jahre alt und kam bis Seite 110. Dann war Schluss und das Buch stand und stand und ich nahm es vor einigen Wochen wieder zur Hand und dachte: Jetzt! Jetzt liest du es! Du ziehst das jetzt durch! Kam auch gut über die 110er Marke aber später gab es einige Momente, in denen es mir fast wieder entglitten wäre. Halte durch! Das ist ein Klassiker der Literaturgeschichte, den musst du dir jetzt reinziehen. Und dann las ich den letzten Absatz auf Seite 394 der Fischer Taschenbuchausgabe von 1992: „Die Stube von Gerstäckers Hütte war nur vom Herdfeuer matt beleuchtet und von einem Kerznstumpf, bei dessen Licht jemand in einer Nische gebeugt unter den dort vortretenden schiefen Dachbalken in einem Buch las. Es war Gerstäckers Mutter. Sie reichte K. die zitternde Hand und ließ ihn neben sich niedersetzen, mühselig sprach sie, man hatte Mühe sie zu verstehen, aber was sie sagte“
Ich hatte mich durch endlose Monologe von Frieda, von K., von dem Lehrer, von dem Vorsteher, von der Wirtin, von Olga etc. gekämpft und dann das. Aber es ist ja so, dass man ein Buch, das nicht zu Ende geschrieben wurde auch nie zu Ende lesen kann. In der Nachbemerkung von Malcolm Pasley heißt es: „Kafka hat im Januar 1922 mit der Arbeit am >Schloß< begonnen, vermutlich am ersten Tag eines Erhohlungsurlaubs im Riesengebirge. Er hatte nach einem schweren Nervenzusammenbruch offenbar den Entschluß gefaßt, zum ersten Mal seit dem Ausbruch seiner Lungentuberkulose (1917) ein größeres literarisches Werk zu unternehmen. Er setzte die Arbeit am Roman zuerst in Prag, dann bei seiner Schwester Ottla auf dem Lande fort. Im September 1922 erleidet er jedoch einen weiteren „Zusammenbruch“; er schreibt an Max Brod (11.9.22): ,diese Woche habe ich nicht sehr lustig verbracht, denn ich habe die Schloßgeschichte offenbar für immer liegen lassen müssen.' Wie alle seine früheren Romanversuche ist also auch dieser letzte umfrangreichste Fragment geblieben.“ Im Roman ist es später Herbst oder Winter, ständig sind die Figuren müde, überfordert, sie frieren und hungern – der Hof, auf den ich schaue, während ich die letzten Zeilen auf Seite 394 lese ist verschneit, für die kommenden Nächte und Tage ist leichter Dauerfrost vorausgesagt. Ich befinde mich mitten in der Szenerie der Geschichte um den Landvermesser K., der einem Ruf in ein kleines Städtchen folgte, um dort eine Stellung anzunehmen aber niemand hat hier auf ihn gewartet, niemand er-wartet ihn, es beginnt eine Odyssee durch Amtsstuben und Verwaltungszimmer, die ihn keinen Schritt weiter bringt. Unter getabstract findet man eine Zusammenfassung der Geschehnisse, die sich auf knapp 400 Seiten ineinanderhaken, sich miteinander verflechten und irgendwann ein unentwirrbares Netzwerk ergeben. Jeder hat mit jedem auf irgendeine Weise zu tun, es herrschen Neid, Frust, Angst und hin und wieder schimmert Hoffnung und Zuneigung durch. Ich reflektiere die eigenen Begegnungen und Erfahrungen der vergangenen Wochen und entdecke Parallelen, gerade diese Ähnlichkeiten machen es mir zeitweise unmöglich, weiter zu lesen. Man bemerke: Die Geschichte wurde vor 100 Jahren geschrieben, exakt 100 Jahre nachdem der Autor Franz Kafka feststellt: „ich habe die Schloßgeschichte offenbar für immer liegen lassen müssen“ beginne ich das zu lesen, was bis zum September 1922 entstanden ist. Als Autorin hatte ich nie die Ambitionen, einen Roman zu schreiben, ich fühle mich der Lyrik verbunden, nur ab und zu entstanden Kurzgeschichten – ganz kurze Kurzgeschichten und niemals hätte ich die Strebsamkeit für eine Geschichte, die mehrere hundert Seiten in Anspruch nimmt. Ich bin auch wahrlich kein passionierter Romanleser aber wenn ich dann ein Buch aufschlage, dann kann ich mich „verlieben“ in die Figuren, in die Sprache, in die Bedeutung von wohlgesetzten Worten …

„Man ist unwillkürlich geneigt, in der Nacht die Dinge von einem mehr privaten Gesichtspunkt zu beurteilen“

„Nur gibt es freilich Gelegenheiten, die gewissermaßen zu groß sind, um benützt zu werden; es gibt Dinge, die an nichts anderem als an sich selbst scheitern.“

„es sind hohe Herren, aber man muß kräftig seinen Ekel überwinden, um nach ihnen aufräumen zu können […] Und niemals ein gutes Wort, immer nur Vorwürfe“

„gedankenlose Ängstlichkeit der Leute, Freude am Schaden des Nächsten, unzuverlässige Freundschaft, Dinge, die überall anzutreffen sind“

„Ist aber denn Dein ganzes früheres Leben für Dich so versunken […] daß Du nicht mehr weißt, wie um das Vorwärtskommen gekämpft werden muß, besonders wenn man von tief untenher kommt? Wie alles benützt werden muß, was irgendwie Hoffnung gibt?“

 

 

Festung "Schloss Senftenberg", Dezember 2021

STEHT: Lichterbogen in Brieske-Marga mit Motiven der Bergarbeiterkolonie und Gartenstadt

Im Frühjahr wurde zur Abstimmung über den Stadtteilfond Brieske 2022 mit großer Mehrheit für den Vorschlag "Brieske - Lichterbogen" gestimmt.

Nr. 01/ SF22 - Brieske - Lichterbogen

Zur Aufwertung des Stadtbildes und gleichzeitig als Erinnerung an die Geschichte der Gartenstadt Marga und der einstigen Bergmannssiedlung schlage ich die Beschaffung eines Lichterbogens aus Metall vor, der ganzjährig aufgestellt bleibt und in der Weihnachtszeit zusätzlich beleuchtet wird. Als Vorbild nehme ich den Bogen vor der Grundschule in Laubusch. Als Platz schlage ich die Grünfläche an der Sackgasse gegenüber der Kaiserkrone vor.

(Originaltext des Einreichers)

Textquelle: senftenberg.de

Wolfgang Wache und Yana Arlt haben einige Entwürfe gezeichnet und eingereicht. Doch für welches Motiv hat sich das Gremium entschieden? Am vergangenen Donnerstag konnte man es erfahren.

In den vergangenen Wochen ist die elektrische Leitung verlegt und das Fundament gegossen worden. Am 8. Dezember waren wir Zeuge des Aufbaus...

 










ENTWÜRFE







Samstag, 10. Dezember 2022

Gruß zum Wochenende 49kw22 / 3. Advent


 

Zwei Typen stapfen mit Säge und Axt durch den Wald und suchen nach einem Weihnachtsbaum.
Nach zwei Stunden sagt der eine:
"Was soll's, nehmen wir eben einen ohne Kugeln."



Textquelle: crass.es
(Text leicht abgewandelt)

Freitag, 9. Dezember 2022

Glücksmoment

Schau mal, diese Steinkanten, die verlaufen unter dem Schnee und Schneematsch in einer bestimmten Form .... DAS IST EIN LABYRINTH!

Gerade war ich noch im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle/ Saale und stand vor der originalen Himmelsscheibe von Nebra und nun entdecke ich noch ein begehbares Labyrinth neben dem Museumsgebäude! Wie phantastisch ist das denn! Meine Schuhe sind nicht besonders wasserdicht aber ich muss da jetzt durchgehen - diesen einen Weg durch Schneeresten und Pfützen bis zur Mitte und dann wieder Schritt für Schritt, Bogen für Bogen, Wendung für Wendung hinaus.

YA
https://yana-arlt.jimdofree.com/ 

 

 

 

Hier noch ein Lesetipp:


MEHR erfahren über Gernot Candolini


Donnerstag, 8. Dezember 2022

Weihnachtliche Schaufenster mit BuchAdventsKalender

Zugegeben, die Idee hatten andere, aber wir haben sie für unsere Schaufenster adaptiert.
24 Märchen- und Sagenbücher aus den privaten Regalen und der "Lausitzer Literatursammlung" zusammenzutragen, war unsere leichteste Aufgabe. Ach, da hätten es auch doppelt und dreifach so viele sein können aber ein Adventkalender beginnt nun einmal mit dem 1. Dezember und endet am 24. Dezember.

Für die Stimmung drumherum verwendeten wir die Puppenspielkulissen "Hütte", "Winterwald" und "Schloss" als Ausgangspunkt und fanden so Manches, das dazu wunderbar passte - es kommt eben darauf an, dass man das Vorhandene geschickt neu kombiniert. Als Hingucker gibt es die von Irina Wache in den letzten Wochen gestalteten Figuren, die durch die sorbischen Trachten in der Lausitz inspiriert sind.

Heute öffnen wir bereits das 8. Buchpaket - dann sind 1/3 der Bücher ausgepackt. Was sich wohl im roten Papier für Märchen, Sagen, Geschichten oder Gedichte verbergen?

Bei einem Spaziergang durch die Gartenstadt Marga kann man sich in den Schaufenstern der "Begegnungsstätte & Galerie MARGA" Vor-Leseanregungen für Wintertage holen.

 







Mittwoch, 7. Dezember 2022

HEUTE ~ mittwochs: Friedensgebet /18 Uhr / evang. Peter-Paul-Kirche Senftenberg

Auch der Künstler Michael Georg Bregel setzt sich in seiner Stempelkunst mit den Themen Frieden und dessen Abwesenheit und dem Bestreben einen friedlichen Zustand zu erreichen auseinander.

Jeder hat seine eigene Art sich mit dem Status der Welt, mit eigenen Ängsten und Sorgen auseinander zu setzen. Lyriker schreiben Gedichte, Maler bringen Farben und Formen auf die Leinwand, Musiker setzen mit ihrem Instrumentenspiel und ihren Kompositionen Zeichen, Dramaturgen und Schauspieler bringen Stücke von Exilanten und verfolgten AutorInnen auf die Bühne...

Schau dich um, entdecke die Kraft der Kunst, des künstlerischen Schaffens und/oder schließe dich Gebetskreisen an. Finde deinen eigenen Weg der Feindseligkeit und dem Hass entgegen zu wirken und Freundlichkeit, Güte, Wertschätzung und Respekt zu leben.