Freitag, 5. März 2021

12 Argumente für Kulturelle Bildung 2 / Februar "o.T." Alexandra Stahr


 

Argumente für Kulturelle Bildung
Warum Kulturelle Bildung wichtig ist

bkj

2 / Eigenen Interessen nachgehen

Angebote Kultureller Bildung bieten Kindern und Jugendlichen Gelegenheiten, eigene Fragen und Interessen nachzugehen und Themen zu vertiefen, die sie beschäftigen. Sie machen die Erfahrung, dass spielerische Herangehensweisen und kulturelle Ausdrucksformen wertvoll sind, um sich Dinge zu erschließen und um sich mitzuteilen. Sie erleben Bildung und Lernen als etwas, das sie selbst gestalten und verantworten können.

 

bis 31.MÄRZ / Mathe, Deutsch & blaue Flecken / junge Kunst in MARGA

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"Mathe, Deutsch & blaue Flecken"



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"junge Kunst in MARGA"

 

Donnerstag, 4. März 2021

neue Seite "Publikationen" auf www.nlz-ich-schreibe.de

Screenshot: www.nlz-ich-schreibe.de

Viele Jahre veröffentlichte Wolfgang Wache im "verlag wache wolfgang" junge Autoren.

So gab es die Reihe Anthologie "Ich schreibe!" mit ausgesuchten Arbeiten aus den Europaweiten deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteraturwettbewerben, für die die junge Malerin Isabella Klöfer die Cover gestaltete.

Besondere Talente konnten ihre Geschichte bzw. die Illustrationen dazu in der Birkinchen-Reihe veröffentlichen, es waren kleine quadratische Wendebücher - drehst du es um, kannst du eine zweite Geschichte aufblättern. In dieser Reihe veröffentlichten z.B. der damals 11-jährige Fabio Spakowski und die damals ebenfalls 11-jährige Hannah Wickenhöfer, der 11-jährige Zeynep Ösmert und die 22-jährige Ina Funk ihre Geschichten.

Aus den talentierten jungen Schreibenden sind junge Erwachsene geworden. Einige sind dem Schreiben treu geblieben, für andere war es eine Episode in ihrem Leben, sie entdeckten andere Bereiche für sich.

Autoren wie Stefan Reschke, reichte mehrmals erfolgreich Gedichte bei den Kinder- und Jugendliteraturwettbewerben ein, widmeten sich trotz Studium und Berufstätigkeit weiterhin dem Verfassen von literarischen Texten. Von ihm wurden im verlag*wache wolfgang die Bände "Gedichte zum Abhängen" und "abgedichtet" veröffentlicht. Alexander Kiensch stieß über die Teilnahme am Schreibcamp zum Verein "Ich schreibe!" und publizierte im Verlag "Fragen ohne Antworten" und "Kompott". Jens Carl, Preisträger beim Kinder- und Jugendliteraturwettbewerb, meldete sich seit vielen Jahren mit einer phantasievollen Sommergeschichte von den Abenteuern zweier Mäuse wieder beim Verein. Seine Erzählkunst hatte sich weiterentwickelt und so erschien in Wolfgang Waches Verlag das Buch "Im Kamillenwald" und später "Auf dem Sandsteinhof".

Doch die Zeit schritt voran, der Verleger veränderte sich, die Verlagsszene, der Buchhandel ... Wolfgang Wache beschloss zum Ende des Jahres 2018, den Verlag aufzugeben.

Wundervolle Bücher über die Gartenstadt Marga, Lyrikbände, Kinderbücher, Bildbände, Anthologien etc. waren in den zurückliegenden Jahren entstanden. Wissenswertes und Belletristik, die immer noch aktuell sind.

Deshalb übernahm 2019 der Verein "Ich schreibe!" die Funktion des Herausgebers.
Alle lieferbaren Titel sind nun auf der Internetseite des Vereins in der Kategorie "Publikationen" zu sehen.
Wer Interesse an einer bestimmten Ausgabe hat, melde sich per E-Mail: nlz-ich-schreibe.de oder kontaktiere Wolfgang Wache telefonisch: 03573-147663 


Mittwoch, 3. März 2021

Stelldichein [...] zum Geschwätz

Immer wieder bemängeln die Marganer die Sitzbänke in der Gartenstadt - also sie bemängeln, dass es von ihnen zu wenige gibt. Vielleicht ist das aber auch ein Luxus der Neuzeit, dass man sich nach mehr Ruheorten sehnt. Sich setzen, auf eine Bank und sich an den rauschenden, schattenspendenden Bäumen erfreuen, den Rosen-, Sonnenblumen- und Dahlienblüten in den Gärten, dem Gesang der Amseln, dem Anblick eines filigranen Reliefs an der Hausfassade. Doch begeben wir uns gedanklich zurück in die Zeit, da von der Grube das Quietschen der Bagger zu hören war, aus der Fabrik das Staccato der Brikettpressen, aus den Ställen das Grunzen und Blöken der hungrigen Haustiere; zurück in die Zeit, da die Dächer und Sitzbänke bedeckt sind von Kohlenstaub und Taubendreck. Wer möchte sich da genießerisch hinsetzen, wer hat dazu die Zeit, wenn nach der Schicht das Vieh versorgt, der Acker bestellt, das Heu eingebracht und der Garten gepflegt werden muss. Zudem gab es mannigfaltige Vereine. An den wichtigsten Treff-Punkten gab es Bänke: vor der Schule und auf dem Weg von der Fabrik zum Gasthaus. Die Kreuzung Ringstraße und (heute) Franz-Mehring-Straße mussten die Männer mit den gefüllten Lohntüten passieren, wenn sie in die "Schwarze Stube" auf ein Bier vorbei schauen wollten - oder zwei oder drei... doch manches Mal kamen sie gar nicht bis zum Zapfhahn, denn auch ihre Frauen wussten, wann Zahltag ist ~
 

Auch wenn Wolfgang Wache erklärt, dass die Brikettfabrik
mit riesigen Hallen und großen Schornsteinen nur wenige
Meter von der Wohnsiedlung entfernt stand, kann sich das
heute kaum einer mehr vorstellen.
 




 

Kunstpleinair
Renate Hensel hat ihren Arbeitsplatz vor dem Schulgebäude
eingerichtet, Bernd Gleitsmann schaut ihr über die Schulter.

 

Kunstpleinair
Bernd Winkler arbeitet im Schatten der Baumallee vor der Schule.

Dienstag, 2. März 2021

Krieg in der Bergarbeiterkolonie Marga

 

Es heißt, dass die Arbeiterkolonie Marga zwischen 1907 und 1915 im Auftrag der ILSE Bergbau-Actiengesellschaft erbaut wurde. Tatsache ist, dass Entwürfe zeigen, dass Marga noch viel größer werden sollte. Die spiralförmige Anlage hätte weitere "Ringe" zugelassen, jedoch machte der Ausbruch des Krieges 1914, der als 1. Weltkrieg in die Geschichtsbücher einging, eine Expansion unmöglich. Die Lebens- und Arbeitswelt veränderte sich in den vier Kriegsjahren, Zerstörtes musste wieder aufgebaut werden oder neu gebaut werden, nicht abgeschlossene (Bau)Projekte blieben unvollendet - es fehlte nach 1918 an allem, Geld, Material, Arbeitskräfte, Zuversicht. Es verging nicht einmal ein Vierteljahrhundert, da steckte Deutschland mitten im nächsten Krieg. Der sollte nun alles richten und wieder Ordnung herstellen, wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlstand bringen, freilich nur für bestimmte Menschen und auf Kosten von Millionen von Leben.

 


 

Montag, 1. März 2021

Wochenthema 9kw21


vom 1. bis 7. März 2021


Keimstille

 

aus: Sabine Henning "Der 2. Schöpfungstag" in
"wandeln ~ Mein Fasten-Wegweiser 2021"

 

Jojo passt auf!

Vielerorts ist der Schnee schon gänzlich weggeschmolzen, hinter uns liegen bereits zwei frühlingshafte Wochenenden. Heute ist der meteorologische Frühlingsanfang, es sind noch ca. 3 Wochen bis zur Tag- und Nachtgleiche und 2 Wochen später feiern wir das Osterfest.
Viele verbinden mit diesem Frühlingsfest nicht nur gefärbte Eier und den hoppelnden Hasen mit der Kiepe auf dem Rücken sondern auch den Nachwuchs der Familie Schaf, den Lämmchen.
Das Lamm hat in der christlichen Religion eine besondere Bedeutung.
Aber auch wer nicht religiös ist, erfreut sich an den blökenden, über das frische Gras hüpfenden kleinen Wollknäule. Die fleischlose Alternative zum Lammbraten ist das, aus einer süßen Teigmasse, gebackene Osterlamm.

Das Foto zeigt den Hütehund Jojo, der im Februarschneesturm nach und nach den Schafen ähnlicher sah. Alle zusammen wohnen auf dem Wiesenhof in Leippe/ Torno. Im Januar und Februar ist der Wiesenhof ein großer Kindergarten, denn dann werden die Lämmer geboren. Peggy und Michael Hammer versorgen die muntere Herde mit Wasser, Heu, Mineralsteinen und allem was so ein Schaf eben braucht - besonders die Mutterschafe und dann ihr Nachwuchs. In den vergangenen drei trockenen und heißen Sommern war das nicht ganz einfach. Für einen kleinen Landwirtschaftsbetrieb ist so ein Wetter eine Katastrophe, am Ende auch finanziell. Jojo passt auf, dass keiner reinkommt, der nicht hierher gehört und dass keiner von der Herde auf Abwege gerät.
Können sich die Lämmer alleine ernähren, kann Peggy die Milch der Mutterschafe zur Herstellung von Käse und Joghurt verwenden, diese Produkte gibt es im kleinen Hofladen.

JanA

Vielen Dank an Peggy Hammer, die mir dieses Foto geschickt hat!

Foto: WIESENHOF, Leippe/Torno

Samstag, 27. Februar 2021

Gruß zum Wochenende 8kw21


Die neue Waage zeigt immer 50 Kilo an.
Das ist die Schutzfolie auf dem Display.

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Wir lassen das so!

 

 

Freitag, 26. Februar 2021

"welch ein Baumfest" in der Gartenstadt Marga

Ein Thema in Wolfgang Waches Gedichtzyklus "Marga - du Wohlwollende" ist die besondere Flora in der Gartenstadt Marga.

Die Baumbestände sind z.T. über 100 Jahre alt und wurden zu einer Zeit gepflanzt, als es noch keine großen Reisebusse und viel weniger Automobile incl. deren Abgase gab. Einige Stallgebäude wurden im Zuge der Gartenstadtsanierung weggerissen, an Stelle derer gibt es jetzt PKW-Stellflächen. Heute hat eben nicht mehr jeder Marganer ein Schaf oder eine Ziege sondern ein Kombi oder SUV.




Foto: Wolfgang Wache
Blühender Rotdorn vor der Galerie MARGA

Pappeln auf dem Marktplatz

Blick von der Kirche in Richtung "Kaufhaus"


Foto: Uwe Schwarz
Der Hof der "Kaiserkrone" in Gold getaucht.

JanA / Blick vom Wäscheplatz zur Ringstraße




Foto: Irina Wache
Diese und weitere Baumfotos sind veröffentlicht
im Buch "Holz in der Gartenstadt Marga"

Donnerstag, 25. Februar 2021

Appell an Politik und Verwaltung / bessere Rahmenbedingungen für kulturelle und künstlerische Prozesse schaffen

In diversen Diskussionsrunden  und Gesprächen kommt in den vergangenen Wochen und Monaten sehr deutlich zum Ausdruck, dass in der Förderpolitik etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Dies zeigt sich in der Enttäuschung und Erschöpfung der Kulturszenen, die sich immer stärker einem eng getakteten Wettbewerb um die ausgeschriebenen Mittel ausgesetzt sehen und den damit verbundenen zuwendungsrechtlichen Anforderungen kaum noch gerecht werden. So wächst gegenwärtig der Unmut über das System der Projektförderung, über den Stress, den es bei allen Beteiligten verursacht, über die schlechte Bezahlung der kreativen Mitarbeiter*innen und über die Zumutungsverhältnisse, denen die Projektträger ausgesetzt sind, weil nicht zuletzt das Zuwendungsrecht und die Zuwendungspraxis noch aus einer anderen Welt stammen und zur Gegenwart nicht mehr passen. Politik und Verwaltung müssen dies erkennen und sich um Reformen und angemessenere Konzepte bemühen. Es scheint, als sei die Zeit reif, endlich bessere Rahmenbedingungen für kulturelle und künstlerische Prozesse und der dazu gehörigen Projektarbeit zu schaffen und damit ihre enorme Produktivität und Innovationskraft anzuerkennen und angemessen zu honorieren. 

 
Unsere Vereinsmitglieder haben es sich zur Aufgabe gestellt die Briesker Begegnungsstätte & Galerie Marga, Platz des Friedens 2 und im Margahof 3, weiterhin zu einem kulturellen und touristischen Ankerpunkt in der Lausitzer/ Senftenberger Region auszubauen. Wir wollen hier für einige junge Kulturmacher, Künstler und Literaten die Grundlage für finanziell abgesicherte Personalstellen schaffen. Dazu ist ein kultureller Ankerpunkt sehr wichtig. Wir werden weiterhin mit Aktionen viele Bürger für Kunst, Literatur und vielfältigen kulturellen Aktivitäten interessieren. Erst aus Literatur / Kunstinteressierten kann sich, aus dem einen oder anderen, ein Akteur im künstlerischen Schaffen entwickeln. Dazu sind die Briesker Räume, das Umfeld mit dem Markt und der einmaligen Architektur - dem Gartenstadtensemble, sehr geeignet. Sie nehmen mit ihren Ausstellungsmöglichkeiten, Atelierräumen in der Lausitzer Region auf jeden Fall eine Alleinstellung ein. Es geht darum, das gesammelte Wissen aus mehreren Jahrzehnten weiterzugeben und viele Menschen an Kunst, Literatur und Kultur heranzuführen, sie auszubilden und zu begeistern. Ich bitte Sie, im Namen aller Kunst- und Kulturinteressierten Bürger der Lausitzer Region und im Namen unserer Vereinsmitglieder, uns bei diesem Vorhaben mittels Ihrer Möglichkeiten zu unterstützen.

Ich wünsche mir ein gutes Miteinander und Füreinander.
Es grüßt Sie freundlichst
Wolfgang Wache
 
Als Brief, verfasst im September 2019, ist aktueller denn je!