Werter Blogleser,
ich lade dich ein, mit mir zusammen Senftenberg zu entdecken.
Unverkennbar, dies sind Bahnanlagen und der weite blaue
Abendhimmel. An solchen Motiven kann ich in den seltensten Fällen einfach
vorbeiziehen. Wenn man zu Fuß oder per Rad unterwegs ist, ist es auch leicht,
anzuhalten und die Kamera heraus zu holen – zumindest eine kleine Digitalkamera
habe ich stets bei mir. Es gibt einige Fotografierende, die für Landschaft in
weiter Ansicht oder als Detail einen guten Blick haben. Wenige beherrschen es, Begegnungen
von Menschen mit einer Aufnahme festzuhalten, einen Hauch der Stimmung
wiederzugeben. Kennst du die Schnappschüsse von privaten Feiern? Sieht man sie
sich mit einem zeitlichen Abstand an, dann scheint es fast, als wäre es eine
ganz andere Party gewesen als die, auf der man selbst war. In der Malerei ist
es ähnlich. Ein wirklich gutes Bild zeigt viel mehr von der dargestellten
Person als nur das Antlitz. Auch bei unseren Aktionen mit Schreibenden,
Dichtern, Schriftstellern, Autoren müssen wir meist selbst zur Kamera greifen,
um wenigstens unsere Arbeit dokumentieren zu können. Natürlich ist der Mensch
am Auslöser dann wiederum nicht auf den Bildern zu sehen. Aber wie anders sind
die Aufnahmen von einem Profi! Beim letzten Lyrikfest haben wir Steffen Rasche
gebeten, uns bei der Fotodokumentation zu helfen. Im NLZettel September 2014
haben wir einige Aufnahmen davon veröffentlicht.
Was nun das Novembermotiv betrifft – lass dich einladen zu einer Reise.
Unterwegs sein gedanklich und/ oder real, den Horizont erweitern, Landschaften
entdecken… Vielleicht kann ein Zitat von Gorch Fock dich dabei begleiten: „Du
kannst dein Leben nicht verlängern, nicht verbreitern, nur vertiefen.“