Donnerstag, 27. Februar 2014

Dreizehn Tage sind vergangen

seit ich das Bild "Zusammenkommen" neben dem Eingang des NLZ installiert habe.
Heute Morgen sah es so aus:

Titel: zusammenkommen Aufnahme vom 27. Februar 2014
YA

Mittwoch, 26. Februar 2014

"Mathe, Deutsch & blaue Flecken" Band 2

Die Texte sind gesichtet und geordnet. Das Manuskript nimmt Gestalt an.
Heute haben wir Fotos gemacht, die wir bei der Covergestaltung verwenden wollen.
Vielleicht ist diese Aufnahme die geeignete?


Die Buchpremiere findet im Rahmen der ersten Schüler-LITERATUR-Tage vom 5. bis 7. Mai 2014 in Senftenberg statt.

Dienstag, 25. Februar 2014

Kunst ist politisch

- ob auch die Umkehrung Politik ist künstlerisch gilt, kann man schlecht beurteilen. Zumindest gibt es viele Wortakrobaten, Phrasendrechsler und Schwarzmaler, aus den Bildschirmen quillt schauspielerisches Talent der gewählten Volksvertreter - von Komödie bis Drama ist da alles dabei.
Doch bleiben wir bei den Künstlern. Die leben ja auch in dieser Gesellschaftsordnung, in diesem Staat und sind in ihren Fragestellungen oft unbequem. Wolfgang Wache ist seit vielen Jahren Mitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft. Kultur und Politik in einem Wort - es passt also doch. Und so schreibt der Schriftsteller Wache auch über die Gesellschaft, den Staat, das Menschliche, das Politische und die Wechselwirkung miteinander. Nur ein winziger Bruchteil seines lebenslangen Schaffens ist bisher in Buchform veröffentlicht. Ich gestehe, dass einige meiner Lieblingstexte, die die von einfachen Menschen erzählen und darin Weltgeschehen spiegeln, noch unbearbeitet auf meinem Arbeitstisch liegen. Es ist in der heutigen Zeit doch gar nicht so schwer ein Buch zu erstellen und drucken zu lassen, was sorgt also für die Verzögerung? Meist ist es der ganz normale alltägliche Wahnsinn, der Kampf um das Notwendigste. Aber bis zum 20. und 24. September 2014 gibt es noch einiges abzuarbeiten und vorzubereiten - demnächst gibt es auf dieser Seite und unter www.wache-wolfgang.de mehr Informationen.

Künstler wären nicht Künstler, wenn sie mit dem Strom schwimmen würden, wenn sie sich den Gegebenheiten anpassen würden, so absurd und verlogen sie auch sein mögen. Thomas Bachmann ist ein Künstler, der das, auf das sich alle unausgesprochen geeinigt haben, hinterfragt und durchbricht. Natürlich kann der Lebenslauf eines solchen vielseitigen Menschen nicht geradlinig mit stetiger leichter Aufwärtkurve verlaufen. Mang den glatt gebügelten Viten so mancher Schriftsteller, Literaturpreisträger, Literaturstipendiaten, Bestsellerautoren, nimmt sich sein Werdegang wie ein Feld-Wald-und-Wiesenweg aus - quer durch die Botanik. Die Entdeckungen, die er auf seiner stetigen Wanderschaft gemacht hat, kann man nachlesen. Zum Beispiel in "Häng dich auf und lebe - 35 Geschichten". Das ist Literatur. Das ist Kunst. Das ist Politik. Wer es nicht glauben mag, dem sei folgender Satz als Geleit gegeben: "In einem weiteren Sinn beinhaltet Politik jegliche Aushandlungsprozesse von Menschen und Gruppen."* 
Thomas Bachmann lud zum dritten Mal Autorenkollegen ein, sich künstlerisch, genauer lyrisch, sehr konkret mit Politik auseinander zu setzen. Damit es keine Missverständnisse gibt, lautet daher der Titel der Publikationsreihe "Schlafende Hunde - Politische Lyrik". Im dritten Band begegnen Sie Wolfgang Wache wieder, der diesem Aufruf folgte und seine Texte nach Leipzig schickte. Das ist schon geballte Ladung: Lyrik und Politik. Der Herausgeber Bachmann schreibt im Vorwort des 2. Bandes: "Was kann eine Anthologie, ein Buch in einer Flut von Büchern [...]? Nun, sie kann zumindest eines: der Sehnsucht Ausdruck verleihen und Fragen stellen. Das leistet diese Lyriksammlung. Sie wagt einen Blick ins Land, vorbei an Fernsehsendern, Talkshows, Fußball, Politikerreden; vorbei an der Medienmaschinerie. Und ist dabei erfrischend heutig."


JA

* Quelle: http://www.politischebildung.ch 

Montag, 24. Februar 2014

Antwort: --------- Nulllinie



Wirrnis im Blätterwald
Das Blatt fällt erst einmal grundsätzlich von oben nach unten. Manchmal dreht es Spiralen in der Luft. Den Umfang einer Spirale kann man berechnen. Sieht dann so oder so ähnlich aus:
                          n
lim(U(n) ) = lim(π · ∑ qi · r) = π · 〔r。· 1 〕= π〔r。· 1
n                  n            i–o                                1 – q                1 – ½
                           = π  (r。· 2) = 2 π
Nun haben wir aber bald Frühling, da sind die Blätter schon längst alle gefallen. Und die Würfel auch und mancher Politiker aus allen Wolken oder vom Stuhl und überhaupt kann man schnell über die eigenen Zehen stolpern. Was nun die gefallenen Würfel betrifft, die liegen auch in der Gartenstadt Marga rum. Seit dem 9. September 2013 gibt es in Brieske-Marga eine Dauerausstellung, die allerorten beworben wird, obwohl sie in den Wintermonaten geschlossen ist. Wie oben schon erwähnt, haben wir bald Frühling und da wird mit zunehmendem Touristenaufkommen gerechnet. Es sollen also viele Gäste nach Marga kommen und möglichst alle Gäste sollen die Dauerausstellung besuchen. In dieser Ausstellung steht so dies und das und vor allem sehr viel Text über dies und das. Verantwortlich zeichnet dafür ein Kurator, der als heimatgeschichtlich interessierter engagierter Bürger benannt wird. Ich kenne auch einige Bürger, die sich für die Geschichte der Gartenstadt Marga und die Lebensgeschichten der Marganer interessieren. Aber das interessiert nun wiederum keinen, derjenigen, die für die Dauerausstellung verantwortlich zeichnen. Es wird vertrackt mit Fragezeichen. Bohren wir mit der Spirale mal etwa bis ins Jahr 2008. Da müssen wir durch ordentliche Grasnarben, durch Holz- und Betonköpfe, durch zementierte Standpunkte und Ansichten. In jenem Jahr mussten die Ortschronisten Brieske-Marga die drei thematisch eingerichteten Räume in der Schule am Platz des Friedens verlassen. Es sollte neue Farbe, neue Möbel, neues Leben in das 97-jährige Gebäude einziehen. Im gleichen Atemzug wurde zugesichert, dass das Domizil in der ehemaligen Poliklinik nur ein vorübergehendes sein sollte. Das Bohren schmerzt – wir stoßen vor zur Wurzel. Dort liegt ein Satz, der alles Übel verursacht. War es leichtfertige Rede oder ein Beschwichtigen oder ein sich vom Hals halten? Die Kegelhalle der Kaiserkrone wurde als neues Heim für die Archivschätze der Ortschronisten in Aussicht gestellt. Hier könne man nach der Sanierung endlich wieder Marga-Geschichte modern und anschaulich präsentieren. Die ehemalige Kegelhalle? Auch ein Versammlungs- und Vortragsraum und Toiletten stünden zur Verfügung? Die Köpfe rauchen – endlich ein Ort, an dem sich Besucher und Marganer willkommen fühlen, der muss gut geplant und eingerichtet werden! Jetzt kommt die Sache in Schräglage. Von der Kegelhalle habe keiner gesprochen, vielmehr sei es die Kegelbahn. Nun, das ist jetzt ein Spiegelei ohne das Gelbe, denn wohin zieht es die Busreisenden als erstes, wenn sie, in Erwartung einer einstündigen Führung durch ein einmaliges Kleinod der Gartenstadtbaukunst, aussteigen? Also nur ein Ausstellungsraum – lang, sehr lang und schmal – eben eine ehemalige Kegelbahn. Das ist für einen klugen Kopf kein Hindernis. Man braucht jetzt die Raummaße – Länge, Breite, Fenster, Steckdosen etc. Es wird eine lebendige Ausstellung, das ist sicher und durchdacht, schon intern ausdiskutiert und konzipiert. Die Ortschronisten stehen in den Startlöchern. Hinhalten und verzögern. Die Ortschronisten sitzen in den Startlöchern. Verschleppen, dehnen, ziehen. Die Ortschronisten liegen in den Startlöchern. Sie liegen auf der Lauer, wann es nun endlich losgeht. Es geht los! Sie werden nicht gefragt. Unsere Bohrungen ergeben ein paar halbherzige Zugeständnisse im Lokalblatt – nichts, auf das man sich berufen kann. Es steht ja dort nur, dass es eine Ausstellung in der ehemaligen Kegelbahn geben wird – von Ortschronisten ist nicht die Rede. Das ist doch mal klever und verdient allerhöchsten Respekt für bürokratische Rhetorik. Man muss sie nur zu verstehen wissen. Die Ortschronisten verstehen derweil die Welt nicht mehr und fragen nach. Mehrfach schriftlich. Die Antwort sieht so aus ___________________. Nulllinie. In dem Fall ist der Fall gestorben, die Angelegenheit hat sich erledigt. Dann eine Frage Auge in Auge mit den Mitgliedern des Ortsbeirates. Man kann gar nicht so viel bohren, wie da faule Stellen im Zahn sind. Die Antwort war nicht gut vorbereitet und dementsprechend un-bedacht:  Man könne sich nicht noch eine Heimatstube in Brieske-Marga leisten. Soso. Die Ortschronisten stapeln ihre drei kompletten Ausstellungen in die Räume des muffigen Exils. Sie versuchen zu retten, was zu retten ist, vor allem ihre Freude an der Forschungsarbeit und die Hoffnung auf eine Heimstatt. Im lokalen Blätterwald fällt die ein oder andere Formulierung auf Bodenfrost und manche hinterlässt einen wie auch immer gearteten Eindruck im Morast des Tauwetters. Einige Wortmeldungen drehen in den Luftbewegungen vor den Landtags- und Kommunalwahlen ein paar Spiralen, vielleicht werden diese und jene noch einige Male aufgewirbelt. Noch eine Heimatstube. Das klingt nach. Und weil es nicht noch eine Heimatstube geben könne und weil „nicht jeder Verein ein eigenes Domizil haben kann, das von der Stadt finanziert wird“, da verschwinden die Ortschronisten Brieske-Marga von allen Internetseiten, von allen Tagesordnungen sämtlicher Beratungs- und Beschlussgremien… ein Kind, das bockig ist, lässt man einfach links liegen. Ein Kind, das bockig ist, hat aber auch einen Grund dazu, es setzt auf anderem Weg seine Interessen durch, stärkt sich vielleicht sogar an der Nichtachtung. Jetzt erst recht. Bürokratische Rhetorik ist eben nicht immer die klügste und passendste, sie verkennt den Menschen der hinter dem Verwaltungsakt steckt. Wie umfänglich ist die Spirale, die durch bürokratische Rhetorik in Gang gesetzt wird? Berechnungsformel siehe oben.

Die Menschen hinter dem "Verwaltungsakt"(v.l.) Wolfgang Wache, Lothar Knobloch, Joachim Pendziwiater, Heinz Zuther, Werner Riska ...

JA

Wochenthema 24. Februar bis 2. März 2014



Das Wochenthema wird seit der 14. Kalenderwoche 2009 veröffentlicht.
Wir wünschen euch in der 9. KW 2014 gutes Gelingen bei der literarischen, künstlerischen Umsetzung des Themas:

Komm weiter ~ oder anderes K ____ W _____

Gedichte, Geschichten, Fotos, Grafiken etc. könnt ihr senden an:
nlz-ich-schreibe[at]gmx.de

Freitag, 21. Februar 2014

Ortschronisten Brieske-Marga rufen (Hobby) Künstler auf


Zeigen Sie uns Ihre Ansichten der Gartenstadt Marga in
Öl oder Acryl; Kohle oder Bleistift; Frottage oder Linolschnitt; Tempera oder Aquarell.
Der „Tag des offenen Denkmals“ am 14. September 2014 steht unter dem Motto „Farbe“. An diesem Tag werden die Ortschronisten Brieske Ihre eingesendeten und abgegebenen Malereien und Grafiken in einer Ausstellung präsentieren. „Zu der Ausstellung wird auch ein Katalog erstellt, der die bestehende Reihe der Publikationen über die Gartenstadt Marga gut ergänzen wird.“, so Wolfgang Wache, Marganer und Gründer der Ortschronistengruppe. „Zum Fotowettbewerb Holz in der Gartenstadt haben uns vor zwei Jahren fast einhundert Einsendungen erreicht“, erinnert sich der Ortschronist Heinz Zuther, „ich bin gespannt wie viele Kunstwerke in diesem Jahr bei uns abgegeben werden.“
Bis zum 2.Juli 2014 werden die Malereien und Grafiken von Wolfgang Wache im Literaturzentrum „Ich schreibe!“ in der Senftenberger Rudolf-Breitscheid-Straße 17 entgegengenommen. 


Eine Woche später

Eine Woche lang habe ich nichts an meinem Bild verändert, ich bin nur Beobachter und Chronist.
Jemand hat zwei Rosenblüten hinzu getan.
Jemand hat das Objekt auf die Gehwegplatten verschoben.
Jemand hat es von dort wieder zurück auf das Beet gestellt.
Als ich heute Morgen das Foto machte, hat es geregnet.

Titel: zusammenkommen

YA

Donnerstag, 20. Februar 2014

Finde ihn in der freundschaftlichen Bemerkung am Geburtstagstisch!


Vor Jahren verfasste ich einen (englischen) Liedtext, der erinnern sollte. Erinnern, an den Herbst und an jene, die über die Art der Ernsthaftigkeit dieser Welt grübelten, schrieben, sangen – die gegen diese Art werkelten, gegen diese Art anschrien. Heute mag ich vor allem die Unverstelltheit meiner Verse. Gerade diese gilt es, so meine ich, zu schützen. Im Gegenzug – gesetzt ins Gesicht einer Welt mit der Tendenz zu überlagern, zu drapieren und zu überzeichnen – ehrliche Komplexität missbrauchend - um Schatten zu schaffen, die länger und länger in den Tag dringen und verschrecken.

[...] 

Es folgt ein Lied für all die bösen Jungs
Die nicht gut genug sein konnten
Für Euch

Nicht gut genug
Für Euch

Es ist Herbst in meiner Wohnung
Und ich falle bereitwillig
Mit den Blättern

[...]

Sie sind nicht Eure Sonnyboys
Sie sind nur Eure Junkies

[...] 

Aber ihr, ihr kauft's doch!

Charakterschönheit bringt dich
An einen einsamen Ort
Schönheit im Gesicht bringt 
Nummer-Eins-Hit-Bewunderer
Unterhaltsame, radiotaugliche Bestseller 

Wir sind mit den Dummen
Den sogenannten Dummen
Yeah!
Aber das ist egal
Denn wir sind im Recht
Recht
Recht
So im Recht

Wenn ich mit Dir sprechen könnte
Würde ich Dir sagen:

„Du bist vielmehr Idealist als Idiot,
doch für die meisten Leute
ist das ein und dasselbe.“

In meiner Wohnung
Riecht es nach
Herbst

[...]  It smells like Autumn [...]

Vor 47 Jahren wurde Kurt Donald Cobain geboren.

Manch einer soll ihn wohl für den Che des Musikbusiness halten, habe ich gelesen ...

Ich gratuliere! 

Und erinnere.

Susann

NLZettel Januar + Februar 2014 ist da!



NLZettel künftig persönlich zugesandt bekommen?
Kein Problem!
An nlz-ich-schreibe[at]gmx.de eine E-Mail mit der Nachricht: Bitte mit folgender Adresse in den NLZettel-Verteiler aufnehmen ______@____ 


INHALT    NLZettel Januar + Februar 2014
Alles muss raus!
Das haben wir vor 
- Termine 2014
Rundschreiben 
- Über unsere Arbeit als Kulturpädagogen vor Ort
     Nachtrag aus aktuellem Anlass
     NACH-Nachtrag von Wolfgang Wache
Winterwerkstatt Februar 2014
Einfach ein Kotbrett 
- Udo Tiffert
Die Handreichung 
- "Herz aus Holz" - Susann Lorenz
Arten von Stille 
- Alexander Kiensch
In Erinnerung 
- Der Schriftsteller Horst Mönnich starb am 31. Januar
Und jetzt -
 

Es soll ja Leute geben ...

... die mögen keinen Schnee.
Den gibt es in diesem Winter vielleicht auch gar nicht mehr ~

YA - 20. Februar 2014