Dienstag, 19. November 2013

Vorschau - Stammtisch "Ich schreibe!" 8.11.2013


Was ist das Fundament für das Literarische Schaffen? Seit ich mich bewusst als Autor und Publizist in der Öffentlichkeit präsentiere, stelle ich mir diese Frage. Das tägliche Leben, das Basis für Texte ist und gleichzeitig das größte Hemmnis zum Schreiben – das könnte das Fundament sein. Wann findet man dann Zeit zum Schreiben? Schreiben – dieses große Glücksgefühl, das sich während des Schaffensprozesses einstellt und schon verweht ist, sobald man den „fertigen“ Text vor sich hat. Leser und Hörer von meinen Büchern und bei meinen Lesungen fragen mich immer wieder nach meiner Motivation und woher die Ideen für die Texte kommen. Ich habe mir zum ersten Stammtisch „Ich schreibe!“ am kommenden Freitag, 22. November 2013 um 19:00 Uhr in Tenglers Buchhandlung am Markt Senftenberg zwei Autorenkollegen eingeladen, um mit ihnen genau über diese Fragen zu sprechen und von ihnen neue Texte zu hören.
 
Wolfgang Wache


Montag, 18. November 2013

Wochenthema 18. bis 24. November 2013

Das Wochenthema wird seit der 14. Kalenderwoche 2009 veröffentlicht.
Wir wünschen euch in der 47. KW 2013 gutes Gelingen bei der literarischen, künstlerischen Umsetzung des Themas:

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Gedichte, Geschichten, Fotos, Grafiken etc. könnt ihr senden an:
nlz-ich-schreibe[at]gmx.de

Freitag, 15. November 2013

Vergängliche Kunst mit Natur

Werter Blogleser,
ich weiß nicht, ob du schon einmal den Begriff Land Art gehört hast oder sogar hier und da selbst zum Künstler wurdest.
"Mit bloßen Händen" nenne ich die Ausstellung mit Fotos von vergänglicher Kunst mit Natur. Vor Jahren habe ich mich von der Faszination Vergänglichkeit in der Kunst betören lassen. "Wer schreibt, der bleibt", sagt man. Was wäre da also das Gegenstück? Mich beeindruckt die Kunst der Sandmandalas, wie sie von tibetischen Mönchen Körnchen für Körnchen gelegt werden, um sie dann in einem Wisch zu zerstö... nein, eigentlich zu wandeln. Es geht darum, was mit einem selbst während des Schaffensprozesses geschieht. Die Fotoaufnahmen sind nicht das Ergebnis, sie sind eine Erinnerungsstütze. Ich gehe nicht hinaus an den Fluss, in den Park, in den Wald, um ein Objekt zu kreieren, von dem ich dann ein schönes Bild mit nach hause nehme. Ich gehe hinaus, um zu entdecken. Nah und intensiv nehme ich die Jahreszeiten wahr - jede Woche, jeder Tag ist anders, sogar das Früher oder Später einer Stunde ist entscheidend. Will ich etwas mit Pfützen machen, muss es gleich sein, sonst ist sie weg oder kleiner oder größer - wie bei dem Bild "Auf der Dunkelung". Ich kann nicht komplizierte Skizzen machen oder lange das Zusammenspiel der Farben planen. Komme ich ein paar Tage zu spät, sind die Blüten verwelkt, die Früchte von Vögeln aufgefressen. In den Stunden, in denen ein "Bild" entsteht, bin ich ganz bei mir. Spüre den Wind, rieche den Waldboden, höre das Summen der Fliegen; ich schwitze oder friere und bin ausgeglichen, wie sonst selten bei einer Arbeit. Und ich tue es nicht, um etwas Bleibendes zu hinterlassen. Manchmal arbeite ich an sehr versteckten Stellen, so dass wahrscheinlich nicht einmal ein Spaziergänger das Bild entdeckt. Nur ich weiß, dass dort etwas liegt, steht oder hängt - ich gehe einige Tage später noch einmal hin und erlebe etwas anderes, etwas Verwandeltes. Das ist mein Werk und ist es auch nicht. Es ist eine Meditation und eine Übung im Loslassen. Kein Kunsthistoriker wird sich jemals der Restauration meiner "Pilzzeit" annehmen; das Bild "Du hast mich nicht mitgenommen" gibt es schon seit Jahren nicht mehr und nur ich weiß, wo einst für ein paar Stunden Kletten, Sauerampfer und Wegwarte das darstellten, was ich in diesem Moment war. Die Fotos helfen mir, mich zu erinnern. Was lösen sie in einem Betrachter aus, der durch die Ausstellung geht?
Ich werde dich demnächst über den Zeitrahmen informieren, in dem die Fotos der vergänglichen Kunst im Senftenberger Rathaus zu sehen sein werden. Vielleicht treffe ich dich, werter Blogleser, bei der Eröffnung und wir kommen vor "Alles hat seine Zeit" ins Gespräch - über Vergänglichkeit oder Wandlung oder etwas ganz anderes.
JA
Auf der Dunkelung



Mittwoch, 13. November 2013

Stammtisch "Ich schreibe!" - erstmals am 22.November 2013


Am 22. November 2013 öffnet Tenglers Buchhandlung um 19:00 Uhr erstmals zum Stammtisch „Ich schreibe!“. „Ich freue mich, dass unsere literarischen Veranstaltungen in den vergangenen Wochen so gut besucht waren.“, resümiert der Autor und Vereinsvorsitzende des Literaturzentrums „Ich schreibe!“ Wolfgang Wache. Seit vielen Jahren setzt er sich für den künstlerischen Nachwuchs ein und bietet Autoren seine Begleitung für den Weg in die Öffentlichkeit an. „Jetzt habe ich gemeinsam mit regionalen Schriftstellern eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen“, gibt der Organisator und Gastgeber an diesem Abend einen Vorgeschmack, „bei der es darum geht, mit Schreibenden ins Gespräch zu kommen. Meine ersten Gäste sind Bernd Lunghard und Yana Arlt. Wir nehmen uns eine Stunde Zeit für kulturpolitische Fragen, den Austausch über künstlerische Herangehensweisen, Vorstellen neuer Texte, Einblicke in gemeinsame und eigene Projekte.“ Wolfgang Wache ist es immer wichtig gewesen, in einer Zeit und einer Region, in der immer weniger Förderung der Kunst und Kultur erfolgen, zusammenzuhalten. Künstler müssen sich gegenseitig respektieren und achten, sie müssen ins Gespräch kommen, sich austauschen und gegenseitig beleben. Kathrin Lachmann ist gespannt auf die Meinungen, Erfahrungen und Ideen. Regelmäßig veranstaltet sie Lesungen für Schulklassen in ihrer kleinen Buchhandlung. Erst letztens wurde der Raum zwischen den Regalen zu einem Unterschlupf für Gespenster und ihre Geschichten.
Der Stammtisch „Ich schreibe!“ soll darauf neugierig machen, was für Menschen sich hinter den Bezeichnungen Autor, Lyriker, Schriftsteller oder Dichter verbergen. Er soll anregen, Dinge auch einmal anders zu betrachten, vielleicht auch einmal selbst die Frage an einen Schreibenden zu stellen, die man schon lange mit sich herum trägt.

Wolfgang Wache ist selbst ein sehr aktiver Autor. Derzeit arbeitet er an seinem Text "Elsterniederung", der am 29.November 2013 im Rahmen der Kunstaktion "Grubenlampe" in Brieske-Marga Premiere haben wird. Wolfgang Wache weiß, wie wichtig es ist, Menschen an seiner Seite zu haben, denen man vertrauen kann, denn künstlerische Arbeit verlangt einem Menschen viel ab - Ehrlichkeit, Lebenszeit, Geduld, Zielstrebigkeit, Ausdauer, Mut, Sensibilität ... "nebenher" muss das alltägliche Leben gestemmt werden. Vieles kann man gar nicht allein schaffen, auch wenn es im Mythos des erimitischen Schriftstellers immer wieder propagiert wird.

Montag, 11. November 2013

Wochenthema 11. bis 17. November 2013


Das Wochenthema wird seit der 14. Kalenderwoche 2009 veröffentlicht.
Wir wünschen euch in der 46. KW 2013 gutes Gelingen bei der literarischen, künstlerischen Umsetzung des Themas:

unter Tage


Gedichte, Geschichten, Fotos, Grafiken etc. könnt ihr senden an:
nlz-ich-schreibe[at]gmx.de

Raz in der Kufa Hoyerswerda

Eigentlich wollte Raz sich schon immer mal die Fabrik in Hoyerswerda anschauen, in der Kultur produziert wird. Er hat sich extra Ohrenschützer und einen Helm besorgt, weil er der Meinung ist, dass man in Fabriken sowas tragen muss. Aber wir fahren ja nicht in ein Betonwerk, in eine Tischlerei oder in eine Stahlhütte! In einer Kulturfabrik gibt es Ausstellungen, Konzerte, Projekte mit Kindern und Jugendlichen und Erwachsenen, Theaterstücke, Lesungen ... Jetzt sitzt Raz mit einer großen Tasse Salbeitee in eine Decke gewickelt im Sessel und sagt keinen Piep mehr. Nix ist es mit der Vorstellung für die Kinder am Mittwoch Nachmittag. Eine üble Erkältung hat die Leseratte erwischt und wenn Raz etwas sagen will, kommt nur Husten heraus, das einem Hundebellen aber wirklich sehr ähnlich klingt.
Vielleicht ist Raz im nächsten Jahr in der Kufa Hoyerswerda - zum Tag des Buches oder zum Tag der Poesie oder ...


Glücksmoment

Sie blühen noch. Aufnahme am Morgen des 11. November
JA


Eine runde Sache - Lesecollage am Ratssaaltisch

Zu ungewöhnlicher Zeit hatte das Rathaus Senftenberg seine Türen geöffnet. Freitagnachmittag saßen 9 Schreibende aus der Senftenberger Region am runden Tisch, der Autor Wolfgang Wache und die Bibliotheksleiterin Kerstin Bischoff begrüßten die zahlreichen Gäste zu der Veranstaltung „Literarisches Schaffen in Senftenberg – Früher, Heute, Morgen“. Sara Wolski, die 9 Jährige aus der Senftenberger Gruppe der „Bücherkinder Brandenburg“ war mächtig aufgeregt vor ihrer ersten Lesung. „Was habe ich mir nur dabei gedacht?“, flüsterte sie und streichelte das kleine Glücksponny, das vor ihr neben dem Mikrophon stand. Yana Arlt, eine der beiden Kursleiter, machte ihr Mut. „Lampenfieber gehört eben dazu.“ Dabei war sie selbst gespannt, ob bei der Powerpointpräsentation der Funke auf die Gäste überspringt. Zum umfangreichen literarischen Schaffen in der Senftenberger Region gehört ebenfalls Horst Mönnich, der an diesem Tag seinen 95. Geburtstag in Breitbrunn am Chiemsee feierte und mit Romanen und Hörspielen bekannt wurde. Wolfgang Wache tat sich schwer, das Leben und umfangreiche Werk Mönnichs in wenigen Minuten zusammenzufassen: „Diese Veranstaltung ist kein Abschluss sondern der Beginn der interessanten Recherchearbeit zu Autoren, die in Senftenberg lebten und leben“, so der umtriebige Freund des geschriebenen Wortes, „es gibt sicher noch mehr Literaten, die vergessen wurden oder sich noch gar nicht gezeigt haben.“ Den einzelnen Autoren blieben jeweils fünf Minuten Zeit, um sich mit Leseausschnitten vorzustellen – es wurde eine vielfältige Lesecollage vom Krimi bis zum humorvollen Gedicht geboten.
Mehr Zeit, um die Senftenberger Autoren kennenzulernen, bietet die Reihe „Stammtisch – Ich schreibe!“ zu der Wolfgang Wache erstmals am 22. November 2013 in Tenglers Buchhandlung bittet. Zum Auftakt hat er sich Bernd Lunghard und Yana Arlt als Gesprächsgäste eingeladen. Sollte auch diese Veranstaltung auf so reges Interesse der Senftenbergerinnen und Senftenberger treffen, ist eine Platzreservierung anzuraten.









Fotos: Susann Vogel


Sonntag, 10. November 2013

Im Herzen der Herbst, im Kopf ein Clown ...

Ich fuhr mit meinem Klapp-Flitzer um den See.
Musik im Ohr und Freiheit.
Ich bin angekommen.

Ich pausierte am Gründungstisch
und fühlte die Kornblumen um mich.



Für die erlebte Herbstwerkstatt danke ich meinen Kollegen, meinen Freunden. Ich danke für das Gemeinsame, für das Geteilte, für das Unersetzbare. Und ich danke für das Dritte.

"Es kommt nicht auf das Leben an,
sondern auf den Mut, mit dem du es lebst."

(Unbekannt)

Mit einem ehrlichen Gruß

Susann

Donnerstag, 7. November 2013

Lampenfieber bei Sara und Tino vor ihrem ersten Leseauftritt

Gestern haben wir mit den beiden 9 und 10 Jährigen ihre kleine Präsentation im Rahmen der Veranstaltung "Literarisches Schaffen in Senftenberg - Früher, Heute, Morgen" vorbereitet. Sie sind die Autoren von morgen, die heute die ersten Schritte als Schreibende machen. Im Literaturzentrum "Ich schreibe!" lernen sie von Wolfgang Wache und Yana Arlt verschiedene Schreibgenres kennen. Auch das Auftreten vor Publikum - die Auswahl der Texte und das deutliche Sprechen auf der Bühne - muss geübt werden. Am 8. November 2013 bekommen Sara und Tino kurz vor dem Beginn der Veranstaltung dann noch Lesemappen mit dem Logo der Senftenberger Gruppe des Projektes "Bücherkinder Brandenburg", in denen ihr Text bereit liegt.

Lausitzer Rundschau 7. November 2013